[Streunereien]

Die literarische Moderne spielte sich wesentlich in urbanen Zentren wie Paris oder London ab. Auch heute sind Metropolen Brennpunkte und mögliche Avantgarden in der Entwicklung von literarischen Verfahrensweisen und Zugängen zur Welt. In dieser Reihe wollen wir Porträts dieser Städte von Autoren und Autorinnen, die ein besonderes Nahverhältnis zur jeweiligen Stadt haben, bringen.

Norbert C. Kasers Bruneck

Beispielbild Kaser Veranstaltung

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Anna Rottensteiner

Mit Joachim Gatterer und Ulrike Lasta

In Gedichten, Glossen, Streitschriften und Briefen hielt Norbert C. Kaser das gesellschaftliche Leben seiner Heimatstadt Bruneck fest. Man begegnet Putzfrauen und Marktschreiern, Wirtsleuten und Kirchenmäusen, Landadeligen, Salonkommunisten und dem Hund mit dem Namen des Bürgermeisters. Texte und Bilder werden zum Mosaik eines verschlafenen Städtchens – zum Porträt einer Zeit, in der sich manches in Bewegung setzte und einer unter die Räder kam.

Sarajevo

Ort: Literaturhaus

Moderation: Andrea Zink & Studierende der Slawistik Innsbruck

Wie kaum in einer anderen Stadt spiegeln sich in Sarajevo die ereignisreiche Geschichte und kulturelle Vielfalt Europas: Sarajevo ist orientalisches Schmuckstück und politischer Tatort zugleich, Provinznest im monarchistischen Jugoslawien und Inbegriff sozialistischer Brüderlichkeit, Austragungsort Olympischer Spiele und eine belagerte Stadt. Von diesen und weiteren Facetten berichten und erzählen die im Band Sarajevo der Reihe Europa erlesen versammelten Texte. Die Herausgeberin Andrea Zink präsentiert diesen gemeinsam mit an der Gestaltung beteiligten Studierenden.

Paris

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Christoph W. Bauer

Für die Entwicklung der literarischen Moderne spielten urbane Räume eine bedeutende Rolle. Auch heute sind Metropolen mögliche avantgardistische Brennpunkte hinsichtlich künstlerischer und gesellschaftlicher Zugänge zur Welt. In dieser Reihe porträtieren Autorinnen und Autoren, zu denen sie ein besonderes Naheverhältnis haben, und lesen aus Texten von Kolleginnen und Kollegen, denen sie sich besonders verbunden fühlen.

Den Beginn macht Christoph W. Bauer mit Paris.