Gren­zen der Sati­re?

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Erika Wimmer

Gespräch mit Sigurd Paul Scheichl und Tim Wolff.

Die Kunstgattung der Satire hat eine lange Tradition. Schon der griechische Komödiendichter Aristophanes kritisierte in seinem Stück Lysistrata auf humorvolle Weise die Kriegstreiberei der Männer im Peloponnesischen Krieg und der römische Dichter Horaz prangerte in seinen Sermones die Laster seines gesellschaftlichen Umfelds an. Eine Kritik der Zeit, die übertreibt, parodiert und gern auch einmal ins Lächerliche zieht – als solche lässt sich die Satire verstehen. Doch wie weit darf Satire gehen? Gibt es Grenzen des guten Geschmacks, die auch die Satire nicht überschreiten darf? Der Anschlag auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo im Jänner 2015 sowie die Debatte um Jan Böhmermanns Schmähgedicht auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdo˘an im heurigen Frühjahr werfen diese Fragen neu auf. Beim Montagsfrühstück stellen wir sie dem Satiriker Tim Wolff und dem Literaturwissenschafter Sigurd Paul Scheichl.

Scheichl, Sigurd Paul

Sigurd Paul Scheichl, gebo­ren 1942, em. Pro­fes­sor für Öster­rei­chi­sche Lite­ra­tur­ge­schich­te und all­ge­mei­ne Lite­ra­tur­wis­sen­schaf­ten.

Wolff, Tim

Tim Wolff, gebo­ren 1978, Chef­re­dak­teur der Sati­re­zeit­schrift TITANIC.