Die nächsten Termine

[wider­le­sen]: Kas­san­dra von Christa Wolf

Ort: Literaturhaus

Impuls: Sieglinde Klettenhammer (Institut für Germanistik)

In der Reihe [widerlesen] werden Texte in den Mittelpunkt gestellt, die grundlegende Fragen aufgreifen und auf die Gegenwart reflektiert werden können. Der Impuls der Germanistin Sieglinde Klettenhammer wird den Text und Christa Wolf in Kontexte einordnen, anschließend folgt eine Auseinandersetzung durch die Teilnehmenden.

Anmeldung bis Mittwoch, 17. April unter literaturhaus@uibk.ac.at. Die Lektüre des Romans wird empfohlen.

Cle­mens J. Setz

Ort: Literaturhaus

Moderation: Markus Köhle

Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge. Erzählungen (Suhrkamp 2019)

Lesung und Gespräch

Das ganz und gar Unerwartete bricht in das Leben von Clemens J. Setz’ Figuren in seinem neuen Erzählband Der Trost runder Dinge (Suhrkamp) ein: Ein elsässischer Soldat im Ersten Weltkrieg entdeckt am Nachthimmel das Sternbild des Großen Burschen, das so schauderhaft ist, dass er niemandem davon erzählen kann. Ein junger Mann, der sich in die blinde Anja verliebt hat, muss feststellen, dass ihr Apartment von oben bis unten mit Beschimpfungen bekritzelt ist… Der Trost runder Dinge ist ein Buch voller Irrlichter und doppelter Böden – radikal erzählt und aufregend bis ins Detail.

Markus Köhle, Schriftsteller und Wegbegleiter von Clemens J. Setz wird durch den Abend führen.

Inns­bruck 5mal anders: Lite­ra­tur­spa­zier­gang aufs Hun­ger­burg­pla­teau

Ort: Hans-Psenner Steg

Moderation: Iris Kathan

Lesung: Thomas Lackner (Schauspieler, Stimm-, Sprech- und Präsentationstrainer)

Anhand von ausgewählten Stadttexten aus rund 100 Jahren nähern wir uns Innsbruck aus immer wieder neuen Perspektiven. Während wir uns lesend der Stadt annähern, führt unser Spaziergang hinaus aus der Stadt, entziehen wir uns ihrem unmittelbaren Zugriff, ohne sie dabei ganz aus den Augen zu verlieren. Das Gehen verschafft Raum, das Gehörte nachklingen zu lassen und mit eigenen Wahrnehmungen in Verbindung zu bringen.

Iris Kathan, geboren 1977, Literaturwissenschaftlerin und -vermittlerin, Auseinandersetzung mit literarischen Topographien u.a. im Zuge des Projektes Literatur‐Land‐Karte Tirol / Südtirol. https://literaturtirol.at/landkarte

Anmeldung bis 9. Mai unter literaturhaus@uibk.ac.at
Treffpunkt: Hans-Psenner Steg, 14 Uhr

Begrenzte Teilnehmerzahl: max. 15 Personen
Unkostenbeitrag: 5 Euro, 3 Euro für StudentInnen, für Mitglieder des Literaturhaus-Fördervereins gratis

Was heißt mehr­spra­chig schrei­ben – mehr­spra­chig lesen?

Ort: Literaturhaus

Moderation: Doris Eibl

Till Dembeck und Cécile Wajsbrot im Gespräch

Mehrsprachigkeitsmai 2019

Was heißt Mehrsprachigkeit für das Schreiben und Lesen literarischer Texte? Wie denken Autor*innen über die Sprache(n) ihrer Texte nach, welche Relevanz haben ihre Sprachenkenntnisse für ihr Schreiben? Wie wirkt Mehrsprachigkeit auf Leser*innen – eröffnet sie neue Bedeutungsräume oder verschließt sie den Zugang zum Text? Worauf achten Literaturwissenschaftler*innen beim Lesen mehrsprachiger Texte, was interessiert sie daran?

Cécile Wajsbrot (Paris/Berlin) verfasste zahlreiche Romane, darunter Totale éclipse (dt. Eclipse), Essays wie Pour la littérature (dt. Für die Literatur) sowie das zweisprachige Hörspiel W wie ihr Name / Avec un double v. – Sie ist zurzeit Writer in Residence der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät.

Till Dembeck, Associate Professor an der Universität Luxemburg, forscht u.a. zu mehrsprachiger Literatur, ist Mitherausgeber dreier einschlägiger Sammelbände sowie des Handbuchs Literatur und Mehrsprachigkeit (Narr, 2017).

