
Der Vater meiner Tochter (Jung und Jung 2026)
Lesung und Gespräch
Übersetzung: Snježana Bozin
Der Vater meiner Tochter (Jung und Jung 2026) erzählt von einem unglücklichen Helden, der lustige Dinge tut: Den Krieg und die Belagerung von Sarajevo hat er überlebt, ohne einen Schuss abzugeben – nun muss er sich als Ehemann, Vater einer vorwitzigen Tochter und Werbetexter durchs Leben schlagen, in einem Land, das alle verlassen wollen. Als er seine Ideale nicht länger verkaufen will, kündigt er heimlich seinen Job. Er ist Schriftsteller, also will er gefälligst auch einer sein: Darum beginnt er an einer Website zu arbeiten, die nichts anderes ist als ein Roman, der sich hemmungslos an seinem Leben und dem seiner Familie bedient. Verliebt in eine ehemalige Kollegin und an einer ominösen Krankheit leidend, gefangen zwischen seiner Angst vor dem Tod und der vor dem Leben überlässt er sich seinen Fantasien. So lange, bis ihn die Wirklichkeit einholt.
Nenad Veličković, 1962 in Sarajevo geboren, ist Schriftsteller, Zeitschriftenredakteur und Literaturwissenschaftler. In seinen Arbeiten setzt er sich kritisch mit den Konflikten in Bosnien und Ex-Jugoslawien auseinander.
Moderation: Maria Piok
Eintritt zu allen Veranstaltungen frei - einfach spontan vorbeikommen oder unter literaturhaus@uibk.ac.at einen Platz reservieren. Ihr Platz bleibt bis 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn für Sie reserviert, dann wird er für andere Besucher:innen freigegeben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!