Veranstaltungen 2013

Angelika Rainer

Mit ihrem Debüt, der lyrischen Erzählung Luciferin, hat Angelika Rainer im Jahr 2008 Publikum und Kritik in Staunen versetzt. In ihrem unverwechselbaren, klangvollen Ton kreist sie in ihrem zweiten Werk nun um Odradek – ein gesichtsloses Zwirnspulenwesen, wie es Kafka in seiner Erzählung Die Sorge des Hausvaters beschreibt. Rainer erzählt die Geschichte weiter: Das Wesen Odradek hat keine feste Bleibe, es zeigt sich selten, und nur solange der Hausvater zu ihm spricht, ist es anwesend. Doch auch von den Zeiten seiner Abwesenheit gibt es Bericht, und unversehens gerät die Erkundung des Wesens zu einer Erkundung der Seele – geheimnisvoll und lange nachhallend.

 

Angelika Rainer: Odradek. Haymon 2012 

    Digitalisierung von Bücherwelten: Zukunftsvision oder Albtraum?

    Ort: Literaturhaus

    Moderation: Martin Fritz

    Bettina Kann und Radek Knapp im Gespräch.

    Die Österreichische Nationalbibliothek will sich in den kommenden Jahren mit einem großangelegten Digitalisierungsprojekt zu einem „offenen Wissenszentrum“ entwickeln. Mit dieser Meldung ging die Generaldirektorin der ÖNB Johanna Rachinger im Herbst letzten Jahres an die Presse: „Wir sind die erste Kultur- und Wissensinstitution, die eine Vision für die Zukunft entwickelt hat“, so Johanna Rachinger über das Projekt „Vision 2025“. Für Kontroversen sorgte vor allem das auf einer angestrebten Novelle des Mediengesetztes basierende Vorhaben, nur noch die E-Books neuer Bücher zu archivieren. Der Vorstand der IG Autorinnen und Autoren stellte eine verlässliche Archivierung und bleibende Zugänglichkeit durch eine rein digitale Speicherung infrage. Kritisiert wurde u.a. nicht nur, dass Bücher bzw. Printmedien als kollektives gesellschaftliches Gedächtnis in Zukunft ausschließlich in virtueller Form aufbewahrt werden sollen, sondern auch die Abwicklung über den Konzern Google.

    Im Montagsfrühstück diskutieren Bettina Kann, Leiterin der Hauptabteilung Digitale Bibliothek der ÖNB, und der Autor und Kritiker des Projekts Radek Knapp über die Risiken und Möglichkeiten eines solchen Digitalisierungsprojekts und über seine Auswirkungen.

     

     

      Widerständige Windsbräute in surrealistischen Hexenküchen: Leonora Carrington und Remedios Varo

      Ort: Literaturhaus

      Moderation: Doris Eibl

      Es liest Verena Mayr

      Der historischen Avantgarde war es eigen zu schockieren, Menschen aufzuregen, sich an die Grenzen des Denkbaren, des Sagbaren, des Darstellbaren heranzuarbeiten, sie bisweilen zu verschieben und neue Denkräume zu erschließen. Der französische Philosoph Jean-François Lyotard sagte über die Avantgarde, sie hätte auf künstlerischer und literarischer Ebene eine Reihe von Fragen vorweggenommen, die ab den 1960er Jahren auf theoretisch-philosophisch-wissenschaftlicher Ebene einen Paradigmenwechsel einleiteten.

      Die surrealistischen Künstlerinnen und Schriftstellerinnen Leonora Carrington (1917–2011) und Remedios Varo (1908–1963) inszenierten in ihren Werken Maskeraden, untergruben Geschlechterrollen, zelebrierten Hybridität und Métissage in einer eigenwilligen Prononciertheit, die dem Zwischen den Sprachen, dem Zwischen den Bilderwelten, dem Zwischen den Mythen und den Kulturen im weitesten Sinne geschuldet war, wobei sie sich in ihren Text- und Bildzwischenräumen als mögliche Identitäten unentwegt neu und anmaßend entwarfen.

      Doris Eibl, Vertragsassistentin am Institut für Romanistik, arbeitet in ihrer Habilitation zur surrealistischen Literatur von Frauen in der Romania.

        Martin Roda Becher und Anja Becher

        Ort: Literaturhaus

        Moderation: Konstantin Kaiser

        Ulrich Becher, geboren 1910 in Berlin, wird 1933 als aufstrebender junger Schriftsteller durch die Machteinsetzung Hitlers 1933 zu einem Niemand, so auch der Titel eines Stücks, dessen Uraufführung in Berlin verboten wird. Er flieht aus Deutschland und streift durch das noch freie Europa, abhängig von den Zuwendungen des vermögenden Vaters. 1941, sein Gesamtwerk wird im Deutschen Reich verboten, emigriert er mit seiner Frau Dana, Tochter von Alexander Roda Roda, nach Brasilien, 1944 in die USA. Er kehrt zur Uraufführung von Der Bockerer 1948 nach Wien zurück und lässt sich 1959 definitiv in Basel nieder.

