Werner Kofler

Ort: Literaturhaus

Moderation: Sigurd Paul Scheichl

Werner Koflers letzter Roman Kalte Herberge (Deuticke 2004) ist ein „grandioses Stück Prosa“ (Kastberger). Darin sind Handlungselemente und Gedankengeflechte zu einem eigenen, dichten Universum montiert. Nüchterne Bestandsaufnahmen, mit bösem Blick protokolliert, wechseln mit persönlichen Momenten, Erinnerungen und Monologen über Krankheit, Tod und das Schriftstellerdasein. Als Klassiker der österreichischen Gegenwartsliteratur gilt Werner Koflers Erstling Guggile. Vom Bravsein und vom Schweinigeln. Eine Materialsammlung aus der Provinz. (Deuticke 2004, Neuauflage). Und es ist auch allerhand Material, das er über eine Jugend in den fünfziger Jahren sammelt und zum Gesamtbild verknüpft: Dokumente, Aussprüche, Erziehungsmaximen, Zeitungsphrasen, alles, was das Herz begehrt. Seinerzeit nannte man das Buch „eine totale Autobiografie„ - auch deshalb, weil es die Autobiografie nicht nur des Autors, sondern vieler anderer ist.

    Kofler, Werner

    ist 1947 in Vil­lach geboren und lebt seit 1968 als freier Schrift­steller in Wien. Büch­er u.a.: Konkur­renz. Szenen aus dem Salzkam­mergut (1996), Aus der Wild­nis (1998), Manker (1999), Ida H. (2000), Tanz­café Tre­blin­ka (2001); Ausze­ich­nun­gen: u. a.: 1987 Elias-Canet­ti-Stipendi­um 1987, 1990 Öster­re­ichis­ches Würdi­gung­spreis für Lit­er­atur, 1996/97 Arno-Schmidt-Preis.