In Kooperation mit Institut für Romanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft

 

 

Ágnes Hel­ler

Ort: Literaturhaus

Moderation: Josef Mitterer

Zeitmesserinnen I

Ágnes Heller, eine der bedeutendsten Philosophinnen der Gegenwart, emeritierte Professorin für Philosophie der New School for Social Research in New York (Nachfolgerin von Hannah Arendt), mutige und kritische Bürgerin und  Forscherin ihr Leben lang (geboren 1929 in Budapest), seit 2015 Ehrendoktorin der Universität Innsbruck, wird am Abend einen Vortrag zum Thema „Empathie“ halten.

Der österreichische Philosoph Josef Mitterer wird als Kollege und Freund in Leben und Werk von Ágnes Heller einführen.

In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv

Maria Ste­pa­nova

Ort: Literaturhaus

Moderation: Andrea Zink (Institut für Slawistik)

Zeitmesserinnen II

Maria Stepanova: Nach dem Gedächtnis. Roman (Suhrkamp 2018)

Übersetzung: Mascha Dabić
Lesung auf Deutsch: Gabriele Wild

Mit Maria Stepanovas Roman Nach dem Gedächtnis (Suhrkamp 2018) ist ein neues Genre erfunden: der „Metaroman“. Liebesgeschichten und Reiseberichte, Reflexionen über Fotografie, Erinnerung und Trauma verschmilzt die Stimme der Autorin zu einer spannungsvollen essayistischen Erzählung. Im Zentrum steht eine weitverzweigte jüdisch-russisch-europäische Familie von Ärzten, Architekten, Bibliothekaren, Buchhaltern und Ingenieuren, die in unzivilisierten, gewaltgeprägten Zeiten ein stilles, unspektakuläres Leben führen wollten. Maria Stepanova durchmisst einen Gedächtnisraum, in dem die Linien des privaten Lebens haarscharf an den Abbruchkanten der Epochenlandschaft entlangführen.

Maria Stepanova, geboren 1972 in Moskau, ist Lyrikerin, Essayistin und Journalistin und eine der markantesten Gestalten des gegenwärtigen literarischen Lebens in Russland. Chefredakteurin der Internetzeitschrift colta.ru.

In Kooperation mit dem Institut für Slawistik

Lesung und Poetik‐Vorlesung mit Oswald Egger

Ort: Literaturhaus

Moderation: Eleonore De Felip

20. Mai Montag 19 Uhr: Lesung

21. Mai Dienstag 10.30 – 12 Uhr, 16.30 – 18 Uhr: Poetik-Vorlesung

Oswald Egger zur Poetik-Vorlesung in Innsbruck: „Im Raum stehen, Zeit werden, in beide eingehen, überhaupt: Zugang haben, ins Wort fallen, betreten schweigen davon oder beredt sein: Die Und-Gestalt der Sprache will verkörpern und befähigen, die Dinge unbedingt, d.h. außerhalb ihren geläufigen Wegzusammenhängen und den sie umringenden Bedingungen zu denken und zu sehen. Das unvordenkliche, oft implizite Wissen der Silben und Stillen, die selber unerinnerte Erfahrung in Bedeutung und Gebrauch der Wörter um die Sachen soll in wechselständigen Figuren der Ähnlichkeit spekulativ anverwandelt werden und, in Frage gestellt, erscheinen – was man unter dem Ton einer Rede verstehen kann, ohne Wort für Wort zu verschwenden an die Verständigung: Ist Sinn Form? Ist Unsinn keine? Hat keinen Sinn keine Form? Wie ist es für ein Wort, zu meinen, was es tut? Was wird ein Satz? usw. …: Es werden elementare Verfahrensweisen u.a. sprachlicher Darstellung sowohl bildlich untersucht als auch Wort für Wort veranschaulicht, durchmustert und eingeübt: darbietend, editorial, ausmalend. Erprobt und erforscht werden dabei Grundlagenfragen in Verbindung mit gezielten, auch ungelösten Problemen und manchmal offeneren Fragen des poetischen Tuns. In Form von Worten und Formen ohne Worte werden Fälle und Exempel erörtert und erwogen, in denen „Sagen“ „Tun“ heißt und „Nichts tun“ etwas anderes als „nichts zu machen“. Stets im Begriff, die Frage nach der Frage, worauf „Wort für Wort“ die Antwort ist, nachzustellen als bewegliche, agile Konstellation mit Mobilität zwischen den Medien, nach den Mustern (auditiv, visuell, performativ, spielend und solitär) von Buchstäblichem und Wortwörtlichem ineinander: ‚Wenn wir heraushaben, warum uns die Dichter gefallen, dann wissen wir das übrige auch.‘ (Jean Paul)“

Oswald Egger, geboren 1963. Seine Prosa und Gedichte sind in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Seit 2011 ist er Professor für Sprache und Gestalt an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Egger lebt auf der Raketenstation Hombroich.

In Kooperation mit dem Institut für Germanistik und dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv

Dimi­tré Dinev und Didi Drobna sowie Innsbruck‐ liest‐AutorIn

Ort: Kulturplateau der Stadtbibliothek

Moderation: Anna Rottensteiner

[Innsbruck liest]

Lesung zum Sonnenuntergang

Die ehemaligen Innsbruck-liest AutorInnen Dimitré Dinev und Didi Drobna sowie Innsbruck- liest-AutorIn 2019 lesen aus neuen Werken.

