Josef Ober­hol­len­zer

Ort: Literaturhaus

Moderation: Christine Riccabona

Josef Oberhollenzer: Sültzrather. Roman, Folio Verlag 2018
Lesung und Gespräch

Und wenn all die Räume der Erde voll wären mit Erinnerung? – Nach dem Sturz vom Baugerüst und der folgenden Querschnittslähmung beginnt Vitus Sültzrather zu schreiben. Es ist ein Schreiben gegen das Vergessen: Wie besessen, akribisch genau, vertraut er die Details, die nur er wissen kann, dem Papier an. Doch dann beginnt er das, was er aufgeschrieben hat, wieder zu vernichten, Seite für Seite abkratzend, abschabend, ein Vernichtungsfeldzug, der von seiner Umgebung, seiner Schwester, der Zugehfrau und deren Tochter nicht gestoppt werden kann.

 

Ober­hol­len­zer, Josef

gebo­ren 1955, lebt als Schrift­stel­ler und Dich­ter im Pus­ter­tal. Er schreibt Lyrik, Pro­sa, Thea­ter­stü­cke und ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig in Zeit­schrif­ten und Antho­lo­gi­en. Rock­bands haben sei­ne Tex­te ver­tont. Publi­ka­tio­nen (zuletzt): Was auf der erd da ist. Vom schei­tern & gelin­gen, vom ver­ges­sen & erin­nern (1999), Groß­mutter­mor­gen­land. Eine Erzäh­lung aus den Ber­gen (2007), Sültz­ra­ther (2018, alle Folio).