Veranstaltungen 2003

Chris­tia­ne Geets, c.h. huber, Hans Augus­tin, Gerold Haus­berg und Bern­hard Sandbichler

Ort: Literaturhaus

Ein langer Leseabend in lockerer Atmosphäre. - willige Spenden

Für die Jurorinnen des von der TT ausgeschriebenen Feuilletonpreises stand eines fest, noch bevor die Preisträger ermittelt wurden - es muss eine Nachlese geben. Zu schade wäre es, würden diese 5 Feuilletons, wie sie unterschiedlicher in Thematik, Stil und Pointierung nicht sein könnten, in der Schublade bzw. auf der Festplatte verschwinden würden. Daher lädt das Literaturhaus am Inn zu einem Folgeabend ein, der so sein soll, wie das Feuilleton selbst: unterhaltsam, aktuell, kritisch, spritzig!

Uwe Timm

Ort: Literaturhaus

[Literatur als Ware]

Rot (Kiepenheuer&Witsch 2001). Stefan Neuhaus führt im Anschluss daran ein Gespräch mit Uwe Timm und dem Lektor Martin Hielscher zum Thema Wie ein Buch entsteht. - willige Spenden

Neu­es von­Lina Hof­städ­ter & Eri­ka Kronabitter

Ort: Literaturhaus

Lesungen, Autorinnengespräche. Die beiden Autorinnen lesen aus ihren im Milena Verlag erschienen Büchern Friederikenbriefe und Hungrige Tage. Einführung und Moderation: Irene Prugger. Gemeinsam mit der GAV Tirol. - willige Spenden

In den "Friederikenbriefen" steckt eine allumfassende Korrespondenz, die genauso gut auf der Gattungsart der "Briefe" wie auf der singulären Person von "Friederike" basiert. Nicht nur fremde Texte und Textabschnitte, auch das fremde Schicksal wird als eigenes angenommen. (aus dem Vorwort von Klaus Kastberger)
Erika Kronabitter, geb. 1959 in Hartberg/St. Lebt seit 1965 in Vorarlberg. Publikationen, u.a. in der edition das fröhliche Wohnzimmer, Wien. Preise, zuletzt: 1. Preis beim Prosapreis Brixen/Hall (2001) und Einladung zur DramatikerInnen-Werkstatt des Tiroler Landestheaters (2002).
In Hofstädters Roman Hungrige Tage stellt sich die Protagonistin Molly im Zuge einer Therapie wegen ihrer Fresssucht mutig der Vergangenheit. Ihre Geschichte ist zugleich die einer ganzen Generation - geprägt durch Aufbrüche, Scheitern und Neuanfänge - und verläuft parallel zu den politischen Entwicklungen zwischen 1968 und 1989.
Lina Hofstädter, geb. 1954 in Lustenau/Vbg. Veröffentlichungen: Tillmans Schweigen. Roman (Innsbruck 1993), Beiträge in Anthologien und Zeitschriften. Literaturpreise, u.a. das Österreichische Staatsstipendium für Hungrige Tage.
Irene Prugger, geb. 1959 in Hall/Tirol, seit 1988 freie Journalistin und Autorin.

Josef Leit­geb — Das unver­sehr­te Jahr

Ort: Literaturhaus, Kulturlabor Stromboli, Krippgasse 11, Hall

Donnerstag, 6. Februar, 20 Uhr Literaturhaus am Inn
Freitag, 7. Februar, 20 Uhr Kulturlabor Stromboli, Krippgasse 11, Hall

Das unversehrte Jahr. Performance von Wolfgang Kindermann nach dem Roman von Josef Leitgeb. - willige Spenden

Mar­gret Kreidl

Ort: Literaturhaus

Laute Paare (Edition Korrespondenzen 2002) mit gleichzeitiger Eröffnung der neuen Literaturhaus-Reihe Raum auf für Kunst! mit Bild-Projektionen von Daniela Span. - willige Spenden

Ali­cia Koza­meh und Rei­na Roffé

Ort: Literaturhaus

Moderation: Erna Pfeiffer

Die argentinischen Schriftstellerinnen Alicia Kozameh und Reina Roffé lesen aus ihren Werken.

