Enno Stahl und Jörg Sundermeier

Ort: Literaturhaus

Moderation: Lisa Astl, Theresa Krug

Verlagspräsentation im Rahmen der Praxiserfahrung des Literaturhauses am Inn

Wie wird man Verleger? Man tut einfach so, als wäre man einer. So begann zumindest die Geschichte des Verbrecher Verlags. Er wurde gegründet „um kein Verlag zu sein“. 1995 suchten die Literaturstudenten Werner Labisch und Jörg Sundermeier einen Weg, um für ihren privaten Lesegenuss an unveröffentlichte Manuskripte zu kommen – also gründeten sie einen Verlag. Mittlerweile betreibt Sundermeier dieses Unternehmen in Berlin alleine und hat über 150 Bücher veröffentlicht. Das Programm ist breit gefächert, der Schwerpunkt liegt auf Belletristik, zudem veröffentlicht der Verbrecher Verlag Sach- und Kunstbücher sowie eine Stadtbuch- und eine Filmliteratur-Reihe. Das Motto lautet: „Verbrecher Verlag – gute Bücher!“

Enno Stahl: Winkler, Werber. Verbrecher Verlag 2012

    Stahl, Enno

    geboren 1962, Ger­man­ist und pro­moviert­er Ital­ian­ist, war Mit­glied beim Kun­st­pi­rat­en-Kollek­tiv. Der Rhein­län­der ist bekan­nt für sein vielfältiges lit­er­arisches und kün­st­lerisches Engage­ment. Er war Mither­aus­ge­ber der Zeitschrift Zeilen­Sprung und organ­isierte Live-Lit­er­atur­rei­hen sowie ver­schiedene Per­for­mance-Shows. Heute leit­et er einen Lit­er­atur­club und nimmt selb­st immer wieder an inter­na­tionalen Lit­er­atur- und Per­for­mance-Fes­ti­vals teil. Trash Me!, pirate­brut! und Die Affen­mas­chine sind veröf­fentlichte Geschicht­en und Erzäh­lun­gen, die bere­its auf das kri­tis­che Poten­tial des Autors hin­deuten. Im Lit­er­aturhaus am Inn wird er aus sein­er „wah­n­witzi­gen Lek­türe“ (Johannes Springer, skug), dem Roman Win­kler, Wer­ber lesen: „Ich schwöre, Sie wer­den zufrieden sein, davon bin ich überzeugt.“

    http://ennostahl.de

    Sundermeier, Jörg

    Der 1970 in Güter­sloh geborene Ver­leger ist selb­st gieriger Leser, Autor und Her­aus­ge­ber. Er schreibt als Jour­nal­ist für die Berlin­er Zeitung und die taz. Eine Auswahl sein­er besten Beiträge in der Jun­gle World sind in Buch­form unter dem Namen Der let­zte linke Stu­dent erschienen. In seinem Ver­lag war er Her­aus­ge­ber für Veröf­fentlichun­gen wie Das Buch vom Klauen oder Das Buch vom Trinken. Qual­ität ste­ht bei ihm an erster Stelle und so meinte er auch ein­mal: „Ich glaube schon, dass es Büch­er gibt, für die keine Bäume hät­ten ster­ben müssen.“

    www.verbrecherverlag.de