Luiz Ruffato im Gespräch mit seinem Übersetzer Michael Kegler

Ort: Literaturhaus

Moderation: Heidi Unterhofer

[Im Fokus: Brasilien]

Luiz Ruffato gibt in seinen Romanen der armen Bevölkerung Brasiliens eine Stimme, den kleinen Leuten von der Straße, die nach wie vor die Mehrheit der brasilianischen Bevölkerung darstellen. Sein zwischen 2005 und 2011 entstandener fünfbändiger Romanzyklus Inferno provisório (Dt.: Vorläufige Hölle, Verlag Assoziation A) erzählt die Geschichte der brasilianischen Arbeiter, Einwanderer und Binnenmigranten. 2013 war Luiz Ruffato Eröffnungsredner der Frankfurter Buchmesse und sorgte dabei mit seinen kritischen Worten zur Situation Brasiliens für Aufsehen.

* In dieser Veranstaltungsreihe legen wir den Fokus auf die Literatur und literarische Systeme in anderen Ländern und Kulturkreisen.

    Kegler, Michael

    geboren 1967 in Gießen. Aufgewach­sen in Liberia, Brasilien und Ober­hessen. Über­set­zer por­tugiesisch-sprachiger Lit­er­atur aus Ango­la, Brasilien Mosam­bik und Por­tu­gal. Her­aus­ge­ber der Web­site www.novacultura.de zu Lit­er­atur und Musik des por­tugiesis­chen Sprachraums.

    Ruffato, Luiz

    geboren 1961 in Cataguas­es im Südosten Brasiliens,  arbeit­ete als Kind ein­er Migranten­fam­i­lie zunächst als Verkäufer und Schloss­er und studierte gle­ichzeit­ig Jour­nal­is­mus. Anschließend wurde er durch seine ersten schrift­stel­lerischen Veröf­fentlichun­gen schla­gar­tig bekan­nt. Er erhielt u. a. den Pre­mio Macha­do de Assis der brasil­ian­is­chen Nationalbibliothek.
    Bish­er ins Deutsche über­set­zte Pub­lika­tio­nen: Mama, es geht mir gut, Es waren viele Pferde. Roman (2012), Der schwarze Sohn Gottes. Roman (2013, Teil 1 des Romanzyk­lus Vor­läu­fige Hölle), Der Band Der schwarze Sohn Gottes. 16 Fußballgeschicht­en aus Brasilien (2013) ver­sam­melt Erzäh­lun­gen brasil­ian­is­ch­er Autoren und Autorin­nen zum The­ma Fußball. Zulet­zt: Feindliche Welt, Teil 2: Vor­läu­fige Hölle (2014, alle: Ver­lag Assozi­a­tion A, über­set­zt von Michael Kegler).