Veranstaltungen 1997

Lite­ra­tur­haus am Inn, eine neue Adres­se, eine neue Bekanntschaft

Ort: Literaturhaus am Inn

Ein Haus der Literatur und für die Literatur

Noch ein Innsbrucker Literaturschauplatz? Die Literatur in der Universität? Institutionalisierte Literatur?

Literaturhaus, das ist ein großer Begriff. Ein zu hoher Anspruch? Oder schlicht eine weitere Möglichkeit für Innsbruck und Tirol?

Die Gött­li­che Komödie

Ort: Literaturhaus am Inn

Vernissage zur Ausstellung - Markus Vallazza

Inferno: 34 Radierungen
Galerie Thomas Flora
Herzog Friedrich-Straße 5, 3. Stock
Di. - Fr. 15-19 Uhr, Sa. 10-13 Uhr
Vernissage 27.5.1997, 19 Uhr
Dauer: 28.5.-14.6.

"Dante trat seine Wanderung in der ,Mitte des Lebens an. Vallazza war ebenso neunundvierzig Jahre alt, als er damit begann, an Dantes großem Buch zu zeichnen, um in seinem Metier tunlichst etwas annähernd Imposantes zu bewerkstelligen. Er wußte, daß er sich damit die Latte höher als hoch gelegt hatte." (Otto Breicha)

Die ande­re Sei­te. Bild. Klang. Text

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Anne Zauner

Grenzgänge in der österreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts

Ausstellung vom 13. - 24. September (Mo-Fr 9-12, 14-17 Uhr)
Vernissage 12. September, 20 Uhr.
Mit einer Einführung von Anne Zauner.

Bild, Klang, Text: In unserem Jahrhundert lassen sich keine festen Grenzen mehr ziehen; die Kunst fächert sich auf in die Künste, oder, nach einem Wort Adornos: ihre Demarkationslinien haben sich verfranst. Die Künstler greifen zur Musik, und es entstehen Bilder, sie nehmen Buchstaben, und es entsteht Musik. Sie wechseln ihre Werkzeuge; Musik, Malerei und Literatur entstehen parallel, durchdringen und polarisieren sich.

Fer­di­nand Schmatz

Ort: Literaturhaus am Inn

Ferdinand Schmatz legt in seinem neuen Buch poetische Kunstbetrachtungen vor, die versuchen, neue Wege der Annäherung an Kunstwerke zu finden. Dabei entfernt er sich von der üblichen beschreibenden Analyse: Seine sprachliche Darstellung beinhaltet sowohl Elemente analytischer Untersuchung als auch der sinnlichen Wahrnehmung. So schafft er in seiner Sprache die Bildräume und Bildwelten von Kunstgegenständen neu. Bild, Abbild und Sprache werden zu einem dichten Sinngeflecht verwoben, das sowohl die Komplexität als auch die Symbolhaftigkeit der Kunstwerke erschließt.

Chris­ti­ne Lavant: Herz auf dem Sprung

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Annette Steinsiek

Die Briefe an Ingeborg Teuffenbach

Lesung und Buchpräsentation,
Bettina Redlich liest aus dem neu erschienenen Buch
und aus Die Schöne im Mohnkleid von Christine Lavant.

Die in Herz auf dem Sprung erstmals ver- öffentlichten Briefe Christine Lavants (1915-1973) an ihre Freundin Ingeborg Teuffenbach geben einen Einblick in äußere und innere Stationen des ungewöhnlichen Lebensweges der Dichterin. Man sieht Christine Lavant in ihrem Beziehungserleben, im Umgang mit anderen, mit dem Problem des Nicht-mehr-schreiben-Könnens, in Verzweiflungen und Beobachtungen, in ihren Sehnsüchten und Haltungen.

Jes­se­nin und Zwetajewa

Ort: Literaturhaus am Inn

Eva Binder und Erika Wimmer lesen auf Russisch und Deutsch

Bilder in Gouache- und Mischtechnik - Ausstellung von 11. - 31. Oktober 1997 - (Mo-Fr 9-12, 14-17 Uhr)
Vernissage 10. Oktober, 20 Uhr
Künstlerinnengespräch mit Martha Murphy.

Work­shop für Schrei­ben­de und Theaterleute

Ort: Literaturhaus am Inn

Ein Pilotprojekt, gemeinsam mit dem Tiroler Landestheater

Die Phase, in der ein Stück fertig geschrieben ist und der Prozeß der Realisation auf der Bühne beginnt, ist konfliktträchtig: Die Schreibenden haben ihren Text zu verteidigen, die Theaterleute haben für das Funktionieren des Textes im Spiel zu sorgen. Für beide Seiten kann es interessant sein, genau diese Spannung gemeinsam produktiv zu nutzen.

Ger­hard Ruiss und Dr. Wolf­gang Mentrup

Ort: Aula der Universität, Innrain 52

Podiumsdiskussion mit ExpertInnen.

91,5% der österreichischen Autorinnen und Autoren sind mit den Ergebnissen der Rechtschreibreform nicht einverstanden, aber auch einige Politiker, Literatur- und Sprachwissenschaftler erheben schwere Bedenken.

Mar­tin Kubaczek

Ort: Literaturhaus am Inn

Überfüllte U-Bahn und Seelengarten am Some-i

Some-i" bedeutet wörtlich "Färbe-Brunnen". Farben als Lebenszeichen durchziehen Kubaczeks neue Prosa, eine Sammlung japanischer Notate, entstanden auf Wanderungen durch den "Seelengarten am Färbebrunnen" und auf der Fahrt in der stets überfüllten Ringlinie der Yamanote-Sen.