Die nächsten Termine

Das Wahre und das Schöne: Deutungshoheiten in Kunst und Wissenschaft

Ort: Literaturhaus

Moderation: Roland Psenner

Ulrich Metschl und Maria Peters im Gespräch

Die jüngere Kunstgeschichte ist geprägt vom Versuch, Defini­tionen, Grenzziehungen und Autoritäten zu hinterfragen und herauszufordern. Nicht selten führt das zu Verunsicherung: Und das soll Kunst sein? Leichter scheint es in der Wissenschaft, kann man da doch auf so genannte objektive Kriterien zurückgreifen. Dennoch finden in und zwischen Disziplinen Ab- und Ausgren­zung statt, dominante Diskurse und Paradigmen bestimmen, was als relevant, seriös und wahr anerkannt wird. Wer beansprucht Deutungshoheit, wie funktioniert sie? Wie können wir Offenheit schaffen, ohne dabei Maßstäbe aufzugeben?

Erika Wimmer Mazohl

Ort: Literaturhaus

Moderation: Anna Rottensteiner

Erika Wimmer: Orte sind. Lyriksammlung (edition laurin 2019)

Buchpräsentation

Andreas Gilgenberg: Saxophon/Klarinette

Martin Kolosz und Christoph Strolz

Ort: Literaturhaus

Moderation: Gabriele Wild

ln der Reihe [Einblicke Ausblicke] laden wir Tiroler Autorinnen und Autoren ein, aus ihrer Schreibwerkstatt zu berichten und aus aktuellen sowie unveröffentlichten Texten zu lesen.

Martin Pollack

Ort: Literaturhaus

Moderation: Joe Rabl

Martin Pollack: Die Frau ohne Grab. Bericht über meine Tante (Zsolnay 2019)

Lesung und Gespräch

In seinem neuen Buch Die Frau ohne Grab. Bericht über meine Tante (Zsolnay 2019) erforscht Martin Pollack die Hintergründe des Todes seiner Großtante Pauline im Sommer 1945 nach slowenischer Gefangenschaft nahe Maribor. Es ist nach Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater (2004) Pollacks zweites Werk, in dem sich Pollack mit der eigenen Familiengeschichte rund um die NS-Zeit auseinandersetzt.

Literatur Macht Politik

Ort: Literaturhaus

Lesung der IG Autorinnen Autoren Tirol

Politisches Handeln kann jede Aktivität, die das Gemeinwohl betrifft, einschließen. Auch in diesem Sinne ist Schreiben ein politischer Akt. Literatur und Politik waren und sind nämlich in vielfältiger Weise verbunden. Als Interessenvertretung ist die IG Autorinnen Autoren Tirol eine politische Stimme. 2019 ist von ihr zudem als „politisches Jahr“ definiert worden. In unterschiedlichen Projekten setzen sich dabei AutorInnen literarisch mit der Verknüpfung von Literatur und Politik auseinander. Am Abend werden einige IG-AutorInnen, die über eine interne Ausschreibung gefunden wurden, ihre politischen Stimmen erheben. 

Jonas Lüscher

Ort: Literaturhaus

Moderation: Andreas Oberprantacher

[Forum Freiraum] 

Jonas Lüschers Poetikvorlesung Ins Erzählen flüchten, die in Innsbruck zur Diskussion gestellt und im Frühjahr 2020 bei C.H. Beck veröffentlicht wird, handelt gleich mehrfach von Bewegung: von der Bewegung der Gedanken an der Grenze von Literatur und Philosophie, von Erklären und Beschreiben, aber auch von Allgemeinem und Besonderem, um vermittels diverser argumentativer Etappen zu zeigen, was es besagt, sich erneut auf die Möglichkeiten des Narrativen zu besinnen und sozusagen „ins Erzählen zu flüchten“.

Jonas Lüscher, geboren 1976 in Zürich, lebt als Schriftsteller und Essayist in München. Mit seiner Novelle Frühling der Barbaren war er 2015 Innsbruck-liest-Autor.

