KULTUR UND DEMOKRATIE nach und vor den Wah­len

Ort: Treibhaus, Angerzellgasse

Moderation: Benedikt Sauer

Impulsvortrag von Michael Wimmer (Kulturwissenschaftler)
Statements von Verena Teissl (Kulturwissenschaftlerin) und Ivona Jelcic (Kulturjournalistin)
Publikumsdebatte unter der Moderation von Benedikt Sauer

In seinem Impulsreferat wird der Kulturwissenschaftler Michael Wimmer die Beziehungen zwischen Kulturschaffenden und Kulturpolitik  auf österreichischer Bundesebene beleuchten und in einem historischen Abriss die Veränderungen zwischen 1950 bis in die unmittelbare Gegenwart in den Blick nehmen. Während sich die staatliche Kulturpolitik nach den hochfliegenden Vorstellungen aus den 1970er Jahren zunehmend auf das Subventionieren und Funktionieren des Kulturbetriebs zurückgezogen hat, erleben wir seitens der  rechtspopulistischen Kräfte die Wiederbelebung einer bereits überwunden geglaubten Kulturalisierung von Politik entlang ethnischer Zuschreibungen. Staatliche Kulturpolitik zeigt sich gegenüber diesen neuen politischen Herausforderungen, die die mühsam erkämpften Grundlagen eines liberalen Demokratieverständnisses zu untergraben, konzeptiv bislang weitgehend unvorbereitet. In der Debatte werden sowohl die Bundesebene als auch die Landes- und Gemeindeebene  diskutiert als auch Strategien angedacht, um diesen Entwicklungen entgegenzutreten.

Wim­mer, Micha­el

Lei­ter von EDUCULT, Dozent an der Uni­ver­si­tät für ange­wand­te Kunst Wien zu Kul­tur­po­li­tik­for­schung sowie Lehr­be­auf­trag­ter am Insti­tut für Theater-, Film- und Medi­en­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Wien. Bera­ter des Euro­pa­rats, der UNESCO und der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on in kultur- und bil­dungs­po­li­ti­schen Fra­gen. Mit­glied des wis­sen­schaft­li­chen Bei­rats der Inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz für Kul­tur­po­li­tik­for­schung