Karl-Markus Gauß

Ort: Literaturhaus

Moderation: Anna Rottensteiner

Pointierte Glosse, eleganter Essay, kulturkritische Polemik, selbstironische Erzählung: Karl-Markus Gauß, „einer der größten Stilisten der Gegenwartsliteratur“ (Günter Kaindlstorfer), verfügt über viele Formen und Tonlagen. Der „Welt-Alltag“ ist das unbekannte Terrain, das er seit dreißig Jahren literarisch erkundet, scharfsinnig, gelehrt und witzig. In der nun veröffentlichten Sammlung seiner kleinen Prosa erzählt er von den einfachen und den verwirrenden Dingen des Lebens, von den Verheißungen des Fortschritts und seinen eigenen Vorurteilen, von weltberühmten Medienfiguren und vergessenen Schriftstellern. Worüber er auch schreibt, über die Aufrüstung der Sexualität, die Abschaffung der Peinlichkeit, die Muttersprachen als Urgrund von Selbstbewusstsein, Phantasie und Revolte, stets überzeugt er mit der Originalität seiner Gedanken, der Eleganz seiner Sprache. In seinen wie mit leichter Hand verfertigten Feuilletons und seinen weitgespannten Essays wird das Bekannte fremd, das Unbekannte vertraut, und durch alle Kritik hindurch findet der Autor immer wieder zur Feier des alltäglichen Lebens, zum Lob der Sprache und zum Glück des Schreibens.

Karl-Markus Gauß: Lob der Sprache, Glück des Schreibens. Otto Müller 2014

    Gauß, Karl-Markus

    geboren 1954 in Salzburg, wo er heute als Autor und Her­aus­ge­ber der Zeitschrift Lit­er­atur und Kri­tik lebt. Seine Büch­er wur­den in viele Sprachen über­set­zt und oft­mals aus­geze­ich­net, darunter mit dem Prix Charles Veil­lon, dem Vileni­ca-Preis, dem Georg-Dehio-Preis und dem Johann-Hein­rich-Mer­ck-Preis. Bei Zsol­nay erschienen zulet­zt Das Erste, was ich sah (2013) sowie Der All­t­ag der Welt (2015), Die Bib­lio­thekarin­nen von Renens (2018 Otto Müller Verlag).