Die nächsten Termine

Sepp Mall

Porträt Sepp Mall

Ort: Literaturhaus

Moderation: Christine Riccabona

Sepp Mall: Hoch über allem. Roman. Haymon 2017

Buchpräsentation

 

Eine einfühlsam erzählte Vater-Tochter-Geschichte - und eine vergangene Liebe.
Jakob weilt mit seiner Familie im Winterurlaub, als ihn ein unerwarteter Anruf erreicht: Emma, seine Tochter aus einer früheren Beziehung, ist am Telefon, ihre Mutter Maria liegt im Krankenhaus in ihrer Südtiroler Heimat. Sofort machen sich Jakob und Emma gemeinsam dorthin auf, um zu erfahren, was Maria zugestoßen ist. Es ist seine verloren geglaubte Tochter, die der Vater auf der Fahrt in die Südtiroler Heimat behutsam, aber beharrlich zurückgewinnt. Und, wie man in Rückblenden erfährt, war es seine große Liebe - Maria, die damals als Studentin in Wien ihrer Bergbauernherkunft zu entfliehen suchte ...

KULTUR UND DEMOKRATIE nach und vor den Wahlen

Postkartensujet Kultur und Demokratie

Ort: Treibhaus, Angerzellgasse

Moderation: Benedikt Sauer

Impulsvortrag von Michael Wimmer (Kulturwissenschaftler)
Statements von Verena Teissl (Kulturwissenschaftlerin) und Ivona Jelcic (Kulturjournalistin)
Publikumsdebatte unter der Moderation von Benedikt Sauer

In seinem Impulsreferat wird der Kulturwissenschaftler Michael Wimmer die Beziehungen zwischen Kulturschaffenden und Kulturpolitik  auf österreichischer Bundesebene beleuchten und in einem historischen Abriss die Veränderungen zwischen 1950 bis in die unmittelbare Gegenwart in den Blick nehmen. Während sich die staatliche Kulturpolitik nach den hochfliegenden Vorstellungen aus den 1970er Jahren zunehmend auf das Subventionieren und Funktionieren des Kulturbetriebs zurückgezogen hat, erleben wir seitens der  rechtspopulistischen Kräfte die Wiederbelebung einer bereits überwunden geglaubten Kulturalisierung von Politik entlang ethnischer Zuschreibungen. Staatliche Kulturpolitik zeigt sich gegenüber diesen neuen politischen Herausforderungen, die die mühsam erkämpften Grundlagen eines liberalen Demokratieverständnisses zu untergraben, konzeptiv bislang weitgehend unvorbereitet. In der Debatte werden sowohl die Bundesebene als auch die Landes- und Gemeindeebene  diskutiert als auch Strategien angedacht, um diesen Entwicklungen entgegenzutreten.

Michael Wimmer, Leiter von EDUCULT, Dozent an der Universität für angewandte Kunst Wien zu Kulturpolitikforschung sowie Lehrbeauftragter am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften der Universität Wien. Berater des Europarats, der UNESCO und der Europäischen Kommission in kultur- und bildungspolitischen Fragen. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Internationalen Konferenz für Kulturpolitikforschung.

Zukunft / Uto­pie: Robotik

Porträt Michael Deckert Isabella Feimer

Ort: Literaturhaus

Moderation: Doris Eibl

Mit Isabella Feimer und Michael Decker

Das Montagsfrühstück wird sich ab Oktober in mehreren Einheiten den Themen Zukunft und Utopie widmen, ausgehend von den Überlegungen, wie sich Zukunft in wesentlichen Bereichen des menschlichen Lebens heute schon denken lässt und welche Utopien damit verbunden sein können. Die erste ist der Robotik gewidmet: Wie verändern Roboter unsere Arbeitswelt, welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Welche Folgen hat es, dass Roboter immer menschenähnlicher werden? Wie verändert sich dadurch die Beziehung Roboter-Mensch? Sind Roboter stets das Eigentum von jemandem oder können sie freie Rechtssubjekte sein? Macht der Begriff ‚Freiheit‘ Sinn, wenn wir über Roboter sprechen? Was bedeutet das alles für das ‚Mensch-Sein‘?

Mario Schlem­bach & Eli­as Hirschl

Ort: Literaturhaus

Moderation: David Winkler-Ebner

Mario Schlembach: Dichtersgattin. Roman. Otto Müller Verlag 2017

Elias Hirschl: Hundert schwarze Nähmaschinen. Roman. Jung und Jung 2017

Lesung und Gespräch

 

Um ihn  zum größten Dichter seiner Zeit zu machen, hat Hedwig ihren Mann Hubert aus der tiefsten Provinz „gerettet“ und in die hohe Wiener Kulturgesellschaft eingeführt, doch das Meisterwerk blieb seit jeher aus. Mario Schlembachs Debütroman wirft nicht nur einen satirischen Blick auf die österreichische Kulturgeschichte, er ist auch eine Hommage an die oftmals im Schatten gebliebenen Stimmen der Literatur.

Nicht minder bissig ist der neue Roman des Österreichischen Poetry-Slam-Meisters des Jahres 2014, Elias Hirschl. Der Zivi, den alle nur den Zivi nennen, leistet seinen Dienst in einer Wohngemeinschaft für psychisch Kranke und zunehmend fällt es ihm schwer zu erkennen, warum die Betreuer Betreuer und keine Klienten sind…

Mario Schlembach, geboren 1985, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien. Seit 2012 freischaffender Künstler.

Elias Hirschl, geboren 1994, Schriftsteller und Musiker, 2014 Österreichischer Poetry Slam-Meister, veröffentlichte Slamtexte, Kurzgeschichten und nun seinen dritten Roman.