Die nächsten Termine

Zukunft / Uto­pie: Arbeit

Ort: Literaturhaus

Moderation: David Winkler-Ebner

[Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

Kathrin Röggla & Sascha Liebermann

Im dritten Teil der Reihe zum Thema Zukunft/Utopie wird sich das Montagsfrühstück dem Bereich der Arbeit widmen. Wie wird Arbeit in zukünftigen Gesellschaften organisiert sein? Können dabei alternative Modelle zur kapitalistisch organisierten Erwerbsarbeit funktionieren? Wie geht man mit zunehmender Automatisierung um und ist diese als Gefahr oder Chance zu begreifen? Können Ideen wie die des Bedingungslosen Grundeinkommens manche der möglichen Probleme der Zukunft lösen? Diese und weitere Fragen wollen wir beim Montagsfrühstück diskutieren.

Sascha Liebermann zum Modell des Bedingungslosen Grundeinkommens.

Lui­se Mai­er & Chris­toph Lin­her

Ort: Literaturhaus

Moderation: David Winkler-Ebner

Luise Maier: Dass wir uns haben. Roman. Wallstein 2017

Christoph Linher: Ungemach. Roman. müry salzmann 2017

[Premiere]

Lesung und Gespräch

 

Luise Maiers Debütroman ist ein Kammerspiel mit vier Beteiligten. Eine Familie: Mutter, Vater, der Bruder, die kleine Schwester. In kurzen Sequenzen erinnert sich die Schwester an das Familienleben, so alltäglich wie existentiell. Von eindringlichster Nähe ist die Rede und von sprachloser Distanz.

In Christoph Linhers erstem Roman verschlägt es den Rechtsanwalt Maurig ins Dorf seiner Großtante, von deren Existenz er bisher nicht gewusst hat. Obwohl von der Welt- und Lebenserzählung seiner greisen Verwandten mehr und mehr vereinnahmt, beschließt Maurig, seinen Aufenthalt für unbestimmte Zeit zu verlängern.

 

Luise Maier, geboren 1991, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut Biel, wo sie heute lebt.

Christoph Linher, geboren 1983, studierte Germanistik in Innsbruck, seit 2013 selbstständig als Texter, Korrektor, Musiker.

 

 

Doron Rabi­no­vici

Ort: Literaturhaus

Moderation: Robert Renk

Doron Rabinovici: Die Außerirdischen. Roman. Suhrkamp 2017

Außerirdische haben über Nacht die Erde erobert. Sie sind sanftmütig und bringen Aufschwung und Frieden, doch: sie bitten um Menschenopfer auf freiwilliger Basis. Über Spiele sollen die Auserwählten bestimmt werden. Wer mitmacht, dem winken enorme finanzielle Vorteile. Sol, der Protagonist des Romans, Mitbegründer eines Online-Magazins, ist mit einer rasch etablierten Talkshow dicht dran an den Ereignissen. Und die Fragen werden drängend: Wer ist mitschuldig, wer profitiert, wer begehrt auf?

Hören Sie dazu den Autor im Gespräch mit Ö1

Doron Rabinovici, geboren 1961 in Tel Aviv, lebt als Schriftsteller und Historiker in Wien.

 

 

Arno Camenisch & Roman Now­ka

Ort: Die Bäckerei, Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21 a

Arno Camenisch: Der letzte Schnee. Roman. Engeler Verlag 2018

Eintritt: Freiwillige Spenden

[Literatur außer Haus]

Der Schweizer Autor und Performer Arno Camenisch liest aus seinem neuesten Roman Der letzte Schnee. Wobei „lesen“ das falsche Wort ist, wenn man Camenisch kennt. Denn so originell wie er schreibt, so trägt er auch seine Texte vor – in seinem unvergleichlichen, melancholisch-humorvollen „Camenisch-Sound“. Musikalisch begleitet wird er dabei vom Gitarristen Roman Nowka, von dem wir sicher mehr hören werden wollen, darum wird er auch im Anschluss ein Konzert spielen. Wenn nur alles immer so einfach wäre!

Arno Camenisch, geboren 1978 in Tavanasa in Graubünden, schreibt auf Deutsch und Rätoromanisch. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er auch lebt.

Roman Nowka, geboren 1980 in Bern, Gitarrist, Sänger, Songwriter und Komponist, lebt in Biel.

 

 

 

Maria Tha­ler & Astrid Kof­ler

Ort: Literaturhaus

Moderation: Anna Rottensteiner

Astrid Kofler: Das Fliegen der Schaukel. Roman. Haymon 2017

Maria Thaler: Moi. Roman. Raetia 2017

Lesung und Gespräch

 

Zweimal Reisen in die Vergangenheit, zweimal bäuerliche Welten, doch aus völlig unterschiedlichen Perspektiven: In Maria Thalers Roman Moi sind es die gleichnamige Protagonistin und ihr Pflegesohn Federico, die sich nach Jahrzehnten in die gemeinsamen und doch so unterschiedlichen Erinnerungen aufmachen; in Astrid Koflers Roman Das Fliegen der Schaukel nimmt uns die nunmehr hochbetagte Ada, die als junges Mädchen unter dem Faschismus als Lehrerin in ein Südtiroler Bergdorf kam, mit in ihre persönlichen Erinnerungen, die beinahe ein Jahrhundert Südtiroler und italienischer Geschichte umfassen.

Astrid Kofler, geboren 1965 in Bozen, Journalistin, Filmemacherin, Journalistin.

Maria Thaler, geboren und aufgewachsen in Ulten, lebt als Psychotherapeutin in Bozen.

 

 

Ein Abend mit Oswald Wie­ner

Ort: Literaturhaus

Moderation: Josef Mitterer

Gespräch und Monolog

Das Literaturhaus am Inn freut sich sehr, Oswald Wiener als Gast in Innsbruck begrüßen zu dürfen. Oswald Wiener, geboren 1935 in Wien, hat als Kybernetiker, Sprachtheoretiker, Schriftsteller, Denker die österreichische Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt.

Begleiten wird ihn Josef Mitterer (geboren 1948), Philosoph, Außerordentlicher Professor für Philosophie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Zukunft / Uto­pie: Migra­ti­on

Ort: Literaturhaus

Moderation: Doris Eibl

Habib Tengour & Andreas Oberprantacher

Kein „Thema“ hat in den letzten Jahren die Politik und auch die Gesellschaft dermaßen gespalten wie Migration. Im Montagsfrühstück soll es aber nicht um tagespolitische Geschehnisse und aktuelle Entwicklungen gehen; vielmehr soll das Nachdenken über Migration sowohl die historische Dimension als auch den Zukunftsaspekt mitberücksichtigen, auch angesichts der globalen Entwicklungen (die auch in den letzten beiden Montagsfrühstücken Thema waren) wie z.B. Klimawandel, die tiefgreifenden Veränderungen in den Arbeitsprozessen, aber auch die Dynamiken von Krieg und Verfolgung. In der Geschichte der Menschheit stellt Migration ein zentrales Element dar. Denn war das „Wandern“ nicht schon immer ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung der Menschheit?

 

Habib Tengour, geboren 1947 in Mostaganem (Algerien), Lyriker, Soziologe und Anthropologe.

Andreas Oberprantacher, geboren 1974, studierte Philosophie, Geschichte, Europäische Ethnologie und Vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck, arbeitet am Institut für Philosophie in Innsbruck, Schwerpunkte: Philosophie in einer globalisierten Welt, Friedens- und Konfliktforschung.