Veranstaltungen 2006

nach Japan

Ort: Literaturhaus

Buchpräsentation mit AutorInnen, Verlegerin und Herausgebern

nach Japan ist eine Sammlung von Texten auf Deutsch schreibender AutorInnen, erweitert um drei Beiträge von Kenzaburô Ôe, Takashi Hiraide und Yoshikichi Furui sowie einem Essay zur Reiseliteratur in Japan. "Japan" als Motiv in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ist ein interessanter Aspekt dieser Sammlung, ein zweiter ist die Frage nach Sinn und Zweck des Reisens in unserer digitalisierten Welt, in der die herkömmlichen Strukturen von Raum und Zeit außer Rand und Band geraten sind. Die Beiträge von Libuse Moníková, SAID und Yoko Tawada als transnationale und -kulturelle Brückenbauer oder Grenzensprenger sind schließlich eine dritte Möglichkeit, sich mit diesem Buch zu beschäftigen.

Die Herausgeber, Peter und Renate Giacomuzzi, die nach siebzehn Jahren in Tokyo wieder in Innsbruck leben, wollten sich mit nach Japan eine Art "Abschieds-" und "Willkommensgeschenk" machen.

Claudia Gehrke vom k Verlag hat mit vielen Fotos von Magdalena Kauz und den Reiseaquarellen von Christian Rothmann den Texten jene Leichtigkeit verliehen, die jede Reise braucht, um nicht eine beschwerliche zu werden.

 

    Schattenkämpfe. Literatur in Osttirol (Studien Verlag 2006)

    Ort: Literaturhaus

    Moderation: Sandra Unterweger

    Grußworte: Landesrätin Dr. Elisabeth Zanon. Es lesen und erzählen Dietmar Eder, Hans Salcher, Uwe Ladstädter

    Musik: zwieharmonika (Frajo Köhle und Siggi Haider)

    Abseits, wie Christoph Zanon eine seiner schönsten Geschichten genannt hat, scheint Osttirol nicht nur geografisch und verkehrstechnisch zu liegen, auch um die Literaturlandschaft jenseits des Felber-tauerntunnels wissen nur Eingeweihte.
    Osttirol bleibt trotz der Eröffnung dieses Tunnels, der seit 1967 eine bessere Verbindung zu Nordtirol ermöglichen sollte, der wohl abgelegenste Teil Tirols. Der Band Schattenkämpfe - Literatur in Osttirol
    (Studienverlag) beleuchtet zum ersten Mal diese Literaturlandschaft, Essays und Texte führen auf eine literarische Reise und laden einmal da und einmal dort zu längerem Verweilen ein.

     

      Grenzverkehr. Essays, Kurzgeschichten und Gedichte aus 11 Ländern (Drava 2006 )

      Ort: Literaturhaus

      21 Schriftsteller und Schriftstellerinnen, alle Gäste des "Writers in Residence"-
      Programms von Kultur Kontakt Austria erzählen in ihren Beiträgen zu dieser vielsprachigen Anthologie von ihren sehr persönlichen Grenzerfahrungen, von ihrer Kindheit und Jugend hinter dem Eisernen Vorhang, als die Grenzen noch dicht waren, und von den vielfältigen Problemen, um die nötigen Visa zu erlangen. Sie schreiben über Wien und ihre Entdeckungen von Ähnlichkeiten und überraschendem Neuen, von Begegnungen mit SchriftstellerkollegInnen
      und den Schwierigkeiten, sich als Autor in diesen schnelllebigen Zeiten zu behaupten.

        Birgit Unterholzner und Anna Stecher

        Ort: Literaturhaus

        Moderation: Irene Prugger

        Birgit Unterholzner: Die Blechbüchse (Skarabaeus 2006) und Anna Stecher: Zou`´ ba! (Raetia 2005)

        Der Abend ist den Debüts der beiden jungen Südtiroler Autorinnen gewidmet.

        Die Blechbüchse versammelt Geschichten von Liebe und Sehnsucht, Einsamkeit und Tod, vom Fluch des Erinnerns und vom Traum der Veränderung. Geschichten aus dem Leben. Geschichten, die unter die Haut gehen. Dicht komponiert und spannend.