        In den Briefen an die Eltern aus dem Zeitraum 1917 bis 1945 werden die Lesenden Zeugen eines unruhigen Lebens, der Irrtümer und Erfahrungen eines Autors, der rastlos von Ort zu Ort zieht.

        Martin Roda Becher, Sohn von Ulrich Becher, geboren 1944 in New York, lebt heute als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Basel. 2000 erschien von ihm Dauergäste. Meine Familiengeschichte (Nagel & Kimche)

        Anja Becher, Enkelin von Ulrich Becher, geboren 1977 in Basel, Schauspielausbildung in Wien und Zürich, Schauspielerin.

        Ulrich Becher: Ich lebe in der Apokalypse. Briefe an die Eltern 1917 – 1945. Vorwort von Martin Roda Becher, herausgegeben von Martin Roda Becher, Dieter Häner und Marina Sommer.

        Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2012

          Gabriele Bösch und Sylvie Schenk

          Ort: Literaturhaus

          Moderation: Gabriele Wild

          Am Umschlagbild von Gabriele Böschs Roman Schattenfuge ist Die Liebenden von René Magrittes abgebildet und die Bilder des surrealistischen Malers begleiten das Zusammentreffen des Mannes und der Frau, das sich während einer einzigen Nacht abspielt. Die beiden haben eine Abmachung: Sie will schweigend sein Porträt malen, er soll währenddessen von sich erzählen. Er, ein Architekt, der seinen Beruf an den Nagel gehängt hat, beginnt seine Erzählung mit der Schilderung seines Scheiterns. Als sie das nicht mehr aushält, schickt sie ihn fort. Er kommt zurück und beginnt, von seiner Fußwanderung nach Finisterre zu erzählen. Schritt für Schritt hört sie ihm zu, Strich für Strich entsteht das Porträt eines Liebenden, in dem sie sich selbst erkennt. Die Bezüge zu Malerei und Architektur machen den Roman zusätzlich zu einer Auseinandersetzung mit dem Sehen.

            Brigitte Schwens-Harrant und Jörg Seipp

            Ort: Literaturhaus

            Moderation: Johann Holzner

            Ein Dialog, zwei Disziplinen. Beide, Religion und Literatur und ihre jeweiligen Wissenschaften, produzieren und interpretieren Texte, bewahren sie auf, nehmen sie auseinander. Der geplünderte Tempel vereint kulturwissenschaftliche Essays über profane und heilige Literatur, verzweckte und wilde Lektüren, inhaltliche und formale Interessen und die Frage, wie man das Verhältnis von Literatur und Religion denken kann. Auf eine kritische Bestandsaufnahme folgen Wege, wie der Diskurs beschreitbar wird und beibt.

              Enno Stahl und Jörg Sundermeier

              Ort: Literaturhaus

              Moderation: Lisa Astl, Theresa Krug

              Verlagspräsentation im Rahmen der Praxiserfahrung des Literaturhauses am Inn

              Wie wird man Verleger? Man tut einfach so, als wäre man einer. So begann zumindest die Geschichte des Verbrecher Verlags. Er wurde gegründet „um kein Verlag zu sein“. 1995 suchten die Literaturstudenten Werner Labisch und Jörg Sundermeier einen Weg, um für ihren privaten Lesegenuss an unveröffentlichte Manuskripte zu kommen – also gründeten sie einen Verlag. Mittlerweile betreibt Sundermeier dieses Unternehmen in Berlin alleine und hat über 150 Bücher veröffentlicht. Das Programm ist breit gefächert, der Schwerpunkt liegt auf Belletristik, zudem veröffentlicht der Verbrecher Verlag Sach- und Kunstbücher sowie eine Stadtbuch- und eine Filmliteratur-Reihe. Das Motto lautet: „Verbrecher Verlag – gute Bücher!“

              Enno Stahl: Winkler, Werber. Verbrecher Verlag 2012

                Präsentation eines neuen Frauenkulturmagazins durch Landesrätin Beate Palfrader

                Ort: Literaturhaus

                Moderation: LA Beate Palfrader

                Auf Initiative der Tiroler Kulturlandesrätin erscheint erstmals ein Kulturmagazin von Frauen für Frauen. Das Magazin eröffnet interessante Einblicke in die Vielfalt des weiblichen Kunst- und Kulturschaffens in Tirol und stellt weibliche Lebenswelten vor. In Porträts werden Frauenleben nachgezeichnet und in Reportagen bzw. Essays auf unterschiedliche Lebensperspektiven hingewiesen. Historische Gegebenheiten finden ebenso Platz wie gegenwärtige Phänomene im Alltag, bei der Arbeit und in der Kunst – ein spannender Querschnitt.

                  Marlen Haushofer: „Dabei wäre es möglich gewesen, anders zu leben“

                  Ort: Literaturhaus

                  Vortrag von Daniela Strigl
                  Lesung ausgewählter Texte: Verena Mayr

                  Marlen Haushofer gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der österreichischen Literatur nach 1945. Ihr eher stilles Wesen, ihre Verbundenheit mit der Familie und ihre Scheu, vor Menschen zu sprechen, führten die Schriftstellerin auf einen anderen Lebensweg als etwa ihre Zeitgenossin Ingeborg Bachmann, obwohl ihr jeweiliges Schaffen durchaus auf gleicher Ebene anzusehen sind. Schonungslos fasst Haushofer in ihrem Schreiben die Abgründe der bürgerlichen Existenz in Worte, sprengt in ihren Werken die Grenzen der Realität, ganz im Gegensatz zu ihrem „bodenständigen“ Leben.

                  Durch die Frauenbewegung in den 1980er Jahren neu entdeckt, wurde es anschließend wieder still um sie und ihr Werk, bis die Verfilmumg ihres wohl bekanntesten Romans Die Wand durch Julian Pölsler im Jahr 2012 die Schriftstellerin erneut in den Blick und das Interesse eines großen Publikums rückte.

                  Anlass für das Literaturhaus, im Rahmen der Reihe [Nahaufnahme] Daniela Strigl, die im Jahr 2000 eine eindrucksvolle Biographie zu Haushofer vorlegte, einzuladen, um sich mit dem Werk und dem Leben der Schriftstellerin auseinanderzusetzen.

                  Daniela Strigl, geboren 1964 in Wien, Studium der Deutschen Philologie, Geschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft, Assistentin am Institut für Germanistik an der Universität Wien. Aufsätze zur österreichischen Literatur. Essayistin, Literatur- und Theaterkritikerin. 2001 Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik, seit 2003 Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises.

                  Daniela Strigl: „wahrscheinlich bin ich verrückt …“
                  Marlen Haushofer – die Biographie. Claassen 2000 

                    Robert Kleindienst und Ulrike Ulrich

                    Ort: Literaturhaus

                    Moderation: Gabriele Wild

                    Simon Selander, der Protagonist des Romans Nicht im Traum von Robert Kleindienst, führt nach dem Tod seiner Frau ein einsames Leben. Es ist eine kleine, hermetische Welt, in der sich der Bibliothekar bewegt, mit vielen Schwarz- und wenigen Weißstellen, die vor allem aus bedrohlichen Schnee- und Eislandschaften bestehen. Selander wird häufig von Tagträumen und wahnhaften Vorstellungen heimgesucht, die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen. Nachts geschehen Dinge, die für ihn unerklärlich und zunehmend gefährlich sind. Sein Leben scheint gänzlich aus den Fugen zu geraten, bis schließlich sein dunkles Geheimnis ans Licht kommt.

                    In Ulrike Ulrichs Roman Hinter den Augen unterzieht sich eine Frau einer Untersuchung in einem Magnetresonanztomographen: Sie sieht verschwommen, ein möglicher Gehirntumor soll ausgeschlossen werden. In dieser knappen Stunde erzwungener Unbeweglichkeit auf sich selbst zurückgeworfen, schneiden ihre Gedanken analog zu den Aufnahmen des Gerätes, quer durch ihr bisheriges Leben. Fragen nach Verantwortung und Schuld, nach Vergebung und Sinnhaftigkeit kommen in sich überlagernden Schnittbildern zum Ausdruck. Ulrike Ulrichs kluger, sensibel gewobener Text wächst und verzweigt sich durch die Labyrinthe menschlicher Beziehungen und mündet fast beiläufig in ein Bekenntnis zur Selbstbestimmung und Lebensbejahung.

                    Robert Kleindienst: Nicht im Traum. Roman. Edition Laurin 2013

                    Ulrike Ulrich: Hinter den Augen. Roman. Luftschacht 2013

                      Familienkonstellationen

                      Ort: Literaturhaus

                      Moderation: Martin Sexl

                      Raoul Schrott und die Innsbruck liest-Autorin Margit Schreiner im Gespräch.


                      Sowohl Margit Schreiner als auch Raoul Schrott beschäftigen sich in ihren Büchern mit Familienbeziehungen und –konstellationen. Während Margit Schreiner in ihrem Buch „Die Tiere von Paris“ aus weiblicher Sicht die Berufstätigkeit als Alleinerzieherin sowie die Mutter-Tochter-Beziehung in den Mittelpunkt stellt, nimmt Raoul Schrott in „Das schweigende Kind“ die männliche Perspektive ein, jene eines Vaters, dem die Entwicklung einer Beziehung zum eigenen Kind verwehrt wird. Beide bringen zusätzliche Ebenen ins Spiel: Margit Schreiners Roman, der an unterschiedlichen Schauplätzen wie Paris, Tokio, Wien und Italien angesiedelt ist, streift ein weites Panorama unterschiedlicher Lebensentwürfe; Raoul Schrott kombiniert die Thematik mit jener eines Künstlers in der Krise.

