Haikus von Christian Loidl

Ort: Literaturhaus

Moderation: Eva Lavric

von jetzt bis jetzt.

Aus dem Deutschen ins Italienische und Französische übersetzt von Studierenden der Institute für Romanistik und für
Translationswissenschaft der Universität Innsbruck
Begrüßung: VR Tilmann Märk
Musik: Leo Scola (Gitarre)

„Haikus machen ein Fenster auf in unserer Wahrnehmung, unsere Klischees und Erwartungen werden durchbrochen. (…) Aus dem Unerwarteten, Charakteristischen, Absurden kann Humor entstehen – ein feiner Humor, voll Leichtigkeit. Manche Haikus haben eine Pointe, andere nicht – aber alle machen sie etwas auf, unterbrechen den stereotypen Fluss der Gedanken, die vorgefertigten Interpretationsmuster dessen, was wir sehen, hören und denken. (...) Haikus sind ein Geisteszustand und feiern diesen, tanzen mit diesem und mit der Wirklichkeit: das frische Wahrnehmen, der Anfänger-Geist, das Zerreißen der Konditionierungen.“ (aus dem Vorwort von Eva Lavric)
Der Gedichtband nachtanhaltspunkte. haiku notate von Christian Loidl diente als Vorlage für ein Übersetzungsprojekt, das 2009–2011 an der Universität Innsbruck durchgeführt wurde. Im anschließenden Schreibprojekt versuchten die Studierenden selbst, Haikus in der Fremdsprache zu verfassen. Nun sind die übersetzten und die neu verfassten Haikus in einem Band zusammengefasst und von Eva Lavric, Muryel Derlon und Carla Leidlmair-Festi bei innsbruck university press herausgegeben worden.

Christian Loidl, geboren 1957 in Linz, lebte ab 1975 in Wien, wo er 2001 starb. Studium der Germanistik, Dr. phil. 1984. Ab 1985 freier Schriftsteller, Mitglied der GAV und des Podium. Arbeitsschwerpunkte Lyrik und Performance, daneben Essay, Kurzprosa, Hörspiel, Feature, Übersetzungen. Mitbegründer der Schule für Dichtung in Wien.

Muryel Derlon, Eva Lavric, Carla Leidlmaier-Festi (Hg.): von jetzt bis jetzt. Haikus von Christian Loidl. innsbruck university press 2011