Ödön von Hor­vath: Hin und Her

Ort: Literaturhaus am Inn

Besetzung: Gerhard Kasal, Ivan Pantner, Hannah Candolini,
Judith Keller, Johannes Schmid, Helmuth A.Häusler
Regie: Klaus Rohrmoser

1933 unter dem Arbeitstitel Die Brücke entstanden, spielt das Stück an einer Holzbrücke, die über einen Grenzfluss führt und zwei nicht benannte Staaten miteinander verbindet. Auf der einen Seite wacht der Grenzer Thomas Szamek, am gegenüberliegenden Ende das Grenzorgan Konstantin. Im Mittelpunkt steht Ferdinand Havlicek, der zurück in sein Geburtsland will, doch nicht mehr einreisen kann, weil er vergessen hat, die alle fünf Jahre erforderliche Erneuerung der dortigen Staatsbürgerschaft vorzunehmen …

Ödön von Horváth

Ödön von Hor­váth (gebo­ren 1901 in Rije­ka, gestor­ben 1938 in Paris) galt nach der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Macht­er­grei­fung 1933 als „uner­wünsch­te Per­son“. Er muss­te nach Buda­pest rei­sen, um sei­ne unga­ri­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit zu erneu­ern. Die­ses Erleb­nis inspi­rier­te ihn zum Stück Hin und Her. Die Pre­mie­re in Zürich nutz­te er als Gele­gen­heit, um Deutsch­land zu verlassen.