                      Schreiner und Schrott schildern die Thematik von Mutter-Vater- und Kindbeziehungen aus unterschiedlichen, beinahe konträren Standpunkten. Die Leseerfahrungen von Margit Schreiner und Raoul Schrott mit dem jeweils anderen Buch können spannende Impulse zum Gespräch geben.

                      Darüber hinaus soll diskutiert werden, welche erweiterten und erweiternden Zugänge jenseits einer identifikatorischen und therapeutischen Lektüre durch die Einbettung der Thematik in weitere Kontexte ermöglicht werden und inwieweit formal und stilistisch Klischees und Vorurteile sowie Schuldzuweisungen und Schwarz-Weiß-Denken aufgebrochen werden können.

                        Raoul Schrott und Margit Schreiner

                        Ort: Literaturhaus

                        In seinem Roman Das schweigende Kind greift Raoul Schrott das kontroversiell diskutierte Thema des Kampfes von Vätern um ihre Kinder auf. Ein Mann sitzt in einem Sanatorium an der Grenze der Schweiz. Er erzählt seiner Tochter die Umstände, die zum Tod ihrer Mutter führten. Immer tiefer in seine Vergangenheit eintauchend, zeichnet er Seite für Seite ein Mosaik seines Lebens auf: seine Karrie-re als Maler, der Auftrag, einen Katalog von Sternbildern zu erstellen, die Zerrüttungen bei der Geburt der Tochter. Raoul Schrotts dichte Erzählung über Gewalt, die Liebe zu einem Kind, Paradiese und Sünde ist ein erschütterndes Zeugnis, das die Geschichte eines großen Verlusts unter vielen Blickwinkeln nachzieht.

                        Bei Margit Schreiners Roman Die Tiere von Paris handelt es sich um die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die sich nicht nur mit der Bewältigung des unmittelbaren Alltags abzumühen hat, sondern auch mit ihrer zerbrochenen Beziehung zum Vater des Kindes und, vor allem, mit dem Vater selbst. Das Thema des Buches – Patchworkfamilien und unterschiedlichste Partnerschaftsmodelle – ist hochaktuell und war ein Grund für die Wahl des Buches. Ausgewählt wurde das Buch auch deshalb, weil dessen Aktualität nicht sosehr mit schnell verwertbaren Hypes urbaner Gesellschaften zu tun hat, sondern mit den alltäglichen und problemtischen Fragen zwischenmenschlichen Zusammenlebens, die immer wieder neu gestellt werden müssen, was – und auch hier beweist das Buch seine Qualität in der Schilderung – mit der Notwendigkeit einhergeht, alternative Formen von Abschied, Trennung und Erinnerungsarbeit zu entwickeln. (Auszug aus der Begründung der Juryentscheidung durch den wissenschaftlichen Leiter Univ.-Prof. Dr. Martin Sexl)

                          Zakhar Prilepin und Erich Klein

                          Ort: Literaturhaus

                          Moderation: Andrea Zink

                          Mit Sankya knüpft Zakhar Prilepin an den sozialrealistischen Roman Mutter von Maxim Gorki an und kritisiert bestehende Verhältnisse und zeigt drastisch die Dynamik der politischen Radikalisierung und die fatalen Folgen von Gewalt. Sankya, der jugendliche Held der Geschichte von Revolte, Liebe und Verrat, ist Mitglied einer militanten regimekritischen Gruppierung. Nach heftigen Krawallen in Moskau ist ihm die Sicherheitspolizei auf der Spur. Er flieht aufs Land und lebt vom spärlichen Gehalt der Mutter, die unter schlechtesten Bedingungen in einer Fabrik arbeitet und dem Leben ihres Sohnes völlig verständnislos gegenübersteht. Bald glaubt Sankya sich sicher und nimmt wieder Kontakt mit seiner Freundin auf – doch er gerät in einen Hinterhalt und wird verhaftet. Im Gefängnis wird er Opfer von Folter und Erniedrigung. Was Spiel war, ist plötzlich blutiger Ernst.

                          Zakhar Prilepin: Sankya. Roman. Aus dem Russischen von Susanne Macht und Erich Klein. Matthes und Seitz 2012

                          * In dieser neuen Veranstaltungsreihe legen wir den Fokus auf Literatursysteme in anderen Ländern und Kulturkreisen: Der Blick auf ein anderes literarisches System revidiert die Sicht auf die Situation im eigenen Land. Expertinnen und Experten und fremdsprachige Autorinnen und Autoren berichten in dieser Reihe über die Literaturbetriebe anderer Länder.