        Zou`´ba heißt "Gehen wir!" und bringt die Bewegung ins Spiel, die ausschlaggebend für die Texte ist. China ist in ihnen präsent in der Erinnerung oder in der Sprache. Zou`´ba ist kein Reisebericht, keine Niederschrift "wirklicher" Erlebnisse. Aber die Texte handeln von einer Reise durch eine Gedankenwelt voller Phantasien, die gerade durch das fremde Land und seine Sitten, vor allem durch seine Sprache und seine Schrift bestimmt ist.

        [ Neuerscheinungen aus Tirol ]

         

          Zeitlos. Neun Porträts.

          Ort: Literaturhaus

          Von der ersten Krimiautorin Österreichs bis zur ersten Satirikerin Deutschlands (Milena Verlag )
          Buchpräsentation mit Evelyne Polt-Heinzl


          Der Band präsentiert Porträts über spannende Autorinnen, die in weitgehend unbekannte Schaffenswelten entführen, die dem Wiederfinden verborgener Schätze ein weites Feld eröffnet. In essayistischem Ton setzt sich Polt-Heinzl mit Leben und Werk der Autorinnen Bertha von Suttner (1843-1914), Auguste Groner (1950-1929), Sir Galahad (1874-1948), Martina Wied (1882-1957), Alma Johanna Koenig (1887-1942), Joe Lederer (1804-1987), Hertha Pauli (1909-1973), Annemarie Selinko (1914-1986) und Gisela Elsner (1937-1992) auseinander.
          Sie unternimmt damit den gelungenen Versuch, sie dem Vergessen zu entreißen, sie vom heutigen Standpunkt aus neu zu sehen und zu zeigen, dass eine Beschäftigung mit ihren Texten mehr als lohnenswert ist.

          "...Mit allem Wichtigen ausgerüstet ohne überfrachtet zu sein ist dieses Buch kein feministisches Sachbuch, sondern einfach ein Muss für alle Österreicher, die einen Blick aus dem Abseits auf ihr eigenes Land, auf Europa riskieren wollen.... Die Vergangenheit hat eine
          Menge faszinierender Frauen hervorgebracht, die aufregende Blickwinkel pflegten. Polt-Heinzl hat die Suche nach manchen erleichtert."
          (Beatrix M. Kramlowsky, Die Furche Buch Lese November 2005)

            Vertreibung und Rückkehr der Wissenschaftstheorie: Rudolf Carnap und Wolfgang Stegmüller”

            Ort: Literaturhaus

            Projektpräsentation und Ausstellung mit:

            Friedrich Stadler (Institut für Zeitgeschichte/ Universität Wien und Institut Wiener Kreis) Allan Janik (Forschungsinstitut Brenner-Archiv/Universität Innsbruck), Hans Joachim Dahms (Berlin/Wien), Christian Damböck (Wien), Christoph Limbeck-Lilienau (Wien), Michael Schorner (Innsbruck)

            Wolfgang Stegmüller ist einer der wichtigsten Vertreter der analytischen Philosophie und Wissenschaftstheorie im deutschen Sprachraum. Erstmals werden Briefe, Manuskripte und Bücher aus dem Nachlass gezeigt, der sich am Brenner-Archiv befindet. Außerdem wird das vom Institut Wiener Kreis und dem Brenner-Archiv organisierte FWF-Projekt "Vertreibung und Rückkehr der Wissenschaftstheorie: Rudolf Carnap und Wolfgang Stegmüller" präsentiert.
            Ziel des Projektes ist es, anhand des lebenslangen wissenschaftlichen Austausches zwischen dem in die USA emigrierten Carnap und Stegmüller die erzwungene Emigration der Wissenschaftstheorie sowie deren stark verzögerte Rückkehr aus den Exilländern in die mitteleuropäischen Ursprungsländer zu rekonstruieren.

            Stegmüller, geboren in Natters/ Tirol, studierte an der Universität Innsbruck und blieb dort bis 1958. Gerade wegen seiner philosophischen Ausrichtung konnte er seine Hochschulkarriere jedoch erst in späteren Jahren in der Bundesrepublik Deutschland begründen, wo er von München aus eine der bis heute einflussreichsten wissenschaftstheoretischen Schulen aufbaute.

