Ermanno Cavazzoni

Ort: Literaturhaus

Moderation: Gerhild Fuchs

Lesung auf Deutsch: Johann Nikolussi

Originell, schräg, hintergründig und umwerfend komisch – so lauten wohl die häufigsten Zuschreibungen an Ermanno Cavazzonis Texte. Die häufig absurde Komik, die der Bologneser Autor zu inszenieren versteht, ist nie laut oder aufdringlich. Ganz im Gegenteil handelt es sich um einen leisen, dabei hochgebildeten und reflektierten Autor, der von einer konstanten Abwehrhaltung gegen alles Hochtrabende und Gelehrte in der Literatur angetrieben wird und sich daher bevorzugt den entlegenen, befremdlichen und verwunderlichen Seiten des Alltagslebens zuwendet. Der Autor präsentiert am Abend Kostproben aus Vite brevi di idioti und Gli scrittori inutili.

 

    Cavazzoni, Ermanno

    geboren in Reg­gio Emil­ia, lebt seit Jahrzehn­ten in Bologna, wo er als Uni­ver­sitäts­dozent für Ästhetik und Rhetorik arbeit­et. Bekan­nt wurde er mit dem Roman Il poe­ma dei lunati­ci (Gesang der Mond­köpfe, Wagen­bach 1996), auf dem Felli­nis let­zter Film La voce del­la luna (1990) basiert. Ins Deutsche über­set­zt wur­den auch Le ten­tazioni di Giro­lamo (Mit­ter­nachtsabitur, Klett-Cot­ta 1994), Vite bre­vi di idi­oti (Kurze Lebensläufe der Idioten, Wagen­bach 1994) und Gli scrit­tori inutili (Die nut­zlosen Schrift­steller, Wagen­bach 2003). Zulet­zt erschien Sto­ria nat­u­rale dei gigan­ti (Guan­da 2007).