Die schärfs­ten Dia­lek­ti­ker sind die Flüchtlinge

Ort: Literaturhaus am Inn

Szenische Lesung von Bertolt Brechts: Flüchtlingsgespräche
Besetzung: Helmuth A. Häusler und Hannes Perkmann
Lieder: Judith Keller
Inszenierung: Klaus Rohrmoser

Die in den frühen 1940er Jahren geschriebenen Dialoge der Flüchtlingsgespräche handeln vom Alltag der aus Deutschland Vertriebenen, vertreten durch den Intellektuellen Ziffel und den Arbeiter Kalle, die sich im Restaurant des Hauptbahnhofs von Helsinki über die internationale Lage (deutsche Truppen haben Dänemark und Norwegen besetzt und rücken in Frankreich vor) und die eigene Situation unterhalten: Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen.

Bertolt Brecht, geboren 1898, musste 1933 Berlin verlassen und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden, Finnland und in die USA. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.

Zur Aufführung gebracht mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags