Ferdinand Ebner: Mühlauer Tagebuch

Ort: Rauch-Villa, Innsbruck/Mühlau, Schlossfeld 9

Präsentation des Tagebuches mit den Herausgebern Richard Hörmann und Monika Seekircher, Einführung von Walter Methlagl, Lesung aus dem Tagebuch mit Mirjam Jessa. In Kooperation mit der Internat. Ferdinand Ebner Gesellschaft. Anschließend Buffet.

Eintritt frei.

Im Sommer 1920 wohnte der österreichische Sprachphilosoph Ferdinand Ebner einen Monat lang bei Ludwig von Ficker in der Rauch-Villa in Mühlau, dem damaligen Wohnsitz der Familie Ficker. Während dieser Zeit entstand das sogenannte Mühlauer Tagebuch (Böhlau, Wien 2001), in dem Ebner seine Eindrücke und Gedanken festhält. Ebner schildert seine Freundschaft mit Ficker, die Diskussionen mit verschiedenen Persönlichkeiten aus dem Brenner-Kreis, die sich an seinen radikalen Thesen entzünden, und die auf zahlreichen Wanderungen rund um Innsbruck erfahrene Schönheit der Natur, die ihm, dem Denker des Wortes, die Grenzen der Sprache aufzeigt. Das Mühlauer Tagebuch ist ein wichtiges Dokument der geistigen, kulturellen, religiösen und sozialen Verhältnisse Österreichs und Europas in der Zwischenkriegszeit. Ficker wird Ebners Verleger, Förderer und Freund. 1921 erscheint Ebners Hauptwerk Das Wort und die geistigen Realitäten. Pneumatologische Fragmente im Brenner-Verlag. Seit Dezember 1998 läuft am Brenner-Archiv das Ferdinand-Ebner-Projekt, das die Transkription und Kommentierung von Ebners gesamtem Nachlaß zum Ziel hat. Dieses Projekt geschieht in Kooperation mit dem Dipartimento di Szienze filologiche
e storiche der Universität Trient und dem Philosophischen Institut der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg.