[Forum Freiraum]

The­ma­tis­che Diskus­sions- und Vor­tragsabende, die ihren Impuls aus der Veröf­fentlichung von Büch­ern beziehen, die auf wesentliche Fra­gen der Gegen­wart einge­hen.

Jonas Lüscher

Ort: Literaturhaus

Moderation: Andreas Oberprantacher

[Forum Freiraum] 

Jonas Lüschers Poetikvorlesung Ins Erzählen flüchten, die in Innsbruck zur Diskussion gestellt und im Frühjahr 2020 bei C.H. Beck veröffentlicht wird, handelt gleich mehrfach von Bewegung: von der Bewegung der Gedanken an der Grenze von Literatur und Philosophie, von Erklären und Beschreiben, aber auch von Allgemeinem und Besonderem, um vermittels diverser argumentativer Etappen zu zeigen, was es besagt, sich erneut auf die Möglichkeiten des Narrativen zu besinnen und sozusagen „ins Erzählen zu flüchten“.

Jonas Lüscher, geboren 1976 in Zürich, lebt als Schriftsteller und Essayist in München. Mit seiner Novelle Frühling der Barbaren war er 2015 Innsbruck-liest-Autor.

Eine Veranstaltung des Forschungsschwerpunkts Kulturelle Begegnungen - Kulturelle Konflikte in Kooperation mit dem Institut für Philosophie und dem Literaturhaus am Inn

heimat/eins: das Wort mit dem H. Eine Begriffsbestimmung

Ort: Literaturhaus

Moderation: Anna Rottensteiner

[Forum Freiraum]

Elsbeth Wallnöfer: Heimat. Ein Vorschlag zur Güte. Haymon Verlag 2019

Ist Heimat ein gefährlicher Begriff, der in den Giftschrank politischer Tabuwörter gehört? Oder kann er heute eine konstruktive Rolle in unserer Gesellschaft spielen? Kann der Begriff endlich aus seiner völkisch-nationalistischen Umklammerung gelöst und pluralistisch verstanden werden? Welche Rolle kann dabei die Literatur spielen?

Elsbeth Wallnöfer bietet in ihrem Buch Heimat. Ein Vorschlag zur Güte. Haymon Verlag 2019 neben einem historisch äußerst aufschlussreichen Abriss zu "Heimat" einen diskutierenswerten Ansatz dazu.

Wir laden zum Mitdiskutieren ein.

Isolde Charim

Ort: Literaturhaus

Moderation: Doris Eibl

Die Reihe [Forum Freiraum] bietet thematische Diskussions‐ und Vortragsabende, die ihren Impuls aus Büchern beziehen, welche auf wesentliche Fragen der Gegenwart eingehen.

Den Beginn der Reihe bestreitet die Philosophin Isolde Charim, die in ihrem Buch Ich und die Anderen (Zsolnay 2018) die Frage stellt, wie die neue Pluralisierung die Gesellschaft und jeden Einzelnen verändert. Doch was heißt das genau – pluralisierte Gesellschaft? Und was bedeutet es konkret für jeden Einzelnen, in einer solchen zu leben?
Das Publikum ist eingeladen, seine Überlegungen einzubringen.

Najem Wali

Najem Wali während der Veranstaltung

Ort: Literaturhaus

Moderation: Anna Rottensteiner

Wenn Terroristen in Paris in die Menge schießen und Dutzende Menschen ermorden, wenn die Tugendwächter der Französischen Revolution Tausende enthaupten lassen, um „aufklärerische Ideale“zu verwirklichen, aber auch wenn Dostojewskis „Dämonen“ morden, weil ihr Nihilismus ihnen jedes moralische Empfinden raubt – was geht dann in ihnen vor? Warum machen sich Menschen zu Herren über Leben und Tod – und damit zu Gott? Auch wenn sie sich auf Gott oder ein politisches Ideal berufen, so Walis provokante These, dann gilt in Wahrheit genau das Gegenteil: Was all diese Mörder antreibt, ist die Faszination der Gewalt, das Gefühl absoluter Macht, der Wunsch, tödliche Angst zu verbreiten und das soziale Fundament des Vertrauens zu zerstören.