Elisabeth Reichart

Ort: Literaturhaus

Moderation: Erika Wimmer

Elisabeth Reichart entdeckt in ihrem Gedichtband In der Mondsichel und anderen Herzgegenden das Genre der Lyrik für sich. Die poetische Sprache ihrer Romane und Erzählungen verdichtet sich hier zu Augenblicken der Schönheit, der Liebe, zu Träumen und der Trauer über ihren Verlust. Zeit und Entfernung verschwinden in dieser Lyrik, die bekannte und unbekannte Orte bereist, sich in der Natur niederlässt, zwischen Frau und Mann, Armut und Reichtum, Vergangenheit und Heute, Abschiednehmen und Ankommen. Die thematische Reichhaltigkeit spiegelt sich wider in der sprachlichen Vielfalt, im Nebeneinander von dichtkomponierten, fast hermetischen Gedichten und erzählender Lyrik, deren sinnliche Erfahrungen die Sprache vibrieren lassen.

Elisabeth Reichart: In der Mondsichel und anderen Herzgegenden. Gedichte. Otto Müller Verlag 2013

    Reichart, Elisabeth

    1953 in Steyregg geboren, studierte Geschichte und Ger­man­is­tik in Salzburg und Wien. Seit 1982 lebt sie, unter­brochen von län­geren Aus­land­saufen­thal­ten in Japan und den USA, als freie Schrift­stel­lerin in Wien. Für ihre Büch­er erhielt sie zahlre­iche Ausze­ich­nun­gen, darunter den Öster­re­ichis­chen Würdi­gung­spreis für Lit­er­atur, den Anton-Wildgans-Preis sowie den Lan­deskul­tur­preis Oberöster­re­ich. Ihre Romane Feb­ru­arschat­ten (1984) und Fotze (1993) zählen zu den Grund­büch­ern der öster­re­ichis­chen Lit­er­atur. Zahlre­iche Pub­lika­tio­nen, zulet­zt Das Haus der ster­ben­den Män­ner (2005), Die unsicht­bare Fotografin (2008) und Die Voest-Kinder (2011, alle: Otto Müller).