                            Iris Hanika und Gustav Ernst

                            Ort: Literaturhaus

                            Moderation: Robert Renk

                            Tanzen auf Beton trägt den Untertitel Weiterer Bericht von der unendlichen Analyse. Die Autorin Iris Hanika führt auf ihrer Homepage aus: „der Lebensroman. Zugleich Essay, Bericht, Feuilleton und Chronik. Es kommen Led Zeppelin und Muddy Waters vor, aber auch Schostakowitsch und der Berghain, es spielt in Berlin, aber auch in Shanghai, Paris, Mainz, Frankfurt und Tel Aviv. Es geht um Musik, die Unerträglichkeit der Gegenwart und um die Liebe (sowieso). Besser: es geht darum, endlich zu begreifen, warum die Liebesversuche fortwährend scheiterten. Begriffen wird das nach dem Scheitern des letzten Liebesverhältnisses. Das war besonders bizarr. Es war aber offenbar nötig, um endlich das Grundproblem zu begreifen, die Struktur. Das Mittel zum Begreifen ist die Psychoanalyse, die unendlich fortgeführt wird (und die Zeit zum Begreifen ist das ganze Leben). Als Hilfsmittel erweisen sich die Liebe zu Russland und zu Heavy Metal. Es ist ein wüstes Buch geworden.Gerade so eins, wie ich’s mir immer erträumte.“ Ein spannendes, lesenswertes Unterfangen, wie wir meinen.


                            Von den glücklichen und weniger glücklichen Tagen einer Familie erzählt Gustav Ernsts Roman Grundlsee: Jedes Jahr verbringen John, Bella und Lili wohlbehütet einen schönen Sommer mit ihren Eltern am Grundlsee. An der Tagesordnung stehen die üblichen Quengeleien und liebevollen Querelen. Noch weiß keiner von ihnen, welche Herausforderungen das Leben für sie bereithält – doch holen sie diese schneller und heftiger ein, als sie ahnen können. Gustav Ernst erzählt eine Familiengeschichte über drei Generationen hinweg. Mit feinem Sensorium für das Zwischenmenschliche macht er die Bestimmungslinien und Unwägbarkeiten einer Familie sichtbar und zeigt, was passiert, wenn eintritt, womit jeder rechnen muss: mit dem Fortschreiten der Zeit, ihrer Gelassenheit, ihrer Unerbittlichkeit – unschlagbar lakonisch wie das Leben selbst.

                            Iris Hanika: Tanzen auf Beton. Roman. Droschl 2012

                            Gustav Ernst: Grundlsee. Roman. Haymon 2013

                              Andrea Winkler

                              Ort: Literaturhaus

                              Lina ist überglücklich: Sie wurde am „Institut für Gedankenkunde und Verstehen“ aufgenommen. Und wird so ihrem Wunsch einen Schritt näherkommen, das eigene Denken und Verstehen immer zarter und feiner werden zu lassen. Glaubt sie. Doch in Andrea Winklers Roman ist nichts, wie es scheint: Am Institut geht es offenbar um etwas ganz anderes als um Bildung. Die Sätze der Lehrenden sind voller Widersprüche, voller Ängste, und diejenigen, welche die Macht haben zu sprechen, wissen nicht, was sie sagen.


                              Andrea Winkler: König, Hofnarr und Volk. Einbildungsroman. Zsolnay 2013

                                Andrea Winkler — „Ich weiß, wo ich bin.“ Poetik-Vorlesung

                                Ort: Literaturhaus

                                „(...) Wir können das alles – auch Worte verwenden, die keine Wirklichkeit geben, sondern Wirklichkeit nehmen, und ein Mensch werden, der nicht einmal bemerkt, dass er keine Verbindung zu seiner Geschichte hat und dem alles fehlt, was er zu verlieren, was er abzustreifen wünschen könnte. Leider können wir das. Aber wir könnten auch etwas anderes, zum Beispiel irgendwann durch die Nacht streifen und einem andern begegnen, der uns eine Frage stellt oder dem wir eine Frage stellen, je nachdem, und eine Geschichte erzählen, die „mich“ rechtfertigt, in dem Sinn, dass sie eine Wunde, ja, „meine“ Verwundbarkeit berührt. Auch das ist möglich – so wie es möglich ist, aus der Vorstellung Wirklichkeit zu gewinnen, eine tiefere Wirklichkeit, als wir haben.“

                                  Wieso schreiben sie? Nicht in muttersprache …“ Autobiographisches Schreiben und Sprachwechsel

                                  Ort: Literaturhaus

                                  Moderation: Eva Binder

                                  Dragica Rajčić und Birgit Mertz-Baumgartner im Gespräch.


