Nino Haratischwili

Ort: Literaturhaus

Moderation: Anna Rottensteiner

Nino Haratischwili: Die Katze und der General. Roman. Frankfurter Verlagsanstalt 2018
Lesung und Gespräch

Der heiß erwartete neue Roman der aus Georgien stammenden Autorin, Theaterregisseurin und Dramatikerin: Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt). In ihm spürt die Autorin den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenen Sowjetreichs aufgetan haben, und entwirft anhand der Lebensgeschichten unterschiedlicher ProtagonistInnen ein spannendes Szenario, beginnend Mitte der 1990er Jahre in einem einsamen Tal im Kaukasus.

Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen »Der General« genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Die dunkelste ist jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen.
Nino Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. Die Katze und der General ist ein spannungsgeladener, psychologisch tiefenscharfer Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung. Wie in einem Zauberwürfel drehen sich die Schicksale der Figuren ineinander, um eine verborgene Achse aus Liebe und Schuld. Sie alle sind Teil eines tödlichen Spiels, in dem sie mit der Wucht einer klassischen Tragödie aufeinanderprallen.


    Haratischwili, Nino

    geboren 1983 in Tiflis, lebt als The­ater­regis­seurin, Dra­matik­erin und Roma­nau­torin in Ham­burg. Sie schrieb unzäh­lige The­ater­stücke und wurde mit ihrem drit­ten Roman Das achte Leben (für Bril­ka) (2014, Frank­furter Ver­lagsanstalt) in Deutsch­land bekan­nt. Haratis­chwili lebt mit ihrer Fam­i­lie in Ham­burg und schreibt auf Deutsch. Ihr Roman Die Katze und der Gen­er­al (FVA 2018) wurde für die Short­list des Deutschen Buch­preis­es 2018 nominiert.