Die nächsten Termine

Lyrik von Erich Käst­ner

Ort: Literaturhaus

Moderation: Sven Hanuschek

[widerlesen]

III – Ein Mann gibt Auskunft

“Und immer wieder schickt ihr mir Briefe,
in denen ihr, dick unterstrichen, schreibt:
Herr Kästner, wo bleibt das Positive?
Ja, weiß der Teufel, wo das bleibt.”


Die Wieder-Aufnahme der Reihe, in der Texte in Bezug auf die Gegenwart gegengelesen werden, startet mit der Lektüre von Gedichten von Erich Kästner, ausgewählt von Sven Hanuschek, der am Abend als Experte teilnehmen wird.
Den Textkorpus erhalten Sie nach der Anmeldung: literaturhaus@uibk.ac.at bis Montag, 3. Dezember 2018

Zu Gast: Die Lite­ra­ri­sche Soi­ree von Ö1

Ort: Literaturhaus

Ö1-Moderatorin Gudrun Hamböck diskutiert mit Veronika Schuchter (Inst. f. Germanistik, Innsbrucker Zeitungsarchiv), Boris Schön (Stadtbibliothek Innsbruck) und Gabriele Wild (Literaturhaus am Inn) über folgende Bücher:

• Nona Fernández: Space Invaders / Chilean Electric. Zwei Kurzromane, Septime Verlag 2018
• Lisa Halliday: Asymmetrie. Roman, Hanser 2018
• Heinz Helle: Die Überwindung der Schwerkraft. Roman, Suhrkamp 2018

Bern­hard Stro­bel & Gün­ter Wels

Ort: Literaturhaus

Moderation: Gabriele Wild

 
1. Lesung mit Suppenkreation von Christian Yeti Beirer

 

 

 

Tirol liest Österreich: Neue Texte

Bernhard Strobel: Im Vorgarten der Palme. Roman. Droschl Verlag 2018
Günter Wels: Edelweiß. Roman. Czernin Verlag 2018


Es könnte alles so schön sein: Ein junges Ehepaar mit neugeborener Tochter im selbstgeschaffenen Vorstadtparadies. Doch dann verstrickt sich das Ehepaar durch ein scheinbar harmloses SMS an den frischgebackenen Vater in eine Krise. Ist es eine Ehetragödie oder eine beißende Komödie, die Bernhard Strobel mit Im Vorgarten der Palme (Droschl) vorlegt? So trocken und ironisch wie der Roman sich zeigt, könnte der Grat nicht schmaler sein.

 

Unter dem Decknamen „Edelweiß“ war Rudolf Mahr im Jahr 1945 als Leiter eines geheimen Spezialkommandos der U. S. Air Force in den österreichischen Alpen im Einsatz. Als seine Tochter Jahre später Aufzeichnungen über die brisante Militäraktion findet, gerät das Bild ihres Vaters als Widerstandskämpfer ins Wanken. Günter Wels erzählt in Edelweiß (Czernin) die packende Geschichte eines Fallschirmagenten-Einsatzes im Zweiten Weltkrieg.

Vla­di­mir Vertlib & Nadi­ne Kege­le

Ort: Literaturhaus

Moderation: Robert Renk

 
2. Lesung mit Suppenkreation von Christian Yeti Beirer

 

 

 

Tirol liest Österreich: Neue Texte

Vladimir Vertlib: Viktor hilft. Roman. Deuticke 2018
Nadine Kegele: Und essen werden wir die Katze. Kremayr & Scheriau 2018

 

Als Kind war Viktor selbst ein Flüchtling nun versucht er, anderen zu helfen. Bilder aus der Vergangenheit vermischen sich mit der Gegenwart. Und dann noch die Nachricht, dass er eine Tochter hat, von der er nichts wusste. Mit großer Sensibilität erzählt Vladimir Vertlib in seinem Roman Viktor hilft (Deuticke) von großen Worten und kleinen Gesten.

 

Biografien kann man an- und ausziehen, sich umhängen oder sich daran aufhängen, zumindest literarisch. Biographien schreiben fest … Nadine Kegele verwebt in ihrem originell gestalteten Buch Und essen werden wir die Katze (Kremayr & Scheriau) mit dem roten Faden der biografischen Frage Gespräche, Zitate und Nachrichten zu literarischen Texten und lässt dabei die Genregrenzen weit hinter sich.

Regi­na Hil­ber & Eri­ka Wim­mer Mazohl

Ort: Literaturhaus

Moderation: Anna Rottensteiner

 
3. Lesung mit Suppenkreation von Christian Yeti Beirer
 

 

 

Tirol liest Österreich: Neue Texte

In der Reihe [Einblicke Ausblicke] lädt das Literaturhaus am Inn Tiroler Autorinnen und Autoren ein, aus ihren in Arbeit befindlichen Texten zu lesen.

Regina Hilber liest aus ihrem in Arbeit befindlichen Prosaband Galizien und die Ränder des Ostens. Eine Bestandsaufnahme im Gestern und Heute, ein literarischer Streifzug durch die heutige Westukraine bzw. das ehemalige Galizien und Lodomerien.

Erika Wimmer Mazohl liest aus ihrem unveröffentlichten Romanmanuskript Löwin auf einem Bein, der die Zerstörung einer Familie in einer Zeit von Extremismus und Gewalt zum Inhalt hat und die Leserinnen und Leser in vier Büchern von Italien nach Südindien bis ins Himalayagebiet nach Nepal führt.

David Fuchs & Vere­na Mer­mer

Ort: Literaturhaus

Moderation: Irene Zanol

 

4. Lesung mit Suppenkreation von Christian Yeti Beirer
 

 

 

Tirol liest Österreich: Neue Texte

David Fuchs: Bevor wir verschwinden. Roman (Haymon 2018)
Verena Mermer: Ultima Speranza (Residenz 2018)

Als angehender Arzt absolviert Benjamin ein Praktikum auf der Krebsstation. Dort trifft er auf seine Jugendliebe Ambros. Ambros‘ Körper ist voller Metastasen. Inmitten des Krankenhausalltags nähern sich die beiden behutsam wieder aneinander an. David Fuchs, selbst Onkologe, erzählt in seinem Debütroman Bevor wir verschwinden (Haymon 2018) die Geschichte der jungen Männer berührend und ohne jegliche Rührseligkeit.


Ein knallpinker Fernbus mit der Aufschrift SPERANZA macht sich an einem Dezemberabend auf den Weg von Wien nach Rumänien. Die Nachtfahrt bringt Menschen zusammen, die ihr Leben in den Grauzonen des europäischen Arbeitsmarkts verbringen. In Autobus Ultima Speranza (Residenz 2018) findet Verena Mermer eine Sprache für ein Leben, das ständig auf dem Sprung ist, für die Hoffnungen und Enttäuschungen, die Rastlosigkeit und strukturelle Gewalt, die es begleiten.

Dani­el Wis­ser

Ort: Literaturhaus

Moderation: Evelyne Polt-Heinzl

 

5. Lesung mit Suppenkreation von Christian Yeti Beirer
 
 

 

Tirol liest Österreich: Neue Texte

Österreichischer Buchpreis 2018

Daniel Wisser: Königin der Berge. Roman (Jung und Jung 2018)

Robert Turin, Mitte vierzig, will in der Schweiz sterben, denn dort könnte er selbst bestimmen, wann es so weit ist. Die Diagnose: Multiple Sklerose. Während sich sein Zustand verschlechtert, beschließt er, seinem Leben ein Ende zu setzen, bevor es zu spät ist. Doch so einfach ist das nicht: Herzzerreißend komisch erzählt Daniel Wisser in seinem Roman Königin der Berge (Jung und Jung 2018) von den letzten Dingen – und den vorletzten und vorvorletzten, vom Leben in seiner schrecklichen Schönheit und der Unmöglichkeit zu sagen, wann man es gut sein lassen kann.

Lju­ba Arn­au­to­vić & Mar­ko Dinić

Ort: Literaturhaus

Moderation: Joe Rabl

 
6. Lesung mit Suppenkreation von Christian Yeti Beirer
 

 

 

Tirol liest Österreich: Neue Texte

Ljuba Arnautović: Im Verborgenen (Picus 2018)
Marko Dinić: Die guten Tage (Zsolnay 2019)

Genofeva arbeitet in der Kanzlei des Oberkirchenrats in Wien. Es ist das Jahr 1944. Niemand ahnt, dass sie in ihrer Wohnung über Monate hinweg Menschen versteckt. Niemand weiß auch um ihre politische Vergangenheit, die sie selbst in größte Gefahr bringen könnte. Eindringlich schreibt Ljuba Arnautović in ihrem Debüt Im Verborgenen (Picus 2018) über eine Frau, deren stilles Heldentum unerkannt bleibt, deren beharrlicher Einsatz für das Richtige aber letztendlich Früchte trägt.

In einem Bus, dem täglich zwischen Wien und Belgrad verkehrenden „Gastarbeiter-Express“, rollt der Erzähler durch die ungarische Einöde. Jener Stadt entgegen, in der er aufgewachsen ist. In beeindruckenden Bildern erzählt Marko Dinić in seinem Debut Die guten Tage (Zsolnay 2019) zwanzig Jahre nach dem Bombardement von Belgrad von einer traumatisierten Generation, die sich weder zu Hause noch in der Fremde verstanden fühlt, die versucht, die eigene Vergangenheit zu begreifen, und um eine Zukunft ringt.