[Innsbrucker Poetik-Vorlesung]

Die 1984 von Alfred Doppler ini­ti­ierten Inns­bruck­er Poet­ik-Vor­lesun­gen bieten den Studieren­den Ein­blicke in das zeit­genös­sis­che lit­er­arische Leben: Öster­re­ichis­che Autorin­nen und Autoren sprechen im Rah­men ein­er Block­ver­anstal­tung über ihr Werk und über ihre Sicht auf die Literatur.

Die (öffentlichen) Poet­ik-Vor­lesun­gen find­en seit dessen Grün­dung im Lit­er­aturhaus am Inn statt.

Lesung und Poetik-Vorlesung mit Oswald Egger

Egger, Oswald

Ort: Literaturhaus

Moderation: Eleonore De Felip

20. Mai Montag 19 Uhr: Lesung

21. Mai Dienstag 10.30 – 12 Uhr, 16.30 – 18 Uhr: Poetik-Vorlesung

Oswald Egger zur Poetik-Vorlesung in Innsbruck: „Im Raum stehen, Zeit werden, in beide eingehen, überhaupt: Zugang haben, ins Wort fallen, betreten schweigen davon oder beredt sein: Die Und-Gestalt der Sprache will verkörpern und befähigen, die Dinge unbedingt, d.h. außerhalb ihren geläufigen Wegzusammenhängen und den sie umringenden Bedingungen zu denken und zu sehen.

    Lesung und Poetik-Vorlesung mit Julian Schutting

    Ort: Literaturhaus

    Moderation: Eleonore De Felip

    18.4. Mittwoch 19 Uhr: Lesung
    19.4. Donnerstag 10.30 – 12 Uhr, 16.30 – 18 Uhr: Poetik-Vorlesung

    Julian Schutting, einer der bedeutendsten österreichischen Autoren, wird sich in seiner Poetikvorlesung mit wesentlichen Fragen von Lyrik und Prosa auseinandersetzen. Er wird einleitend der Frage nachgehen, "was ein Gedicht erst zu einem Gedicht macht", sodann "großen Gedichten die Reverenz erweisen, auch Zeile für Zeile." Im Hinblick auf die Prosa wird er anhand von exemplarisch ausgewählten "kommentierten Textproben" die Frage behandeln "Was ist Stil?", sind "die Stilisten unter den Schreibenden ja in der Minderheit."

    In Kooperation mit dem Institut für Germanistik und dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv.

      Anna Kim: Über die Dringlichkeit 2

      Ort: Literaturhaus am Inn

      Der zweite Abend mit Anna Kim.

      In der diesjährigen Poetikvorlesung wird Anna Kim über die Dringlichkeit als ästhetische und ethische Kategorie im Schreiben sprechen: über den Drang als Voraussetzung, Bedingung für das Schreiben und Weiterschreiben und über das Dringliche als Ursprung, Quelle der literarischen Arbeit.
      Zugleich wird sie sich auch der Frage widmen, ob die Dringlichkeit zu einem Geniebegriff gehört, der mittlerweile verjährt ist.

      In Kooperation mit dem Brenner-Archiv und dem Institut für Germanistik

        Anna Kim: Über die Dringlichkeit

        Ort: Literaturhaus am Inn

        In der diesjährigen Poetikvorlesung wird Anna Kim über die Dringlichkeit als ästhetische und ethische Kategorie im Schreiben sprechen: über den Drang als Voraussetzung, Bedingung für das Schreiben und Weiterschreiben und über das Dringliche als Ursprung, Quelle der literarischen Arbeit.
        Zugleich wird sie sich auch der Frage widmen, ob die Dringlichkeit zu einem Geniebegriff gehört, der mittlerweile verjährt ist.

        In Kooperation mit dem Brenner-Archiv und dem Institut für Germanistik

        Diese Veranstaltung findet auch am 04.05. Donnerstag 19 Uhr statt.

          Barbara Hundegger — Poetik Vorlesung

          Ort: Literaturhaus am Inn

          Moderation: Barbara Hundegger und Sieglinde Klettenhammer

          Poetik-Vorlesung
          Dienstag, 31. Mai 16:30–18 Uhr
          Mittwoch, 1. Juni 16:30–18 Uhr

          Lesung. Einführung: Sieglinde Klettenhammer
          Mittwoch, 1. Juni  20 Uhr

          Konversatorium für Studierende
          Donnerstag 2. Juni, 16:30–18 Uhr

            Erich Hackl — Poetik Vorlesung

            Ort: Literaturhaus am Inn

            Mittwoch
            27. Mai, 18 – 20 Uhr
            Poetik-Vorlesung (Teil 1)

            Donnerstag
            28. Mai, 10.30 –12 Uhr
            Poetik-Vorlesung (Teil 2)

            Donnerstag
            28. Mai, 20 Uhr
            Lesung

            Freitag
            29. Mai, 10.30 Uhr
            Konversatorium für Studierende

            Die Poetik-Vorlesung ist öffentlich zugänglich.

