Lisa Fritsch und Erika Wimmer im Gespräch

Ort: Literaturhaus

Wannen Wonnen von Lisa Fritsch besteht aus unterschiedlichen Genres. Mit einem Gemisch von Erzählung, Notat, Reportage, Essay und Gedicht wird Lisa Fritsch dem Phänomen Badewanne in seinen kulturhistorischen Facetten gerecht: vom Ort des Alleinseins bis zum Badezimmer für die gemeinsame Schönheitspflege, vom Ort für physikalische Experimente bis zur Wanne als Tatort. Das Motiv der Annäherung ist dabei "oft nur nebenbei anwesend, blinkt als Geschichtenkatalysator und die einzelnen Texte verbindende (markierende) Konstante mitunter bloß am Rand des Erzählten kurz auf: zum Anlass gewordenes objet trouvé." (Birgit Schwaner)

Erika Wimmer erzählt in ihrem Roman Die dunklen Ränder der Jahre zwei Lebensgeschichten, die miteinander verstrickt und aufeinander bezogen sind, ohne sich mehr als ein halbes Jahrhundert lang berührt zu haben. Die Dynamik aus Flucht und Täuschung, Verdrängung und Enttäuschung durchdringt und bestimmt diese beiden Leben, die so nur in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts denkbar sind. "Ein Roman, sprachmächtig und stilsicher, ein reifes Werk voller Spannung, die das Erzählfeuer geschickt entfacht und stets lodern lässt, indem die Handlung nach einer fein komponierten Erzähldramaturgie enthüllt wird." (Bernhard Sandbichler).

Lisa Fritsch: Wannen Wonnen. Sonderzahl 2009

Erika Wimmer: Die dunklen Ränder der Jahre. Roman. Folio 2009

    Fritsch, Lisa

    geboren in Wien, Studi­um der Philoso­phie und Eth­nolo­gie. Bis 2000 war sie im Schul­dienst tätig, seit­dem freie Autorin. Mit­glied der Graz­er Autoren­ver­samm­lung und des Podi­um-Lit­er­aturkreis­es. Zulet­zt erschienen: Am Spieltisch. Die Sucht nach Gewinn und Ver­lust (Son­derzahl 2004).