Für Beide Autorinnen schreiben unter den Bedingungen der Entwurzelung, der Transkulturalität, des immer nur Vorläufigen und Vorübergehenden. Alicia Kozameh und Reina Roffé leben heute im Exil. Sie berichten über ihre Erfahrungen und lesen aus neueren Werken (spanisch und deutsch).

Alan Levy

Ort: Literaturhaus

Vortrag von Alan Levy in englischer Sprache (eine gekürzte deutsche Fassung liegt auf). Eine Veranstaltung des Instituts für Politikwissenschaft im Literaturhaus.

Den nicht-gläubigen amerikanischen Juden Alan Levy verschlug es 1971 in Adolf Hitlers Geburtsland. Hier in Österreich wurde ihm oft und auf vielfältige Weise sein Judentum bewusst gemacht: Sei es bei einer Begegnung der unheimlichen Art mit einem Antisemiten in einer Wiener Straßenbahn, sei es bei einem Interview mit Bruno Kreisky über dessen Judentum, oder bei einer Zugfahrt in Gesellschaft eines Weltkriegsveteranen, dem es leid tat, dass Hitler seine Arbeit nicht zu Ende gebracht hat. An diesem Abend reflektiert Levy über seinen langjährigen Aufenthalt in Österreich und erklärt, warum er schließlich sein Buch über Simon Wiesenthal als Liebeserklärung an Wien schrieb.

Mar­ga­reth Obexer

Ort: Literaturhaus

Buchpräsentation und Lesung mit der Autorin Margareth Obexer und der Schauspielerin Christina Khuen.
Offener Raum für Kunst! Foto-Projektionen von Michaela Niederkircher


Margareth Obexer ist eine Autorin, die sich in mehreren literarischen Genres bewegt, sprachlich aber dennoch klar und geradlinig ihren Weg geht. An diesem Abend wird sie Essays aus Das Herz eines Bastards (Athesia 2002) lesen, die Schauspielerin Christina Khuen wird einen Monolog aus dem Stück Die Störung vortragen, ein Drama über die zerstörerische Kraft von Zuschreibungen von außen, das als Auftragsarbeit der Vereinigten Bühnen Bozen entstanden ist und zur Zeit in Südtirol aufgeführt wird.

Ire­ne Prugger

Ort: Literaturhaus

Moderation: Bernhard Sandbichler

Nackte Helden... und andere Geschichten von Frauen(Skarabaeus 2003).

Komik und Tragik der Beziehungen zwischen den Geschlechtern bilden den Reiz in Irene Pruggers Erzählen, aber damit ist das Reservoir bei weitem nicht ausgeschöpft: Hier paaren sich nicht bloß Geschlechter, sondern Ironie und Gefühl, Witz und Aberwitz, Alltag mit ganz und gar nicht Alltäglichem, hier prallen Phantasie und Wirklichkeit aufeinander. Spannungsreiche Dramaturgie und raffinierter Perspektivenwechsel halten die Leser bei der Stange, und man findet Seite für Seite jene perfekte Prosa, die fesselt und fasziniert.

Lite­ra­tur digitalisiert

Ort: Großer Lesesaal der Universitätsbibliothek, Innrain 52

Gregor Bloéb liest aus dem Bestand der größten Online-Bibliothek Österreichs aus Anlass ihres 1. Geburtstags. Mit einer kurzen Einführung von Günter Mühlberger. Im Anschluss: Tiroler Buffet

Der Abend bietet eine tour-de-force durch die größte frei im Internet zugängliche Sammlung digitalisierter Werke in Österreich und ein vielstimmiges Konzert zu 600 Jahren österreichischer Kultur- und Geistesgeschichte. Altehrwürdige Herren wie Grillparzer, Pichler oder Hormayer kommen ebenso zu Wort wie Vertreterinnen der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts oder die Centrale Bücher Censur mit ihrer Liste der im Jahr 1830 mit allerhöchster Genehmigung verbothenen Werke und Manuskripte.