
Vielstimmig, sprachspielerisch, feministisch und zeitkritisch – so zeigt sich die Tiroler Literatur der Gegenwart: Wir präsentieren 6 Autor:innen mit ihren aktuellen Werken:

In „He, Obstdiebin!” (Bibliothek der Provinz 2024) gelingt es der in Landeck lebenden Autorin und „zeichnenden Leserin“ Barbara Tilg, Handkes Roman Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere auf einer visuellen Ebene zu erweitern. Sie entwirft dabei nicht bloß eine Nacherzählung, sondern lädt zu neuen Interpretationen ein. Die in Kufstein lebende Autorin Margit Weiss blickt in ihrem Roman Was man nicht sieht, ist doch da (Edition Raetia 2026) in das Tirol des Jahres 1954: Der zehnjährige Hans wird von der Schule abgeholt und ohne das Wissen seiner Eltern aufgrund „sittlicher Verwahrlosung“ in eine Erziehungsanstalt gebracht. Dort, in einem Umfeld der Schikane, ermutigt ihn einzig der Gärtner, zuversichtlich zu bleiben.

Am Tag der Sonnenfinsternis 1999 flieht der Erzähler aus der Stadt. In Schorf (zzoo 2026) erzählt der in Zams geborene und heute in Wien lebende Daniel Weissenbach u.a. von düsteren Endzeitfantasien und vom Einfluss der Medien. Der in Pfaffenhofen aufgewachsene Emil Kaschka schreibt Romane, Drehbücher und Slamtexte. Er präsentiert eine Auswahl an Kurzprosa und Spoken Word-Texten.

Michèle Yves Pauty (geb. in Innsbruck, lebt in Wien) taucht mit ihrem Roman Familienkörper (Haymon 2025) in das Innsbruck des Olympischen Dorfs der 1980er Jahre ein und erzählt die Geschichte einer Abgrenzung und eines Zueinanderfindens. Das Debüt des in Innsbruck geborenen und u. a. in Wien lebenden Autors Martin Mader Am Anfang wieder die Nacht (Otto Müller 2025) ist die Collage einer unheilvollen Silvesternacht, die unauslöschliche Spuren im Leben dreier Menschen hinterlassen hat.
Eine Veranstaltung im Rahmen der „Woche der Tiroler Literatur“ der IG Autorinnen Autoren Tirol. Das volle Programm finden Sie hier
Moderation: Maria Piok, Gabriele Wild & Irene Zanol
Eintritt zu allen Veranstaltungen frei - einfach spontan vorbeikommen oder unter literaturhaus@uibk.ac.at einen Platz reservieren. Ihr Platz bleibt bis 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn für Sie reserviert, dann wird er für andere Besucher:innen freigegeben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!