Daniela Danz und Ulrike Draesner

Ort: Literaturhaus

Moderation: Gabriele Wild

In ihrem Gedichtband berührte orte wirft Ulrike Draesner das sprachliche Netz nach wirklich bereisten Orten aus, fischt nach den historischen, religiösen und medialen Phantasmen von Städten wie Damaskus oder Casablanca und lässt deren Wirklichkeit die Sprache in Schwingung versetzen. Kluge Beobachtung, der Mut, sich Fremdem zu öffnen, gehören dafür ebenso zum Handwerkszeug wie der findungsreiche Umgang mit Sprache und Dichtungstradition.

Das lyrische Sprechen von Daniela Danz in ihrem Gedichtband Pontus greift weit aus, in die Zeiten, zurück ins Archaische, Mythische, und es führt in entfernte Weltgegenden, die doch merkwürdig nah liegen. Daniela Danz befragt die Bruchstellen: von Tradition und Moderne, von Europa und Orient, von Wasser und Land. Die Dinge, die sie auf ihren poetischen Reisen „findet“, rücken in ein verzaubertes Licht, sie werden zu phantastischen Orten neuer Erinnerungen.

Ulrike Draesner: berührte orte. Luchterhand 2008

Daniela Danz: Pontus. Gedichte. Wallstein 2009

    Danz, Daniela

    geboren 1976 in Eise­nach, Studi­um der Kun­st­geschichte und Ger­man­is­tik in Tübin­gen, Prag, Berlin und Halle, freie Autorin und Kun­sthis­torik­erin, lebt in Halle an der Saale. Zulet­zt erschienen: Ser­imunt. Gedichte (Wart­burg 2004), Türmer. Roman (Wall­stein 2006)

    Draesner, Ulrike

    geboren 1962, studierte in Deutsch­land und Eng­land, lebt als freie Autorin in Berlin. Ihr Werk umfasst Romane, Erzäh­lun­gen, Gedichte und Essays. Zulet­zt erschienen: kugel­blitz. Gedichte (2005), Schöne Frauen lesen. Essays (2007, bei­de: Luchterhand).

    www.draesner.de