                                  „Nicht in muttersprache“ dieses Zitat von Dragica Rajcˇi verdeutlicht schon die Fragen dieses Montagsfrühstücks: Welche Rolle spielen autobiographisches Schreiben und Sprachwechsel im Kontext der Migrationsliteratur? Welche sprachlichen und literarischen Ausdrucksweisen ergeben sich daraus? Unter welchen Gesichtspunkten wird „Migrationsliteratur“ in Österreich poetologisch eingeordnet? Wird ein Unterschied gemacht zwischen den Texten von Autoren und von Autorinnen? Spielt das jeweilige Herkunftsland eine Rolle? Diese und andere Fragen diskutieren die Schriftstellerin Dragica Rajcˇic´ und die Literaturwissenschaftlerin Birgit Merz-Baumgartner (gemeinsam mit Eva Binder Herausgeberin von Migrationsliteraturen in Europa, iup 2012).

                                    Zdenka Becker

                                    Ort: Literaturhaus

                                    Moderation: Teresa Krug, Lisa Astl

                                    „Schreib einmal etwas über einen echten Kriminalfall. Ich werde dir dabei helfen“, meint Oberleutnant Mudroch zu seiner Tochter. Die Schriftstellerin kümmert sich jeden Samstag um ihren 90-jährigen, an den Rollstuhl gefesselten Vater, der ihr Woche um Woche ein bisschen mehr von seinem größten Fall erzählt. Als junges Mädchen fand Lara bereits die Akten ihres Vaters zum grausamen Mordfall, doch damals erschlossen sich ihr die Hintergründe zum Verbrechen nicht in ihrer Gesamtheit. Erst jetzt, da ihr die Geschichte aus erster Hand erzählt wird, wird sie wieder in den Sog der vergangenen Ereignisse hineingezogen und entdeckt dabei Parallelen zu ihrem eigenen Leben. „Dieses subtile Ringen einer Tochter um ihren Vater, und umgekehrt, gehört zum Packendsten, was ich bisher von Zdenka Becker gelesen habe.“ (Margit Schreiner)

                                    Zdenka Becker: Der größte Fall meines Vaters. Roman. Deuticke 2013

                                     

                                      Alissa Walser über Sylvia Plath

                                      Ort: Literaturhaus

                                      Sylvia Plath, 1932 in Jamaica Plain bei Boston geboren, gestorben 1963 im einunddreißigsten Lebensjahr in London, übersetzte ihre Erfahrung in symbolische Bilder und hochkonzentriert erzählende Tableaus. Nun, fünfzig Jahre nach ihrem Freitod, ist es möglich, ihre letzten Gedichte, die Ariel-Gedichte, und den prägnantesten ihrer Prosatexte, Die Glasglocke, mit ihren Tagebuch-Texten zu konfrontieren, ihren nicht im Willen zum literarischen Text aufgehobenen Ambitionen, Träumen, Ängsten und Hoffnungen zu folgen.

                                        Marina Koreneva

                                        Ort: Literaturhaus

                                        Moderation: Christine Engel

                                        Auftaktveranstaltung mit Marina Koreneva aus Sankt Petersburg

                                        Über Einladung der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät kommen jedes Jahr herausragende Literaturschaffende als „Writer in Residence“ nach Innsbruck und lassen die Verbindung zwischen Literatur und Literaturwissenschaft lebendig werden. Mit Marina Koreneva eröffnen sich Einblicke in zusätzliche Tätigkeitsfelder: Sie ist Drehbuchautorin, literarische Übersetzerin, Literaturwissenschaftlerin und, wie sie selbst zu sagen pflegt, interkulturelle Vermittlerin zwischen Österreich, Deutschland und Russland.

                                          Eva Menasse

                                          Ort: Literaturhaus

                                          Moderation: Joe Rabl

                                          Was wissen wir wirklich über uns selbst? Und was vom anderen? In dreizehn Kapiteln zerlegt Eva Menasse die Biografie einer Frau in ihre unterschiedlichen Aspekte, zeigt sie als Mutter und Tochter, als Freundin, Mieterin und Patientin, als flüchtige Bekannte und treulose Ehefrau. Aus diesem Mosaik tritt auf magische Weise ein kühner Roman hervor, der wie nebenbei die Fragen nach Wahrnehmung und Wahrheit stellt. Der Titel des Buches ist der Naturwissenschaft entliehen: Erst kürzlich wurde entdeckt, dass es nicht nur Kristalle mit klar symmetrischer Struktur, sondern auch gebrochene und scheinbar unregelmäßige gibt. Genauso verhält es sich mit dem Lebensweg: Er ist verschlungen und schwer berechenbar und nur aus der Ferne als Ganzes erkennbar.

