Rose Ausländer im Porträt

Ort: Literaturhaus

Moderation: Christoph W. Bauer

Rose Ausländer wurde 1901 in Czernowitz als Rose Scherzer geboren. Sie entstammte einer weltoffenen, liberal-jüdischen Familie, in der jedoch die wichtigsten Regeln der jüdischen Tradition bewahrt wurden. Schon früh fühlte sie sich der Literatur verbunden, das eigene Schreiben und Dichten nahm jedoch erst während der zwanziger Jahre einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein.

In der Zwischenzeit in die USA emigriert, kehrte sie 1931 aufgrund familiärer Umstände nach Czernowitz zurück, wo sie als Lyrikerin, Journalistin, Übersetzerin und Englischlehrerin tätig war. Nach den Jahren der Zwangsarbeit im Ghetto (1941–1944) übersiedelte sie wiederum in die USA. Nach einem überaus bewegten und durch viele Reisen geprägtes Leben verbrachte sie ihre letzten Jahre im Altenheim der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf. Mehr als zwanzig Gedichtbände liegen heute von ihr vor, u.a. Hügel aus Äther unwiderruflich; Im Aschenregen die Spur deines Namens; Mutterland/Einverständnis (alle: S. Fischer Verlag). 1977 erhielt sie den Ida-Dehmel-Preis der GEDOK. Gryphius-Preis, 1980 wurde ihr die Roswitha-Medaille Bad Gandersheim zuerkannt.


    Bauer, Christoph W.

    geboren 1968, lebt in Inns­bruck. Schreibt Lyrik, Prosa, Dra­matik, Hör­spiel, Essay. Texte für Kinder und Jugendliche. Libret­ti, Lieder­texte, Koop­er­a­tio­nen mit Musik­ern. Her­aus­ge­ber und Betreuer divers­er Antholo­giepro­jek­te. Konzep­tion des Lit­er­aturteils im Gais­mair-Jahrbuch. Leit­er von Schreib­w­erk­stät­ten für Kinder, Jugendliche und Erwach­sene. Ref­er­ent an der Päd­a­gogis­chen Hochschule und am Insti­tut für Sprachkun­st Wien.

    Zahlre­iche Preise und Ausze­ich­nun­gen, zulet­zt Tirol­er Lan­despreis für Kun­st, out­stand­ing artist award (bei­de 2015). Zulet­zt erschienen: stromern. Gedichte (hay­mon­ver­lag 2016)

    www.cewebe.com