[Innsbrucker Poetik-Vorlesung]

Die 1984 von Alfred Dopp­ler initi­ier­ten Inns­bru­cker Poetik-Vorlesungen bie­ten den Stu­die­ren­den Ein­blicke in das zeit­ge­nös­si­sche lite­ra­ri­sche Leben: Öster­rei­chi­sche Auto­rin­nen und Auto­ren spre­chen im Rah­men einer Block­ver­an­stal­tung über ihr Werk und über ihre Sicht auf die Lite­ra­tur.

Die (öffent­li­chen) Poetik-Vorlesungen fin­den seit des­sen Grün­dung im Lite­ra­tur­haus am Inn statt.

Lesung und Poetik-Vorlesung mit Juli­an Schutting

Ort: Literaturhaus

Moderation: Eleonore De Felip

18.4. Mittwoch 19 Uhr: Lesung
19.4. Donnerstag 10.30 – 12 Uhr, 16.30 – 18 Uhr: Poetik-Vorlesung

Julian Schutting, einer der bedeutendsten österreichischen Autoren, wird sich in seiner Poetikvorlesung mit wesentlichen Fragen von Lyrik und Prosa auseinandersetzen. Er wird einleitend der Frage nachgehen, "was ein Gedicht erst zu einem Gedicht macht", sodann "großen Gedichten die Reverenz erweisen, auch Zeile für Zeile." Im Hinblick auf die Prosa wird er anhand von exemplarisch ausgewählten "kommentierten Textproben" die Frage behandeln "Was ist Stil?", sind "die Stilisten unter den Schreibenden ja in der Minderheit."

In Kooperation mit dem Institut für Germanistik und dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv.

Anna Kim: Über die Dring­lich­keit 2

Ort: Literaturhaus am Inn

Der zweite Abend mit Anna Kim.

In der diesjährigen Poetikvorlesung wird Anna Kim über die Dringlichkeit als ästhetische und ethische Kategorie im Schreiben sprechen: über den Drang als Voraussetzung, Bedingung für das Schreiben und Weiterschreiben und über das Dringliche als Ursprung, Quelle der literarischen Arbeit.
Zugleich wird sie sich auch der Frage widmen, ob die Dringlichkeit zu einem Geniebegriff gehört, der mittlerweile verjährt ist.

In Kooperation mit dem Brenner-Archiv und dem Institut für Germanistik

Anna Kim: Über die Dring­lich­keit

Ort: Literaturhaus am Inn

In der diesjährigen Poetikvorlesung wird Anna Kim über die Dringlichkeit als ästhetische und ethische Kategorie im Schreiben sprechen: über den Drang als Voraussetzung, Bedingung für das Schreiben und Weiterschreiben und über das Dringliche als Ursprung, Quelle der literarischen Arbeit.
Zugleich wird sie sich auch der Frage widmen, ob die Dringlichkeit zu einem Geniebegriff gehört, der mittlerweile verjährt ist.

In Kooperation mit dem Brenner-Archiv und dem Institut für Germanistik

Diese Veranstaltung findet auch am 04.05. Donnerstag 19 Uhr statt.

Bar­ba­ra Hun­deg­ger — Poe­tik Vor­le­sung

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Barbara Hundegger und Sieglinde Klettenhammer

Poetik-Vorlesung
Dienstag, 31. Mai 16:30–18 Uhr
Mittwoch, 1. Juni 16:30–18 Uhr

Lesung. Einführung: Sieglinde Klettenhammer
Mittwoch, 1. Juni  20 Uhr

Konversatorium für Studierende
Donnerstag 2. Juni, 16:30–18 Uhr

Erich Hackl — Poe­tik Vor­le­sung

Ort: Literaturhaus am Inn

Mittwoch
27. Mai, 18 – 20 Uhr
Poetik-Vorlesung (Teil 1)

Donnerstag
28. Mai, 10.30 –12 Uhr
Poetik-Vorlesung (Teil 2)

Donnerstag
28. Mai, 20 Uhr
Lesung

Freitag
29. Mai, 10.30 Uhr
Konversatorium für Studierende

Die Poetik-Vorlesung ist öffentlich zugänglich.

Poetik-Vorlesung mit Eli­sa­beth Reichart

Ort: Institut für Germanistik

Von der Irritation durch Sprache zum Spiel mit ihr

Elisabeth Reichart: „Sprache hat mich von Anfang an irritiert - wie ihr Gegenteil, die Sprachlosigkeit und alle Bereiche dazwischen und dahinter. Dieses Abenteuer, wie aus Erfahrungen ein Spiel mit der Sprache, ihrer möglichen Melodie, entsteht, wird eines der Themen sein. Ebenso, warum die uralten Menschheitsfragen - woher kommen wir, wer sind wir, wohin gehen wir – immer noch nach Antworten in der Literatur suchen. Eine offene Poetik, ein für die Kreativität der Teilnehmenden offenes Seminar.“

 

Andrea Wink­ler — „Ich weiß, wo ich bin.“ Poetik-Vorlesung

Ort: Literaturhaus

„(...) Wir können das alles – auch Worte verwenden, die keine Wirklichkeit geben, sondern Wirklichkeit nehmen, und ein Mensch werden, der nicht einmal bemerkt, dass er keine Verbindung zu seiner Geschichte hat und dem alles fehlt, was er zu verlieren, was er abzustreifen wünschen könnte. Leider können wir das. Aber wir könnten auch etwas anderes, zum Beispiel irgendwann durch die Nacht streifen und einem andern begegnen, der uns eine Frage stellt oder dem wir eine Frage stellen, je nachdem, und eine Geschichte erzählen, die „mich“ rechtfertigt, in dem Sinn, dass sie eine Wunde, ja, „meine“ Verwundbarkeit berührt. Auch das ist möglich – so wie es möglich ist, aus der Vorstellung Wirklichkeit zu gewinnen, eine tiefere Wirklichkeit, als wir haben.“

