Die nächsten Termine

Ursu­la Kre­chel

Ort: Literaturhaus

Moderation: Jochen Jung

Ursula Krechel: Geisterbahn. Roman. Jung und Jung Verlag 2018
Lesung und Gespräch

Mit ihrem Roman Geisterbahn setzt Ursula Krechel fort, was sie vielfach ausgezeichnet, mit Shanghai fern von wo und Landgericht begonnen hat: Sie folgt den Lebensspuren der Opfer und schafft aus historischen Zeugnissen ein bewegendes Bild deutscher Geschichte. Geisterbahn erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, die als Sinti der mörderischen Willkür des NS-Regimes ausgesetzt sind. Nach dem Krieg hat die Familie ihre Existenzgrundlage und jedes Vertrauen in Nachbarn und Institutionen verloren. Wer wie überlebt hat, danach fragt keiner. Die Geister der Vergangenheit, die sie mit niemandem teilen können, verharren über der Familie.

Andrea Wink­ler

Ort: Literaturhaus

Moderation: Schutti Carolina

Andrea Winkler: Die Frau auf meiner Schulter. Roman. Zsolnay Verlag 2018
Lesung

 

Ein Dorf an einem Fluss, eine Ruine, ein paarmal am Tag hält die Lokalbahn. Für Martha der Rückzugsort, um nach einer Reihe von Schicksalsschlägen wieder zu sich zu finden, zur Ruhe zu kommen. Zu vieles ist geschehen, als dass Martha weitermachen könnte wie bisher. Nach und nach – vom Winter bis zum Sommerbeginn – gelingt es ihr, sich dem Dorf gegenüber zu öffnen. Wie kaum eine andere Schriftstellerin sonst vermag Andrea Winkler die Dinge des Lebens – Freundschaft, Zugehörigkeit, Einsamkeit, Glück – mit einer sinnlichen, suggestiven und präzisen Sprache zu beschreiben.

Poli­ti­sche Betei­li­gung vom Sofa aus? Digi­ta­le Par­ti­zi­pa­ti­on und Demo­kra­tie

Ort: Literaturhaus

Moderation: Gabriele Wild

Martin Fritz und Natascha Zeitel-Bank im Gespräch

Das Internet und soziale Medien (wie Facebook oder Google) werden von vielen als Chance für die Demokratie gesehen, weil sie eine lebendige und vielfältige Partizipation vieler Menschen erlaubt, etwa in Form von Unterschriftenlisten oder Diskussionsforen. Andere wiederum warnen vor den Gefahren, wie Datenmissbrauch, Kommerzialisierung, Populismus oder Fake News. Im Montagsfrühstück diskutieren wir Chancen und Risiken digitaler Partizipation.

Martin Fritz, geboren 1982, Schriftsteller, Stückeschreiber, Performer, und Literaturwissenschaftler. Zuletzt: Emma UA Dramatikerfestival 2016

Natascha Zeitel-Bank, externe Lehrbeauftragte an der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften der Universität Innsbruck mit den Schwerpunkten auf Europäische Integration, Politische Kommunikation, Medien und Journalismus.

Josef Ober­hol­len­zer

Ort: Literaturhaus

Moderation: Christine Riccabona

Josef Oberhollenzer: Sültzrather. Roman, Folio Verlag 2018
Lesung und Gespräch


Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2018!

 

Und wenn all die Räume der Erde voll wären mit Erinnerung? – Nach dem Sturz vom Baugerüst und der folgenden Querschnittslähmung beginnt Vitus Sültzrather zu schreiben. Es ist ein Schreiben gegen das Vergessen: Wie besessen, akribisch genau, vertraut er die Details, die nur er wissen kann, dem Papier an. Doch dann beginnt er das, was er aufgeschrieben hat, wieder zu vernichten, Seite für Seite abkratzend, abschabend, ein Vernichtungsfeldzug, der von seiner Umgebung, seiner Schwester, der Zugehfrau und deren Tochter nicht gestoppt werden kann.

 

Karl‐Markus Gauß

Ort: Literaturhaus

Moderation: Anna Rottensteiner

Karl-Markus Gauß: Die Bibliothekarinnen von Renens. 2018 Otto Müller Verlag.
Lesung und Gespräch

 

Die Reden, die Karl-Markus Gauß im Lauf seines Schriftstellerlebens auf Einladung gehalten hat, stellen eine beeindruckende Facette seines Schreibens dar. Er gibt dem Genre in stilistischer Brillanz gleichzeitig das Literarische zurück so wie er dessen Grenzen unbekümmert überschreitet. Eine Auswahl von Reden aus den letzten 17 Jahren ist nun unter dem Titel Die Bibliothekarinnen von Renens im Otto Müller Verlag erschienen.

 

 

 

Impro‐Lesebühne mit Ste­fan Aber­mann, Mar­tin Fritz, Peter Gia­co­muz­zi, C.H. Huber, Käthl und Ramo­na Pohn

Ort: Literaturhaus downstairs

Aktionstag #WasKannLiteratur

Am Aktionstag erwartet Sie eine Tiroler Lesebühne der besonderen Art: Inspiriert von Ihren Beiträgen zur Aktion werden 6 Literatinnen und Literaten live Texte produzieren und vortragen. Außerdem präsentieren sie Amüsantes und Extraordinäres aus ihren Text-Mappen und Büchern. Seien Sie dabei und feiern Sie mit uns einen Abend lang die Möglichkeiten der Literatur!

Ilin­ca Flo­ri­an

Ort: Literaturhaus

Moderation: Gabriele Wild

Ilinca Florian: Als wir das Lügen lernten. Roman. Karl Rauch Verlag 2018 
Lesung und Gespräch

Bukarest, Ende der achtziger Jahre. Der unbeschwerte Sommer, den die Familie am Schwarzen Meer verbracht hat, ist vorbei. Mit dem Herbst und der Rückkehr in die Großstadt ziehen auch die Sorgen des sozialistischen Alltags wieder ein. Die junge Erzählerin berichtet von der Welt der Erwachsenen und der Frage, die über allem schwebt: Gehen oder bleiben? Die Heimat verlassen und in eine Fremde reisen, die ein freies und unbeschwertes Leben verspricht? In direkter, unmittelbarer Sprache erzählt Ilinca Florian in ihrem Debutroman von einer Gesellschaft im Umbruch.

Ilinca Florian, 1983 in Bukarest geboren, aufgewachsen in Tirol, lebt in Berlin. Arbeitet als Werbetexterin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Die Tragikomödie Blind und Hässlich (gemeinsam mit Regisseur Tom Lass) erhielt zahlreiche Auszeichnungen u.a. den German Independent Award beim Filmfest Mainz.

©Phillip Kaminiak

 

Einen Auszug aus dem Roman finden Sie im Inn-Lesebuch.