Geld: Tauschmittel, Ware, Machrsymbol?

Ort: Literaturhaus

Moderation: Martin Sexl

Silke Meyer und Peter Rosei im Gespräch

Wie reden wir über Geld? Was verbinden die Menschen emotional mit Geld? Und was ist Geld überhaupt? Eine soziale Praxis? Ein alltägliches Medium? Ein Fetisch? Eine Ware? Ein vernünftiges Instrument des Tausches? Gerade in Zeiten eines – wie es scheint – enthemmten Finanzkapitalismus sind solche und ähnliche Fragen hochinteressant. Das Montagsfrühstück wird zwar nicht das Entstehen von Finanzkrisen erklären können, allerdings kann es Raum geben, um über die Semantik des Geldes zu diskutieren und die Trennung von Ökonomie und Kultur in unserer Gesellschaft zu hinterfragen.

An diesem Montagsfrühstück treffen sich der historisch-ethnographische Blick der Innsbrucker Ethnologin Silke Meyer mit dem literarisch analytischen des Schriftstellers Peter Rosei, der mit seinem Roman Geld! ein lakonisch packendes Buch, ein scharfsinnigböses Puzzle mit komödiantischen Zügen geschrieben hat und seinen Blick auf die Gegenwart unserer Gesellschaft wirft, die bis in die Lebenswürfe des einzelnen hinein in den Fängen des Kapitalismus verstrickt ist. So heißt es denn auch in Anspielung auf Schnitzlers Meisterwerk: „Der Kapitalismus ist ein weites Land.“

Eine Kooperation zwischen Literaturhaus am Inn, Denkpanzer und der Abteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft d. Universität Innsbruck

    Rosei, Peter

    geboren 1946 in Wien, Pro­mo­tion zum Dok­tor der Rechtswis­senschaften, lebt seit 1972 als freier Schrift­steller in Wien. Preise und Ausze­ich­nun­gen, u. a. Franz-Kaf­ka-Preis 1993, Anton-Wildgans-Preis 1999, Öster­re­ichis­ches Ehrenkreuz für Wis­senschaft und Kun­st 2007. Zulet­zt erschienen: Album von der trau­ri­gen und glücksstrahlen­den Reise. Essay (2002, Droschl), Wien Metrop­o­lis. Roman (2005, Klett-Cot­ta), Das große Töten. Roman (2009, Res­i­denz), zulet­zt; Die große Straße. Reiseaufze­ich­nun­gen (2019, Res­i­denz).

    Meyer, Silke

    ist Uni­ver­sitäts-Assis­tentin am Insti­tut für Geschichtswis­senschaften und Europäis­che Eth­nolo­gie der Uni­ver­sität Inns­bruck. Ihre Forschungss­chw­er­punk­te sind Ökonomis­che Anthro­polo­gie, Stereo­type, Nation und nationale Iden­tität sowie Eth­nol­o­gis­che Bil­dungswis­senschaft.