              Poetik-Vorlesung mit Elisabeth Reichart

              Ort: Institut für Germanistik

              Von der Irritation durch Sprache zum Spiel mit ihr

              Elisabeth Reichart: „Sprache hat mich von Anfang an irritiert - wie ihr Gegenteil, die Sprachlosigkeit und alle Bereiche dazwischen und dahinter. Dieses Abenteuer, wie aus Erfahrungen ein Spiel mit der Sprache, ihrer möglichen Melodie, entsteht, wird eines der Themen sein. Ebenso, warum die uralten Menschheitsfragen - woher kommen wir, wer sind wir, wohin gehen wir – immer noch nach Antworten in der Literatur suchen. Eine offene Poetik, ein für die Kreativität der Teilnehmenden offenes Seminar.“

               

                Andrea Winkler — „Ich weiß, wo ich bin.“ Poetik-Vorlesung

                Ort: Literaturhaus

                „(...) Wir können das alles – auch Worte verwenden, die keine Wirklichkeit geben, sondern Wirklichkeit nehmen, und ein Mensch werden, der nicht einmal bemerkt, dass er keine Verbindung zu seiner Geschichte hat und dem alles fehlt, was er zu verlieren, was er abzustreifen wünschen könnte. Leider können wir das. Aber wir könnten auch etwas anderes, zum Beispiel irgendwann durch die Nacht streifen und einem andern begegnen, der uns eine Frage stellt oder dem wir eine Frage stellen, je nachdem, und eine Geschichte erzählen, die „mich“ rechtfertigt, in dem Sinn, dass sie eine Wunde, ja, „meine“ Verwundbarkeit berührt. Auch das ist möglich – so wie es möglich ist, aus der Vorstellung Wirklichkeit zu gewinnen, eine tiefere Wirklichkeit, als wir haben.“

                  Poetik-Vorlesung mit Nevfel Cumart

                  Ort: Literaturhaus

                  Poetik-Vorlesung, öffentlich zugänglich
                  Donnerstag, 24. Mai und Freitag, 25. Mai,
                  jeweils 14 – 19 Uhr
                  Geiwi-Turm, 9. Stock, Raum Nr. 40904

                  Von den Sternen am Himmel bis zu den Fischen im Wasser. Über das Gedichteschreiben und Andere literarische Einblicke

                  Die Poetikvorlesung des deutsch-türkischen Dichters Nevfel Cumart gliedert sich in drei Teile. Zunächst wird Cumart einen Einblick in sein lyrisches Werk geben und skizzieren, wie er zur Lyrik fand. Er berichtet dabei auch über Inspirationen und Anlässe zum Schreiben, über den Einfluss der Migration auf sein Schaffen ebenso wie über den in der Literaturkritik oft als „orientalische Würze“ bezeichneten Einfluß der türkischen Dichtung und Sprache auf sein Werk. Im zweiten Teil geht Cumart auf Elemente der Kurzprosa ein und spürt der Frage nach, wie eine überzeugende, dreidimensionale Figur erschaffen wird. Wie gestaltet man „Charaktere, die Schatten werfen“, welche Rollen spielen der Wunsch als treibende Kraft und die menschlichen Natur mit ihrem Hang zur Widersprüchlichkeit und welches Entwicklungspotential sollte eine Figur unbedingt haben? Im abschließenden, kreativen Teil der Vorlesung soll eine praktische Beteiligung der Teilnehmenden erfolgen. Der Schriftsteller wird gezielt Impulse für ein bewusstes Schreiben geben und mit erprobten Schreibverfahren die kreativen Fähigkeiten freilegen, so daß ein erfolgreicher Zugang zum Schreiben ermöglicht wird und eigene literarische Texte der Teilnehmenden entstehen.

                  Nevfel Cumart, geboren 1964 in Lingenfeld (Rheinland-Pfalz), studierte Turkologie, Arabistik, Iranistik und Islamwissenschaft in Bamberg. Seit 1993 lebt er freiberuflich als Schriftsteller, Referent, Übersetzer und Journalist in Stegaurach bei Bamberg. Neben Lyrikbänden in Deutsch, Englisch und Türkisch veröffentlichte Cumart auch eine Sammlung mit Erzählungen, außerdem zahlreiche Prosabeiträge, Aufsätze und literarische Essays in diversen Anthologien und Fachpublikationen. Ausgewählte Gedichte von ihm wurden ins Polnische, Russische und Griechische übersetzt. www.nevfel-cumart.de

                  In Kooperation mit dem Institut für Germanistik

                    Poetik-Vorlesung mit Alois Hotschnig

                    Ort: Literaturhaus

                    Donnerstag und Freitag
                    jeweils 16–18 Uhr, 20–22 Uhr
                    Literaturhaus am Inn
                    Poetik-Vorlesung

                    Die Poetik-Vorlesung ist öffentlich zugänglich.

                    Unter dem Titel Das Spiegelbild im aufrechten Gang soll es in Gesprächsform um Fragen des Erzählens gehen, um Erzählhaltungen, Erzählperspektiven, darum, wer aus einem Text heraus spricht und zu wem, über die Interaktion zwischen Text und Leser, um Fragen der Autorenschaft, darüber, wem eine zu beschreibende oder beschriebene „Wirklichkeit“ denn „gehören“ kann und wem der Text.

                    Über das Schreiben „über die Bande“ soll gesprochen werden und über das Schreiben „aus dem Zentrum eines Geschehens heraus“, über Erwartungen des Lesers, der Leserin an Literatur und über die Erwartung eines Textes an seine Leser.

                      Poetik-Vorlesung mit Sepp Mall

                      Ort: Literaturhaus

                      Mittwoch, 20 Uhr: Lesung. Einführung: Wolfgang Wiesmüller
                      Donnerstag und Freitag, jeweils 16   –   18 Uhr + 20   –   22 Uhr:

                      Am Mittwochabend wird Sepp Mall als Auftakt zu seiner Poetik-Vorlesung einen Querschnitt aus seiner lyrischen Produktion lesen, von Läufer im Park (Haymon 1992 ) bis zu Wo ist dein Haus (Haymon 2007 ), von den Gedichten des Meraner Lyrikpreises 1996 bis hin zu neuen unveröffentlichten Texten.

                      In der Poetik-Vorlesung wird der Autor folgende Themen streifen: Lyrik und andere Grenzüberschreitungen; Spiegelungen, Versteckspiele und blinde Hunde: Das lyrische und das biographische Ich; Schreiben lernen – von Einflüssen, falschen Vorbildern und Weggenossen; Schönheit ist unerlässlich – Wortkollisionen, Durchschüsse, Virgeln; Engagierte Lyrik – das verbotene Politische, das verschämt Poetische. Mit Textbeispielen von Erich Fried, Bert Brecht, Klaus Menapace, n.   c.   kaser, Martina Hefter und anderen.

                        Lesung und Poetik-Vorlesung mit Ludwig Laher

                        Ort: Literaturhaus

                        Poetik-Vorlesung

                        Donnerstag, 6. Nov., 16–18 Uhr, 20–22 Uhr
                        und Freitag, 7. Nov., 10–12 Uhr, 14–16 Uhr

                        Ist Sprache lebender Organismus oder tote Materie? Läßt sich ihre schriftliche Wiedergabe von Zeit zu Zeit neu verordnen? Präskriptiv und exakt? Indem Entwicklungen nachvollzogen und Optionen akzeptiert werden? Was bleibt vom Disziplinierungsmittel „Rechtschreibfehler“ angesichts der Kraft des faktischen technischen Fortschritts (SMS, E-Mail, Blog usw.) und sich ständig ändernder Vorschriften? Von solchen Fragen führen Ludwig Lahers Überlegungen zu den persönlichen „Hausorthographien“ von Prosaschriftstellern als Teil ihres ästhetischen Programms. Laher befasst sich etwa mit Elfriede Jelinek, Kathrin Röggla, Raoul Schrott oder Peter Waterhouse und hat sich mit ihnen persönlich dazu ausgetauscht. Aber auch Goethe, Stifter, Kafka oder Uwe Johnson kommen zur Sprache. Ludwig Lahers Poetikvorlesungen erlauben tiefe Einblicke in die ästhetischen wie die literatursoziologischen Implikationen sprachlicher Zeichen.

                          Poetikvorlesung von Kathrin Röggla

                          Ort: Literaturhaus

                          Donnerstag, 10. + Freitag, 11. April
                          jeweils 16.00-18.00 Uhr und 20.00-22.00 Uhr

                          An den Beispielen von wir schlafen nicht (S. Fischer 2004, Roman), junk space (BR 2004, Drama) und draußen tobt die dunkelziffer (DRS 2005, Drama) stellt Kathrin Röggla die Frage, was es bedeutet, dokumentarische Mittel in der ästhetischen Arbeit anzuwenden. Wie sieht der Rechercheprozess aus, was hat er mit dem Sprechen, verschiedenen Gesprächsformen und Aufnahmeverfahren zu tun und wie könnte dabei der Transmissionsriemen zwischen Politik und Ästhetik in Schwung geraten? Anhand des Roman- und Theaterprojekts die ansprechbaren, das sich mit dem Katastrophischen und der Krisenintervention bzw. der Arbeit an Krisen beschäftigt, versucht die Autorin, mögliche literarische Antworten auf virale Medienerzählungen, Genreterror und politische Rhetoriken zu skizzieren.

                            Felicitas Hoppe Poetik-Vorlesung

                            Ort: Literaturhaus

                            Geistesgegenwart

                            "GEISTESGEGENWART, sagt mein alter Brockhaus, sei Besonnenheit und rasche Entschlusskraft. Und ich füge hinzu, sie meint weder Zeitgeist noch Zeitgenossenschaft, sondern jene seltene Wachheit, die uns instand setzt, alles, was uns betrifft, sei es nun Teil der Gegenwart, der Vergangenheit oder der Zukunft, miteinander in ein produktives Verhältnis zu setzen." (Felicitas Hoppe)

                            Und wie geht das in der Literatur? Felicitas Hoppe spricht über Geister der Gegenwart und der Vergangenheit, über die Unmöglichkeit des Historischen Romans und über den zweifelhaften Begriff der Gegenwartsliteratur. Und nicht zuletzt über den großen Wunsch zu handeln und das Eingesperrtsein im Erzählen darüber. Die Autorin hält sich im Mai als Writer in Residence auf Einladung der Philologisch Kulturwissenschaftlichen Fakultät der
                            Leopold-Franzens-Universität und der Stadt in Innsbruck auf. Näheres zu den weiteren Veranstaltungen mit Felicitas Hoppe finden Sie unter: www.uibk.ac.at/writer-in-residence

                            Eine Veranstaltung im Rahmen der Tagung
                            "Felicitas Hoppe im Kontext der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur"
                            vom 22. bis 24. Mai, durchgeführt vom Innsbrucker Zeitungsarchiv www.uibk.ac.at/iza

                              Öffentliche Poetik-Vorlesung mit Franz Josef Czernin und Raoul Schrott

                              Ort: Literaturhaus

                              Poetik des Denkens - Übersetzen und das Denken der Poesie

                              Über neurologische Grundlagen der Dichtung

                              Über poetische Grundlagen der Neurologie

                              Warum verstehen wir Metaphern?

                              Zur poetischen Metapher

                              Warum sind Wörter eines Gedichtes nicht ersetzbar?

                              Was unterscheidet Prosa von Poesie?

                              Wie hat sich das Gedicht durch die Schrift verändert?

                              Schrott interpretiert ein Gedicht Czernins.

                              Czernin interpretiert ein Gedicht Schrotts.

                              Special!

                              Dienstag, 9. Mai, 20-22 Uhr

                              Was kann Literatur? Sebastian Kiefer liest aus seinem gleichnamigen Essay (Droschl) und diskutiert mit Franz Josef Czernin und Raoul Schrott.

                               

                                Poetik-Vorlesung mit Gert Jonke

                                Ort: Literaturhaus

                                Die Poetik-Vorlesung von Gert Jonke findet am Montag 25. April und am Dienstag, 26. April, jeweils von 16 - 18 Uhrund von 20 - 22 Uhr, statt, die Lesung aus literarischen Texten am Mittwoch um 20 Uhr.

                                Das Literaturhaus am Inn und das Institut für deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik setzen gemeinsam die Tradition der Poetik-Vorlesungen in Innsbruck fort, die 1984 begonnen wurden. Friederike Mayröcker, Peter Rosei, Julian Schutting, Renate Welsch und andere waren in der Vergangenheit bereits zu Gast. Sie richtet sich, neben den Studierenden, an alle, die sich für die Reflexionen des Autors zu seinem eigenen Schreiben interessieren.

                                In Zusammenarbeit mit dem Institut für deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik