Oskar Pastior liest seine Chlebnikov-Übertragungen

Ort: Literaturhaus

Velimir Chlebnikov (1885-1922) gilt als herausragender Exponent des russischen Modernismus, seine "transmentale Sprache" war Zeigenossen wie Majakowski und vielen späteren sprachalchemistischen Dichtern Inspiration.
" Was es zu übersetzen gilt", schreibt Felix Philipp Ingold, "ist das Unübersetzbare, das, was Benjamin das Sprachliche an der Sprache genannt hat: das Poetische.

Die von Pastior praktizierte Art des Übersetzens entspricht nicht nur dem chlebnikovschen Konzept einer hintersinnigen Laut- oder Vogel- oder Sterne- oder Göttersprache, sondern auch Oskar Pastiors eigener Arbeit am Wort als solchem."

    Pastior, Oskar

    1927 geboren im sieben­bür­gis­chen Her­mannstadt, lebt seit 1969 als freier Schrift­steller in Berlin. Er gilt als ein­er der eigen­willig­sten, pro­duk­tivsten und sprach­mächtig­sten Dichter der deutschen Sprache. Mit­glied der Werk­statt für Poten­tielle Lit­er­atur OULIPO. Huchel-Preis 2002, Ehren­dok­tor der Lucian-Bla­ga-Uni­ver­sität Her­mannstadt, Erich-Fried-Preis 2002. Zahlre­iche Veröf­fentlichun­gen, Gedichtüber­tra­gun­gen zu Charles Baude­laire, Gertrude Stein, Velimir Chleb­nikov (Urs Engel­er Eeditor).