Veranstaltungen 2003

Michael Guttenbrunner

Ort: Literaturhaus

Moderation: Johann Holzner

Der Autor Michael Guttenbrunner liest aus den Schriften von Mechtilde Lichnowsky und aus eigenen Werken. - Willige Spenden

Mechtilde Lichnowsky (1879 - 1958). Die mit Karl Kraus befreundete Schriftstellerin war eine entschlossene Gegnerin des NS-Regimes, trat nicht der Reichsschrifttumskammer bei und verzichtete darauf zu publizieren. Sie wurde vertrieben und lebte seit 1946 in London. Mechtilde Lichnowsky schrieb Prosa, Dramen, Essays. Themen ihrer Werke sind Künstlertum, Politik, das Verhältnis der Geschlechter, die Darstellung einer untergehenden aristokratischen Gesellschaft und Kultur. Eine Abrechnung mit dem NS-Staat stellen ihre "Gespräche in Sybaris" dar, in denen die barbarischen Zerstörer der hochkultivierten Phäakenstadt Nationalsozialisten ähneln. Mit Karl Kraus teilte sie das Streben nach sprachlicher Präzision, die leidenschaftliche Kritik an "Sprachverbrechen" und die Neigung zum Aphorismus.

 

    Zoran Konstantinovic und Fridrun Rinner

    Ort: Literaturhaus

    Moderation: Johann Holzner

    Eine Literaturgeschichte Mitteleuropas (Studienverlag, 2003) von Zoran Konstantinovic und Fridrun Rinner. Buchpräsentation auf Einladung des Forschungsinstituts Brenner-Archiv. - Willige Spenden.

    Mitteleuropa war abseits politischer und ökonomischer Grenzziehungen über Jahrhunderte hinweg ein weitgehend zusammenhängender Kulturraum, der sich durch gemeinsame historische und kulturelle Erfahrungen ebenso konstituierte wie durch direkte Beeinflussungen. Mit ihrer "Literaturgeschichte Mitteleuropas" begeben sich Zoran Konstantinovic und Fridrun Rinner auf eine Spurensuche von der Antike über Mittelalter, Humanismus und Renaissance, Barockzeit, Aufklärung, Romantik und Moderne bis in die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und geben so erstmals einen zusammenhängenden, detaillierten Überblick zur Literaturgeschichte dieses Raums. Ihre Reflexionen weisen in Mitteleuropa einen geistigen und kulturellen Zusammenhang nach, der sich über die Jahrhunderte entwickelte und der Mitteleuropa gerade durch Gegensätze und Widersprüche zu einem vieldimensionalen und polykulturellen Raum vereinte.

      Silke Scheuermann

      Ort: Literaturhaus

      Moderation: Robert Huez

      Willige Spenden.

      Die Lyrikerin Silke Scheuermann ist die erste Stipendiatin des Literaturstipendiums Lana, das vom Verein der Bücherwürmer in Lana zusammen mit der Marktgemeinde Lana alle zwei Jahre vergeben wird. Die Autorin liest aus ihrem Lyrikband Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen. (Suhrkamp 2001) sowie neue Texte.
      Kurt Drawert schreibt über ihre Lyrik: Hier aber ist die Liebe mehr noch als ein individuelles Ereignis ein Motiv, und es ist das menschliche Urmotiv schlechthin: auf der Suche nach dem anderen zu sein, der eine gültige Antwort auf den Einzelnen ist. Dass sie ausbleibt - und vermutlich immer -, davon handelt ein Grossteil der Gedichte dieser schmalen, in vier Kapitel gut gegliederten Sammlung.

        Gaismair-Jahrbuch 2004

        Ort: Literaturhaus

        Buchpräsentation durch die HerausgeberInnen Lisa Gensluckner, Horst Schreiber, Ingrid Tschugg, Alexandra Weiss und einige AutorInnen. Mit Dias von Hannes Schlosser zu den Kunstwerken von Alois Schild.
        - Willige Spenden

        Vor 25 Jahren, im Juni 1977, wurde in Sterzing/Südtirol die Michael-Gaismair-Gesellschaft gegründet. Die Intention dabei war, bezugnehmend auf die widerständige Persönlichkeit Michael Gaismairs, kritische Traditionen in der Geschichte und Politik Tirols sichtbar zu machen und daran anzuknüpfen.

          Lesung mit Elfriede Gerstl

          Ort: Literaturhaus

          Schreibweisen - Poetologien. Die Postmoderne in der österreichischen Literatur. (Milena, 2003). Buchpräsentation mit den Herausgeberinnen Hildegard Kernmayer und Petra Ganglbauer im Gespräch mit Sieglinde Klettenhammer.

          - Willige Spenden

          [Raum auf für Kunst!]mit Anna Maria Mackowitz und Gitti Schneider

          Die Anthologie gibt Einblicke in das breite Spektrum der Schreibpositionen zeitgenösssicher österreichischer Schriftstellerinnen: Elfriede Czurda, Anna Mitgutsch, Elfriede Gerstl, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Elisabeth Reichart, Sabine Scholl, Marlene Streeruwitz, Margeret Kreidl, Friederike Mayröcker u. a. sind mit ihren poetologischen Selbstverortungen vertreten. Von literaturwissenschaftlicher Seit sind ihnen essayistische Annäherungen von renommierten Wissenschafterinnen gegenübergestellt - in einer Art Spiegelungsverfahren, das auch an diesem Abend zur Wirkung gelangen soll: Die Autorin Petra Ganglbauer, sowie die beiden Literaturwissenschaftlerinnen Hildegard Kernmayer und Sieglinde Klettenhammer entwickeln Dialoge über Schreiben und Text-Zugänge.

          Als "special guest" wird die Autorin Elfriede Gerstl aus ihren Texten lesen.

          [Raum auf für Kunst!]