            Ein vom FWF gefördertes Projekt

            [ Schätze aus dem Brenner-Archiv ]

              Jürg Amann

              Ort: Literaturhaus

              Moderation: Sieglinde Klettenhammer

              Kann Literatur (noch) pornographisch sein?

              In einem Hotelzimmer treffen ein Mann und eine Frau aufeinander. Ihre Begegnung beginnt als zärtliche Entdeckungsreise auf dem Kör­per des anderen. Zunehmend entfaltet sich jedoch aus ihrem Wunsch nach körperlicher Nähe immer stärker ein Drang nach Selbstauflö­sung. Dieses Verlangen erschöpft sich nicht in Zärtlichkeiten.

               

                Vladimir Vertlib & Leopold Federmair

                Ort: Literaturhaus

                Am Anfang war: die Wohngemeinschaft. Lebensentwürfe, so schien es, ließen sich hier leichter verwirklichen. Jeder bekam, was er brauch­te, und mit den Pflichten nahm man es nicht so genau. Doch das liegt lange zurück. Als Kave auftaucht, hat sich in der WG die Weh­mut eingenistet. Der Fremde, der mit Euphorie empfangen wird, nimmt sich vergessener Dinge an. Doch die Begeisterung hält nicht lange an. Was gut war, ist plötzlich unerträglich ...

                Mit Witz und ohne Häme zeichnet Leopold Federmair in seinem Roman Ein Fisch geht an Land das Porträt einer Generation auf der Suche nach der verlorenen Sehnsucht.

                In der Titelgeschichte Mein erster Mörderin Vladimir Verdibs neuem Erzählband wird ein bis dahin unbescholtener Mann wegen Totschlags zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Was haben sein Vater und dessen Rolle im Zweiten Weltkrieg mit dem Sohn und seiner Tat zu tun? In insgesamt drei Geschichten zeichnet Vladimir Vertlib das Leben von Menschen, die zwischen politischer Willkür und schicksalhaf­ten Gegebenheiten ihre Würde oder auch nur ihr nacktes Leben zu bewahren versuchen, nach: ganz ruhig und unaufgeregt, stets auf Augenhöhe mit den Menschen, ohne sich über sie zu erheben - und gerade deshalb umso spannender.

                Vladimir Vertlib: Mein erster Mörder (Deuticke),

                Leopold Federmair: Ein Fisch geht an Land (Otto Müller)

                 

                 

                  Vladimir Vertlib und Leopold Federmair

                  Ort: Literaturhaus

                  Am Anfang war: die Wohngemeinschaft. Lebensentwürfe, so schien es, ließen sich hier leichter verwirklichen. Jeder bekam, was er brauchte, und mit den Pflichten nahm man es nicht so genau. Doch das liegt lange zurück. Als Kave auftaucht, hat sich in der WG die Wehmut eingenistet. Der Fremde, der mit Euphorie empfangen wird, nimmt sich vergessener Dinge an. Doch die Begeisterung hält nicht lange an. Was gut war, ist plötzlich unerträglich ...

                  Mit Witz und ohne Häme zeichnet Leopold Federmair in seinem Roman Ein Fisch geht an Land das Porträt einer Generation auf der Suche nach der verlorenene Sehnsucht.

                  Leopold Fedemair: Ein Fisch geht an Land (Otto Müller)

                  In der Titelgeschichte Mein erster Mörder in Vladimir Vertlibs neuem Erzählband wird ein bis dahin unbescholtener Mann wegen Totschlags zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Was haben sein Vater und dessen Rolle im Zweiten Weltkrieg mit dem Sohn und seiner Tat zu tun? In insgesamt drei Geschichten zeichnet Vladimir Vertlib das Leben von Menschen, die zwischen politischer Willkür und schicksalhaften Gegebenheiten ihre Würde oder auch nur ihr nacktes Leben zu bewahren versuchen, nach: ganz ruhig und unaufgeregt, stets auf Augenhöhe mit den Menschen, ohne sich über sie zu erheben - und gerade deshalb umso spannender.

                  Vladimir Vertlib: Mein erster Mörder (Deuticke)