Elisabeth Reichart

Ort: Literaturhaus

Moderation: Renate Giacomuzzi

In ihrem Roman Das vergessene Lächeln der Amaterasu, der 1998 erstmals erschien und 2013 im Otto Müller Verlag neu aufgelegt wurde, setzt sich Elisabeth Reichart mit einer fremden Welt voller Abgründe auseinander. Die Heldin Alwina, Malerin aus Wien, folgt ihrem Geliebten Ichiro, einem Sänger, in sein Heimatland Japan, das auch ihr „Sehnsuchtsland“ ist. So sehr sie versucht, die Gesellschaft Japans zu verstehen, so sehr wird ihr bewusst, dass sie immer ausgeschlossen bleiben wird und gleichzeitig nach ihrer Heirat dem japanischen Familienclan ausgeliefert ist. Ein intensiver Roman über die Liebe und über die Konfrontation zweier Kulturkreise, geschrieben aus der genauen Kenntnis der japanischen Kultur.

Elisabeth Reichart: Das vergessene Lächeln der Amaterasu. Roman. Otto Müller 2013

    Reichart, Elisabeth

    1953 in Steyregg geboren, studierte Geschichte und Ger­man­is­tik in Salzburg und Wien. Seit 1982 lebt sie, unter­brochen von län­geren Aus­land­saufen­thal­ten in Japan und den USA, als freie Schrift­stel­lerin in Wien. Für ihre Büch­er erhielt sie zahlre­iche Ausze­ich­nun­gen, darunter den Öster­re­ichis­chen Würdi­gung­spreis für Lit­er­atur, den Anton-Wildgans-Preis sowie den Lan­deskul­tur­preis Oberöster­re­ich. Ihre Romane Feb­ru­arschat­ten (1984) und Fotze (1993) zählen zu den Grund­büch­ern der öster­re­ichis­chen Lit­er­atur. Zahlre­iche Pub­lika­tio­nen, zulet­zt Das Haus der ster­ben­den Män­ner (2005), Die unsicht­bare Fotografin (2008) und Die Voest-Kinder (2011, alle: Otto Müller).

    Giacomuzzi, Renate

    die von 1990 bis 2005 in Japan an diversen Uni­ver­sitäten in Tokyo lehrte, wird ein Gespräch mit Elis­a­beth Reichart führen.