Gerhard Ruiss und Martin Fritz

Ort: Literaturhaus

"Frisch und erstaunlich gegenwärtig, von lustvoll und frivol bis sinnlich, zart" - so lässt sich der Ton des Lyrikers Gerhard Ruiss beschreiben, den er in seinen Nachdichtungen der späten Lieder von Oswald von Wolkenstein anschlägt. Im dritten Band der Nachdichtungen wird das gesamte Panorama des dichterischen Schaffens des weltgewandten mittelalterlichen Dichters deutlich: Liebesgesänge, Spottlieder, Sprüche, religiöse und politsche Lieder. Den Witz und die ungebändigte Lebensfreude Wolkensteins überträgt Ruiss in ein frisches, heutiges Deutsch.

Martin Fritz liest Auszüge aus dem in Arbeit befindlichen Romanprojekt hier war jetzt über Exzess, Wahrheit und Scheitern sowie Gedichte aus dem unveröffentlichten Zyklus the definition of correctnessüber Tiere, Kosmologie und Informationstheorie.

    Ruiss, Gerhard

    geboren 1951, lebt in Wien. Schrift­set­zer, seit 1978 Autor und Musik­er. Pub­lika­tio­nen (Auswahl): dichter schreiben keine romane. gedichte (edi­tion fun­da­men­tal 2004), Kan­z­lergedichte (Edi­tion Aramo 2006); bei Folio Bd I, II und III der Nachdich­tun­gen von Oswald von Wolken­stein: Und wenn ich nun noch länger schwieg’ (2007), Herz, dein Ver­lan­gen (2008), So sie mir pfiff zum Katzen­lohn (2010).

    Fritz, Martin

    wurde 1982 in Rum bei Inns­bruck geboren, wo er Ver­gle­ichende Lit­er­atur­wis­senschaft und Deutsche Philolo­gie studierte. Er ist Mit­glied der 1. Inns­bruck­er Lese­bühne „Text ohne Reit­er“ und „FHK5K“; neben zahlre­ichen anderen Preisen und Stipen­di­en erhielt er zulet­zt das Hilde-Zach-Förder­stipendi­um Lit­er­atur 2017 sowie den Lit­er­atur­preis der Uni­ver­sität Inns­bruck 2018.

    Blog: assotsiationsklimbim.twoday.net