w:ortschichten Christoph W. Bauer, Sabine Gruber, Esther Kinsky

bauer gruber kinsky porträts

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Anna Rottensteiner, Gabriele Wild

Worte und Orte spielen in den Gedichten der drei eingeladenen Autor*innen eine wesentliche Rolle.

Christoph W. Bauers Lyrik zeichnet sich, wie auch sein neuer Gedichtband an den hunden erkennst du die zeiten (Haymon) durch ein Unterwegssein aus, das die Gewissheiten des Ichs und jene der Zeit hinterfrägt. Sieben Zyklen, die unter anderem in den niemandsmorgen führen, atemlos hinter sträuchern und bei allen Zweifeln die Widerständigkeit in der Sprache finden.

Christoph W. Bauer, 1968 in Kolbnitz geboren, lebt in Innsbruck. Er verfasst Lyrik, Romane, Hörspiele, Essays, Texte für Kinder und Jugendliche. 2021 wurde ihm der Preis für künstlerisches Schaffen der Stadt Innsbruck verliehen.

Sabine Grubers Gedichtband Am besten lebe ich ausgedacht. Journalgedichte (Haymon) versammelt lyrische Tagebuchfragmente über das Abschiednehmen, Bewahren und Weitermachen angesichts des Todes eines geliebten Menschen. Gegenstände, Orte, Landschaften erinnern gemeinsame Geschichten und sind gleichzeitig der Motor für den Aufbruch zu Neuem.

Sabine Gruber, 1963 in Meran geboren, lebt in Wien. Verfasst Prosa, Lyrik, Essays, Hörspiele und Theaterstücke. Zahlreiche Preise, zuletzt Preis der Stadt Wien für Literatur

Esther Kinsky legt in Schiefern (Suhrkamp) Nature Writing in poetisch verdichteter Form vor. Die Gedichte und Prosatexte führen auf die schottischen Schieferinseln und legen parallel zu den Natur- und Geschichtserkundungen die zerbrechlichen Schichtungen von menschlicher Erinnerung frei.

Esther Kinsky, 1956 in Engelskirchen geboren, lebt in Berlin und Friaul. Verfasst Prosa und Lyrik, übersetzt aus dem Englischen, Polnischen und Russischen. Für beides wurde sie mit zahlreichen Preisen bedacht, zuletzt 2020 mit dem Deutschen Preis für Nature Writing (gem. mit Ulrike Draesner).