Poetik-Vorlesung mit Nev­fel Cum­art

Ort: Literaturhaus

Poetik-Vorlesung, öffentlich zugänglich
Donnerstag, 24. Mai und Freitag, 25. Mai,
jeweils 14 – 19 Uhr
Geiwi-Turm, 9. Stock, Raum Nr. 40904

Von den Sternen am Himmel bis zu den Fischen im Wasser. Über das Gedichteschreiben und Andere literarische Einblicke

Die Poetikvorlesung des deutsch-türkischen Dichters Nevfel Cumart gliedert sich in drei Teile. Zunächst wird Cumart einen Einblick in sein lyrisches Werk geben und skizzieren, wie er zur Lyrik fand. Er berichtet dabei auch über Inspirationen und Anlässe zum Schreiben, über den Einfluss der Migration auf sein Schaffen ebenso wie über den in der Literaturkritik oft als „orientalische Würze“ bezeichneten Einfluß der türkischen Dichtung und Sprache auf sein Werk. Im zweiten Teil geht Cumart auf Elemente der Kurzprosa ein und spürt der Frage nach, wie eine überzeugende, dreidimensionale Figur erschaffen wird. Wie gestaltet man „Charaktere, die Schatten werfen“, welche Rollen spielen der Wunsch als treibende Kraft und die menschlichen Natur mit ihrem Hang zur Widersprüchlichkeit und welches Entwicklungspotential sollte eine Figur unbedingt haben? Im abschließenden, kreativen Teil der Vorlesung soll eine praktische Beteiligung der Teilnehmenden erfolgen. Der Schriftsteller wird gezielt Impulse für ein bewusstes Schreiben geben und mit erprobten Schreibverfahren die kreativen Fähigkeiten freilegen, so daß ein erfolgreicher Zugang zum Schreiben ermöglicht wird und eigene literarische Texte der Teilnehmenden entstehen.

Nevfel Cumart, geboren 1964 in Lingenfeld (Rheinland-Pfalz), studierte Turkologie, Arabistik, Iranistik und Islamwissenschaft in Bamberg. Seit 1993 lebt er freiberuflich als Schriftsteller, Referent, Übersetzer und Journalist in Stegaurach bei Bamberg. Neben Lyrikbänden in Deutsch, Englisch und Türkisch veröffentlichte Cumart auch eine Sammlung mit Erzählungen, außerdem zahlreiche Prosabeiträge, Aufsätze und literarische Essays in diversen Anthologien und Fachpublikationen. Ausgewählte Gedichte von ihm wurden ins Polnische, Russische und Griechische übersetzt. www.nevfel-cumart.de

In Kooperation mit dem Institut für Germanistik

Poetik-Vorlesung mit Alois Hot­sch­nig

Ort: Literaturhaus

Donnerstag und Freitag
jeweils 16–18 Uhr, 20–22 Uhr
Literaturhaus am Inn
Poetik-Vorlesung

Die Poetik-Vorlesung ist öffentlich zugänglich.

Unter dem Titel Das Spiegelbild im aufrechten Gang soll es in Gesprächsform um Fragen des Erzählens gehen, um Erzählhaltungen, Erzählperspektiven, darum, wer aus einem Text heraus spricht und zu wem, über die Interaktion zwischen Text und Leser, um Fragen der Autorenschaft, darüber, wem eine zu beschreibende oder beschriebene „Wirklichkeit“ denn „gehören“ kann und wem der Text.

Über das Schreiben „über die Bande“ soll gesprochen werden und über das Schreiben „aus dem Zentrum eines Geschehens heraus“, über Erwartungen des Lesers, der Leserin an Literatur und über die Erwartung eines Textes an seine Leser.

Poetik-Vorlesung mit Sepp Mall

Ort: Literaturhaus

Mittwoch, 20 Uhr: Lesung. Einführung: Wolfgang Wiesmüller
Donnerstag und Freitag, jeweils 16   –   18 Uhr + 20   –   22 Uhr:

Am Mittwochabend wird Sepp Mall als Auftakt zu seiner Poetik-Vorlesung einen Querschnitt aus seiner lyrischen Produktion lesen, von Läufer im Park (Haymon 1992 ) bis zu Wo ist dein Haus (Haymon 2007 ), von den Gedichten des Meraner Lyrikpreises 1996 bis hin zu neuen unveröffentlichten Texten.

In der Poetik-Vorlesung wird der Autor folgende Themen streifen: Lyrik und andere Grenzüberschreitungen; Spiegelungen, Versteckspiele und blinde Hunde: Das lyrische und das biographische Ich; Schreiben lernen – von Einflüssen, falschen Vorbildern und Weggenossen; Schönheit ist unerlässlich – Wortkollisionen, Durchschüsse, Virgeln; Engagierte Lyrik – das verbotene Politische, das verschämt Poetische. Mit Textbeispielen von Erich Fried, Bert Brecht, Klaus Menapace, n.   c.   kaser, Martina Hefter und anderen.