Dimitré Dinev war im Jahr 2006 mit seinem Erzählband Ein Licht über dem Kopf (Deuticke) der dritte Innsbruck-liest-Autor. Dinev, 1962 in Plovdiv (BGR) geboren, lebt als Schriftsteller, Drehbuch- und Theaterautor in Wien. Er wird aus Unveröffentlichtem lesen.

Didi Drobnas Roman Zwischen Schaumstoff (Edition Exil) wurde 2016 zum Innsbruck-liest-Buch gekürt. Die Autorin, 1988 in Bratislava (SK) geboren, lebt seit 1991 in Wien. Sie wird aus ihrem aktuellen Roman Als die Kirche den Fluss überquerte (Piper 2018) lesen.

Und der/die Innsbruck-liest Autorin 2019? – Kommen Sie und hören Sie selbst!

Bei Schlechtwetter im Veranstaltungsraum der Stadtbibliothek

Beginn des 5. Lyrik­fes­ti­vals W:ORTE 2019

Ort: Literaturhaus, Stadtbibliothek, Wagner'sche, ORF Studio 3, Art Loft am LANSER SEE, Telfs Villa Schindler Obermarktstraße 45

5. Juni Dienstag Literaturhaus am Inn 19 Uhr

VOR_W:ORTE

Plakatausstellung: 101 Gedichtplakate: Ein Projekt der Offizin S.

Vitrinenausstellung: Von Versen bis zur konkreten Poesie

Vernissage

Grußworte: VR Ulrike Tanzer

Einführung: Christine Riccabona

Siegfried Höllrigl verfolgt seit 2003 das Vorhaben, 101 Gedichte im selben Format (35 x 50 cm) und von Hand im Bleisatz oder mit Holzbuchstaben zu drucken. Die erste Mappe mit 25 Gedichten von 23 Autorinnen und Autoren wird am Abend als Ausstellung im Literaturhaus eröffnet (mit Gedichten u.a. von Sepp Mall, Friederike Mayröcker, Klaus Merz, Ilma Rakusa, Jan Wagner, Joseph Zoderer).

Siegfried Höllrigl, geboren 1943 in Meran, seit 1987 Handpressendrucker in Meran; Herausgeber bibliophiler Editionen und Autor. Soeben ist sein Prosaband Mein Amerika in der edition laurin erschienen.

Zeitgleich sind in den Vitrinen die schönsten Gedichtmanuskripte aus den Beständen des Brenner-Archivs zusehen.

 

12. Juni Mittwoch – 18. Juni Dienstag
MEHR SPRACHEN - MEHR ORTE - MEHR WORTE
W:ORTE. Das 5. Lyrik-Festival

 

12. Juni Mittwoch Literaturhaus am Inn 19.30 Uhr

Lyrischer Wille – eigens für den Eröffnungsabend kreiertes mehrsprachiges Übersetzungskettengedicht mit Arno Dejaco (I), Carla Festi (I/A), Martin Fritz (A), Haris Kovačević (BIH/I), Gentiana Minga (ALB), Wolfgang Nöckler (I/A), Matthias Vieider (I)

 

13. Juni Donnerstag Stadtbibliothek 19.30 Uhr

Versopolis: das mehrsprachige europaweite Lyrikprojekt macht in Innsbruck Station.

Mit Petr Borkovec (CZ) und Luljeta Lleshanaku (ALB). Lesung auf Deutsch: Stefan Wancura

 

14. Juni Freitag Wagnersche Buchhandlung 19.30 Uhr

Wolf Wondratschek (D)

 

15. Juni Samstag ORF Studio 3, 20.15 Uhr

klang_sprachen: José F. A. Oliver (D/ESP) und Tiroler Kammerorchester InnStrumenti: Wundgewähr

 

16. Juni Sonntag W:ÖRTERSEE im Art Loft am LANSER SEE, 19.30 Uhr

Österreichisch-Schweizerische Begegnungen mit Isabella Feimer (A), Christian Futscher (A), Sascha Garzetti (CH), Michelle Steinbeck (CH), Christian Uetz (CH), Anja Utler (D/A).

 

17. Juni Montag W:ORTE in Telfs, Villa Schindler, Obermarktstraße 45

U. Elisabeth Sarcletti & José F. A. Oliver

In Kooperation mit der Bücherei & Spielothek Telfs

 

18. Juni Dienstag Literaturhaus am Inn 19.30 Uhr

NACH_W:ORTE

Limbus Lyrik: Daniela Chana und Katharina J. Ferner

Moderation: Bernd Schuchter

 

 

In Kooperation mit 8ung Kultur

Details folgen in Kürze in einem eigenen Programmheft!