                                          Eva Menasse: Quasikristalle. Roman. Kiepenheuer & Witsch 2013

                                            Menschliche und nicht-menschliche Tiere“ – Zu einer komplexen Beziehung

                                            Ort: Literaturhaus

                                            Moderation: Martin Fritz

                                            Bernhard Kathan und Reingard Spannring im Gespräch.

                                            Wie der Skandal um die „Pferdefleisch-Lasagne“ – abgesehen von der Absurdität einer globalisierten Lebensmittelindustrie – kürzlich zeigte, gibt es in unseren Breiten auch moralische und ethische Bedenken, wenn es um den Verzehr von (bestimmten) Tieren geht. Die vielschichtigen Beziehungen zwischen Tier und Mensch sind immer wieder Anlass für höchst emotional geführte Diskussionen, wobei elementare Impulse am Aufkommen der mittlerweile breit geführten Debatte von den TierrechtsaktivistInnen ausgingen. Seit einigen Jahren findet der Diskurs auch Eingang in die Wissenschaft, in Form von inter- und transdisziplinär angelegten Human-Anmial-Studies, deren methodischer Zugang dabei von u. a. Soziologie, Psychologie, Philosophie, Kultur- und Literaturwissenschaft bis hin zur Erziehungswissenschaft reicht. Daraus ergibt sich ein breites Themenspektrum, wie z.B. die Frage nach der kulturell symbolischen Bedeutung von Tieren, die Auseinandersetzung mit Tierrechten sowie die kritische Analyse der Mensch-Tier-Verhältnisse.

                                            Die Erziehungswissenschaftlerin Reingard Spannring diskutiert in diesem Montagsfrühstück mit dem Kulturwissenschaftler  Bernhard Kathan, der sich mit Fragestellungen der historischen Anthropologie ebenso beschäftigt wie mit dem sich wandelnden Verständnis des Schmerzes und Todes, mit der Geschichte der Tierliebe oder mit der Organisation von Wahrnehmung.

                                              Veza Canetti — Hommage zum 50. Todestag

                                              Ort: Literaturhaus

                                              Moderation: Petra Ganglbauer

                                              Veza Canetti wurde 1897 in Wien geboren. 1938 flüchtete die Dichterin der Moderne gemeinsam mit ihrem Mann Elias Canetti ins Londoner Exil, wo sie 1963 starb. Veza Canetti schrieb unter mehreren Pseudonymen und konnte die Veröffentlichung ihrer Werke, bis auf wenige Beiträge u.a. in der Arbeiter-Zeitung und ihre Übersetzungen, nicht miterleben. Ihr Leben war gekennzeichnet von zahlreichen Zäsuren; Teile ihres Werkes gelten bis heute als verschollen; inwieweit Elias Canetti ihre Arbeit als Schriftstellerin gefördert oder behindert hat, ist umstritten.  An diesem Abend werden verschiedene Themen ihrer sozial-und sprachkritischen Werke beleuchtet, wie beispielsweise die Kluft zwischen Arm und Reich, die Unterdrückung von und Gewalt gegenüber Frauen, die Verfolgung durch die Nationalsozialisten.

                                                Mirko Bonné und Aleš Šteger

                                                Ort: Literaturhaus

                                                Moderation: Carolina Schutti

                                                Traklpark – so lautet der Titel von Mirko Bonnés neuem Gedichtband. Gemeint ist damit jene Grünfläche am Inn, ein Ort, an dem Trakl oft war, und ein Ort, den Bonné seit 25 Jahren aufsucht, um sich zu fragen: Was hast du mit deiner Zeit angefangen? Was liebst du? Geben deine Gedichte das wieder? Wozu noch Gedichte? Mit einem in der Lyrik selten gewordenen Ernst lotet Bonné für ihn lebenswichtige Fragen aus. Gedichte als grüne Lungen inmitten der Sprachen des Alltags und der über uns einstürzenden Diskurse – der Traklpark ist ein Park der Bedeutungen.

                                                  Judith Hermann und Manuela Reichart

                                                  Ort: Literaturhaus

                                                  Judith Hermann und Manuela Reichart sind begeisterte Munro-Leserinnen. Sie führen durch Werk und Leben der kanadischen Autorin, die auch im vergangenen Jahr wieder einmal nicht den Literaturnobelpreis bekommen hat, obwohl sie seit Jahren auf der Liste der Anwärterinnen steht. Angeblich spricht gegen ihre Wahl, dass sie immer nur das Gleiche schriebe – so ein renommierter deutscher Literaturkritiker. Dass das Gleiche jedoch eine große Qualität und stets anders ist – wie das Leben selbst, auch darum wird es an diesem Abend gehen: eine Hommage an die  große Erzählerin Alice Munro.

                                                    Political correctness: „Wovon man nicht sprechen soll, darüber muss man schweigen“?

