Veranstaltungen

Thomas Stangl

Stangl Buchcover

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Maria Piok

Thomas Stangl: Quecksilberlicht. Roman (Matthes & Seitz)

Nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2022

[Mein Jahr mit … ] Joan Didion

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Veronika Schuchter & Gabriele Wild

Von der kalifornischen Einzelgängerin zur New Yorker Intellektuellen ­ Joan Didion (1934-2021) war in den USA schon lange eine Ikone, in Europa wurde man erst durch ihren großen Trauertext Das Jahr des magischen Denkens (2005) auf sie aufmerksam. Mit ihrem vielseitigen Schaffen, etwa ihren Essays über die Hippiebewegung oder ihrer legendären Textsammlung Das weiße Album (1979), sezierte sie seit den 1960er Jahren mit ihrer entlarvenden, unsentimentalen Sprache die amerikanische Gesellschaft. Sie schrieb für die Vogue und den New Yorker, griff kontroversielle Themen wie die brutalen Serienmorde Charles Mansons auf und forderte ihre Leser*innen durch ihren eigenwilligen und analytischen Zugang u.a. mit Romanen wie Demokratie (1984) heraus.

Die Literaturwissenschaftlerin Veronika Schuchter und Gabriele Wild lebten ein Jahr mit den Werken Joan Didions, ließen sich von ihr inspirieren, tauschten sich mit Autor*innen aus und fanden erstaunlich viele Bezüge zu unserer krisengebeutelten Zeit. Es entwickelte sich ein besonderes Lebens- und Lesegefühl, das an diesem Abend auch mittels eines eigens ausgewählten Soundtracks dargestellt werden soll.

 

Norbert Gstrein

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Ulrike Tanzer

Norbert Gstrein: Mehr als nur ein Fremder. Roman Hanser 2023

Eine Premiere: Norbert Gstrein liest aus seinem noch unveröffentlichten Essayband (Hanser, April 2023). Zum ersten Mal gibt er Auskunft über sein Schreiben und sein Werk. Er spürt Empfindungen wie Scham, Schuld und Angst nach und blickt auf den Zusammenhang von Literatur, Wissenschaft und Wahrheit. Und er erzählt von den Lektüren seines Lebens: von William Faulkner über Toni Morrison bis hin zu Franz Kafka. „Jetzt kommen sie und holen Jakob“ lautet der erste Satz seines ersten Buches – davon ausgehend spannt der Autor einen Bogen bis in die Gegenwart und leuchtet die Echoräume seines Erzählens aus. Wer ist das „Ich“ in seinen Romanen? In welcher Verbindung stehen Schreiben und Moral? Was haben Gauß und die Mathematik mit allem zu tun? Und kann man ein amerikanischer Schriftsteller sein, obwohl man in Tirol aufgewachsen ist?

Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Er zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und wurde mit zahlreichen Preisen bedacht – u.a. 2019 mit dem Österreichischen Buchpreis, 2021 mit dem Thomas-Mann-Preis. Zuletzt ist sein Roman Vier Tage, drei Nächte (Hanser 2022) erschienen.