Lesung und Poetik-Vorlesung mit Lud­wig Laher

Ort: Literaturhaus

Poetik-Vorlesung

Donnerstag, 6. Nov., 16–18 Uhr, 20–22 Uhr
und Freitag, 7. Nov., 10–12 Uhr, 14–16 Uhr

Ist Sprache lebender Organismus oder tote Materie? Läßt sich ihre schriftliche Wiedergabe von Zeit zu Zeit neu verordnen? Präskriptiv und exakt? Indem Entwicklungen nachvollzogen und Optionen akzeptiert werden? Was bleibt vom Disziplinierungsmittel „Rechtschreibfehler“ angesichts der Kraft des faktischen technischen Fortschritts (SMS, E-Mail, Blog usw.) und sich ständig ändernder Vorschriften? Von solchen Fragen führen Ludwig Lahers Überlegungen zu den persönlichen „Hausorthographien“ von Prosaschriftstellern als Teil ihres ästhetischen Programms. Laher befasst sich etwa mit Elfriede Jelinek, Kathrin Röggla, Raoul Schrott oder Peter Waterhouse und hat sich mit ihnen persönlich dazu ausgetauscht. Aber auch Goethe, Stifter, Kafka oder Uwe Johnson kommen zur Sprache. Ludwig Lahers Poetikvorlesungen erlauben tiefe Einblicke in die ästhetischen wie die literatursoziologischen Implikationen sprachlicher Zeichen.

Laher, Lud­wig

gebo­ren 1955 in Linz, Schrift­stel­ler und Leh­ren­der, ver­öf­fent­licht Pro­sa, Lyrik, Essays, Hör­spie­le, Dreh­bü­cher, Über­set­zun­gen sowie wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten.

www.ludwig-laher.com/