                                                    Ort: Literaturhaus

                                                    Moderation: Gabriele Wild

                                                    Thomas Edlinger und Manfred Kienpoitner im Gespräch.


                                                    Dieses Montagsfrühstück, dem das berühmte Zitat von Ludwig Wittgenstein in abgewandelter Form und als Frage vorangestellt wurde, greift die Debatte über den politisch korrekten Gebrauch von Sprache auf. Im Laufe der Zeit verändern sich Begriffe und ihre Konnotationen und damit ihre Verwendbarkeit. Besonders im Feld der Literatur stößt man auf die sprachlichen Spuren von Diskursen und Anschauungen, die heute als ausgrenzend und überholt gelten. Kann eine Überarbeitung problematischer Begriffe in literarischen Texten der Vergangenheit als Zensur gesehen werden, als Eingriff in die künstlerische Freiheit der Autorin bzw. des Autors? Wird mit einer solchen Korrektur die Problematik ausgeklammert und eine Auseinandersetzung und Aufarbeitung verhindert? Wie verhalten sich die Opfer diskriminierender Bezeichnungen dazu? Gibt es Gegenstrategien, wie das Aneignen und Umdeuten marginalisierender Begriffe oder das In-Anführungszeichen-Setzen? Wo sind die Gegenstimmen zur Political Correctness politisch zu verorten?

                                                      Nora Gomringer und Olga Martynova

                                                      Ort: Literaturhaus

                                                      Die Wort- und Tonkünstlerin Nora Gomringer kommt mit der Bachmann-Preisträgerin 2012 und derzeitigen Stipendiatin der Villa Concordia Olga Martynova in das Literaturhaus am Inn. Die beiden Autorinnen stellen einander gegenseitig vor und lesen aus ihren Werken: Mögen die Sprachfunken sprühen!

                                                        Dialektgedichte von Christine Busta

                                                        Ort: Literaturhaus

                                                        Buchpräsentation mit Christine Tavernier-Gutleben, Ursula Schneider, Annette Steinsiek

                                                        Eine neue Seite der Lyrikerin Christine Busta: Sowohl in gedruckter als auch in gesprochener Form werden in diesem Band mit beiliegender CD erstmals ihre Wiener Dialektgedichte publiziert. Die frühesten im Nachlass überlieferten Experimente stammen vom Beginn der siebziger Jahre, einer Zeit, in der der Wiener Dialekt sich durch Fernsehserien, Filme und Lieder gerade großer öffentlicher Beliebtheit erfreute. Zwar wurden Bustas Dialektgedichte zu Lebzeiten nie publiziert, waren aber wohl dafür vorgesehen, wie nicht nur entsprechende Notizen bezeugen, sondern auch Aufnahmen auf Audiokassetten. Die beiliegende CD vereint diese von Christine Busta gelesenen Gedichte im Originalton mit Interpretationen von Christine Nöstlinger – selbst Verfasserin von Lyrik im Wiener Dialekt. Zahlreiche überlieferte Briefe bezeugen den hohen Stellenwert, den gesprochene Sprache für Christine Busta hatte.

                                                        www.uibk.ac.at/brenner-archiv/projekte/busta

                                                        Christine Busta wurde 1915 in Wien geboren, wo sie 1987 starb. Ihre Lyrik wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: u. a. 1954 mit dem Georg-Trakl-Preis und 1969 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis. Ihr Gesamtwerk erscheint im Otto Müller Verlag.

                                                        Christine Busta: Erfreuliche Bilanz. Dialektgedichte. Herausgegeben von Christine Tavernier-Gutleben in Zusammenarbeit mit Annette Steinsiek und Ursula A. Schneider. Otto Müller Verlag 2013

                                                          Moormaulwürfe und armenische Wölfe mit Robert Prosser und Martin Fritz

                                                          Ort: Literaturhaus

                                                          Moderation: Gabriele Wild

                                                          Während Robert Prosser und Martin Fritz als Teile der Innsbrucker Lesebühne Text ohne Reiter seit Jahren für monatliche Textperformanz sorgen, erscheinen im Herbst 2013 zwei literarische Debüts: zum einen Robert Prosser Debütroman Geister und Tattoos und zum anderen Martin Fritz’ erster Lyrikband intrinsische süßigkeit. Die beiden Autoren präsentieren ihre jeweiligen Erstlinge, lassen dabei Gedichte über Tiere, Kosmologie und Informationstheorie auf archaische Freiheit, magische Tätowierungen und den Karabachkrieg treffen und tauschen sich über ihre jeweiligen literarischen Herangehensweisen, Differenzen und Gemeinsamkeiten aus.

                                                          Martin Fritz: intrinsische süßigkeit. Lyrik. Berger Verlag 2013
                                                          Robert Prosser: Geister und Tattoos. Roman. Klever Verlag 2013