Anita Pichler: „Ich wollte fahren, um nicht zu verliegen“

Ort: Literaturhaus

Eine Annäherung von Barbara Siller und Erika Wimmer

Anita Pichler, 1948 in Schenna / Südtirol geboren, 1997 in Bozen gestorben, hat ein sehr vielfältiges und spannendes Werk hinterlassen. Es überrascht immer wieder in seiner Rätselhaftigkeit und Subversivität: Aufbrüche, Reisen, die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Begegnungen sowie ein fortwährendes Fremdheitsgefühl sind einige der Schlüsselthemen. Formal ragt die Autorin aufgrund ihrer originellen, assoziativen und motivorientierten Schreibweise heraus. Anita Pichler zog mit 17 Jahren nach Triest. Sie studierte in Venedig und Prag Moderne Sprachen und Literatur. In Venedig arbeitete die Autorin als Übersetzerin, Dolmetscherin, Verlagsredakteurin sowie als Universitätslektorin. 1986 erschien ihre erste Erzählung Die Zaunreiterin im Suhrkamp Verlag, mit der sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teilnahm. In der Folge veröffentlichte sie die Erzählungen und Texte Wie die Monate das Jahr (1989, Suhrkamp), Die Frauen aus Fanis (1992, Haymon), Beider Augen Blick. Neun Variationen über das Sehen (1995, Haymon).

    Siller, Barbara

    geboren 1977 in Sterz­ing, Studi­um der Deutschen Philolo­gie und Roman­is­tik an den Uni­ver­sitäten Inns­bruck und L’Aquila, Öster­re­ich-Lek­torin am Depart­ment of Ger­man / Uni­ver­si­ty Col­lege Cork, IRCHSS-Stipen­di­atin am Depart­ment of Ger­man­ic Stud­ies / Trin­i­ty Col­lege Dublin. Seit 2013 Post­dok­torandin am Brenner-Archiv.