Galizien – Erinnerungen an eine untergegangene Kulturlandschaft

Ort: Literaturhaus

Moderation: Michael Klein

Der Vortrag will an das 1918 untergegangene ehemals größte Kronland der Habsburgermonarchie, das heute schon beinahe sagenhaft anmutende „Königreich Galizien und Lodomerien“ erinnern und versucht die Faszination zu erklären, die, zunehmend bis heute, von dieser östlichsten Provinz des damaligen Reiches ausgeht: Galizien, eine in höchstem Maße widersprüchliche Landschaft, einerseits geprägt von extremen sozialen Gegensätzen und von bitterster Armut und zugleich ausgezeichnet durch eine ungemein reiche, überwiegend jüdische Kultur, deren vielfältige Einflüsse bis in die Gegenwart noch spürbar sind.

Exemplarisch vorgestellt werden die beiden polnisch-jüdischen Romane: Józef Wittlin, Das Salz der Erde und Julian Stryjkowski, Austeria

Michael Klein, geboren 1939 in Essen. Bis 2004 Professor für Germanistik und Leiter des Innsbrucker Zeitungsarchivs an der hiesigen Universität.

Eine Kooperation mit dem Brenner-Forum