Eine Veranstaltung des Forschungsschwerpunkts Kulturelle Begegnungen - Kulturelle Konflikte in Kooperation mit dem Institut für Philosophie und dem Literaturhaus am Inn

Barbara Hundegger & Lissie Rettenwander

Ort: Literaturhaus

Barbara Hundegger: [ anich.atmosphären.atlas ]. Lyrik (Haymon)

Buchpräsentation mit Lesung und Musik

In ihrem neuen Lyrik-Band [ anich.atmosphären.atlas ] (Haymon) befasst sich Barbara Hundegger mit dem Tiroler Kartografen Peter Anich (1723–1766), der unter immensen Schwierigkeiten und ruinösem persönlichem Einsatz mit dem „Atlas Tyrolensis“ die erste einheitlich konzipierte Karte eines europäischen Landes geschaffen hat. Aus kleinsten Verhältnissen stammend, wird Anich zeitlebens aufgerieben zwischen Pflichten und Sehnsüchten, Verantwortungen und Träumen, körperlicher Überforderung und den Befehlen der Obrigkeiten. Wie diese Zonen aus Unvereinbarkeiten innerhalb eines einzelnen Menschen beschaffen sein können, welche Realitäten und welche Atmosphären sie prägen, aber auch erzeugen, dem geht Hundegger in ihrer unverkennbaren, poetisch wie gesellschaftspolitisch geprägten Sprache nach. 

Raoul Schrott

Ort: ORF Tirol Studio 3, Rennweg 14

Moderation: Martin Sailer

Raoul Schrott: Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier, der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal. Roman (Hanser, 2019)

Lesung und Gespräch

In seinem neuen Roman Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier, der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal (Hanser, 2019) erzählt Raoul Schrott die abenteuerliche Geschichte von Hannes aus Aachen, der vor 500 Jahren mit Magellans Flotte zu den Gewürzinseln aufbrach. Am Ende kehrt bloß ein einziges Schiff zurück. Unter den 18 Überlebenden ist auch „Juan Aleman“, der noch ein zweites und sogar drittes Mal zur Weltumsegelung aufbrach. Raoul Schrott ist dieser Nebenfigur der Weltgeschichte hinterhergereist und schenkt seinem Simplicissimus auf hoher See ein ganzes (neues) Leben.

Ludwig Laher

Ort: Literaturhaus

Moderation: Dirk Rupnow

Ludwig Laher: Wo nur die Wiege stand. Über die Anziehungskraft früh verlassener Geburtsorte. Essay (Otto Müller 2019)

Lesung und Diskussion

Ludwig Lahers literarischer Essay Wo nur die Wiege stand. Über die Anziehungskraft früh verlassener Geburtsorte (Otto Müller 2019) über früh verlassene Geburtshäuser Prominenter spürt unter anderem der Frage nach, was es mit der vielbeschworenen, kaum je aber nachvollziehbar begründeten Aura solcher Schauplätze auf sich hat. Wie gehen die Kommunen mit ihnen um, wie die Gedenkinstitutionen selbst? Welche Blüten treiben merkantile und/oder politische Erwägungen? Warum ziehen bloße „Windelorte“ überhaupt Neugierige an? Über diese und weitere Fragen diskutiert der Autor mit dem Zeithistoriker und Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät Dirk Rupnow und mit dem Publikum.

Karl Lubomirski zu seinem 80. Geburtstag

Ort: Literaturhaus

Moderation: Felizitas von Schönborn

„Vielleicht sollte man glücklich sein …“

Karl Lubomirski – Träumer, Dichter, Realist. Eine Auswahl aus Lyrik und Prosa. Hg. und mit einer Einleitung von Annette Steinsiek. Studienverlag 2019 (Edition Brenner-Forum 15)

Lesung

[Im Fokus: Brenner-Archiv]

Karl Lubomirskis Gedichte spiegeln Zärtlichkeit für das Universum in allen seinen Ausprägungen. Steine und Gebirge blicken auf lange Wege zurück und voraus, und Kunstwerke und Relikte zeugen von Menschen und ihrem Tun in der Geschichte. Die Menschen sind nur Teil, aber wirkmächtiger und oft destruktiver Teil des Ganzen – Verzweiflung und Appell werden geäußert oder klingen in den Gedichten mit.