Hamir Sadr, Linda Lê und Joan Anim-Addo

Ort: Literaturhaus

Spiegel im fremden Wort: Unter diesem Titel seiner Dresdner Chamisso-Poetik-Vorlesungen thematisiert der in Russland geborene und in Österreich lebende Autor Vladimir Vertlib die literarischen Übersetzungsmöglichkeiten von Migrationserfahrungen sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Schreibens in einer „fremden“ Sprache. Spiegel im fremden Wort: Hamir Sadr, Linda Lê und Joan Anim-Addo reflektieren in ihren Texten über literarische Spiegelbilder, Erinnerungen und „eigene“ und „fremde“ Worte.

Anim-Addo, Joan

geboren in Grena­da, lebt und arbeit­et als Autorin und Lit­er­atur­wis­senschaft­lerin in Lon­don. Lei­t­erin des Caribbean Cen­tre am Gold­smiths Col­lege der Uni­ver­si­ty of Lon­don sowie der Caribbean Women Writ­ers Alliance, Mit­be­grün­derin der Zeitschrift Man­go Sea­son. Sie schreibt vor allem Lyrik (Haunt­ed by His­to­ry, Janie Crick­et­ing Lady) und The­ater­stücke und ist Autorin des zweis­prachi­gen (engl./ital.) Libret­tos Imoin­da .

Lê, Linda

geboren 1963 in Dalat in Süd­viet­nam. Sie besuchte das franzö­sis­che Gym­na­si­um in Saigon und emi­gri­erte 1977 mit ihrer Mut­ter und drei Schwest­ern nach Frankre­ich. Seit 1981 lebt sie als freie Autorin in Paris. In deutsch­er Über­set­zung erschienen: Irre Reden (1998), Die drei Parzen (2002), Tot­er Buch­stabe (2005, alle: Ammann).

Sadr, Hamir

geboren 1946 in Teheran, gehört zu den großen Exilschrift­stellern des Iran, seine Arbeit­en wur­den mit zahlre­ichen Preisen aus­geze­ich­net. Er lebt seit 1991 in Wien. In seinem let­zten Roman Der Gedächt­nis­sekretär (Deuticke 2005) nützt er die Frei­heit des Frem­den für einen ganz eige­nen Blick auf die öster­re­ichis­che Geschichte. Neben sein­er schrift­stel­lerischen Tätigkeit arbeit­ete er mit den Filmemach­ern Jacques Bral, Sam Fuller und Mansur Madavie zusam­men.