Christoph W. Aigner

Ort: Literaturhaus

Moderation: Erika Wimmer

Die schönen bitteren Wochen des Johann Nepomuk (DVA 2006)


Christoph W. Aigners Roman spielt im Jahre 1971 in einer österreichischen Provinzstadt: Der siebzehnjährige Johann Nepomuk Müller steht mit beiden Beinen fest im Leben. Er ist ein Riesenfußballtalent und hat gelernt, für sich selbst zu sorgen. Vom prügelnden Vater, der Frau und Sohn verlassen hat, hat er nichts zu erwarten, von der aus der Bahn geworfenen Mutter außer Vorwürfen und Geldforderungen auch nichts. Der Besuch des Gymnasiums ist für ihn ein Luxus, den er sich durch Gelegenheitsjobs verdienen muss. Als er nach dem Abendtraining Zeuge einer versuchten Vergewaltigung hinter dem Stadion wird, schlägt er die Täter in die Flucht. Sein Leben, das bisher bloß von Gewalt geprägt war, nimmt eine unerhörte Wendung, durch Mariella eröffnet sich eine ihm bislang unbekannte Welt.

    Aigner, Christoph Wilhelm

    geboren 1954 in Wels, Studi­um in Salzburg, dort Mitar­beit­er des ORF, Redak­teur des Tag­blatts, seit 1985 freier Schrift­steller. Lebt in Ital­ien. Er erhielt den Else-Lasker-Schüler-Preis, den Anton-Wildgans-Preis und den Würdi­gung­spreis für Lit­er­atur der Repub­lik Öster­re­ich. Seine Buch­pub­lika­tio­nen umfassen Gedicht­bände, Erzäh­lun­gen, Über­set­zun­gen und den Roman Die schö­nen bit­teren Wochen des Johann Nepo­muk (großteils bei DVA).