Lukas Bärfuss und Johannes Gelich

Ort: Literaturhaus

Moderation: Thorsten Ahrend

Was macht Menschen zu Komplizen der Macht? Diesem Thema spüren Lukas Bärfuss und Johannes Gelich auf unterschiedlichste Weise und in unterschiedlichsten Kontexten nach.

Lukas Bärfuss’  minutiös recherchierter Roman Hundert Tage spielt in Ruanda, im April 1994, und handelt von den Verwicklungen der Schweizer Entwicklungshilfe in Diktatur und Völkermord. Er berichtet von Menschen, die das Gute beabsichtigen und das Böse mittragen und erzählt ein dunkles Kapitel aus Afrikas Geschichte, in das „der Westen“ tiefer verstrickt ist, als er glaubt.

Johannes Gelich stellt in seinem Roman Der afrikanische Freund mit bohrender Intensität unser Selbstverständnis in Frage. Ein morbides Kammerstück, eine „verstörend furiose Camus-Überschreibung“ (SZ).

Thorsten Ahrend, langjähriger Lektor für deutschsprachige Literatur bei Suhrkamp, seit 2005 Programmleiter und Gesellschafter bei Wallstein.

Lukas Bärfuss: Hundert Tage. Roman. Wallstein 2008

Johannes Gelich: Der afrikanische Freund, Wallstein 2008

    Gelich, Johannes

    geboren 1969 in Salzburg, Studi­um der The­ater­wis­senschaft und Ger­man­is­tik, lebt in Wien. Roman­veröf­fentlichun­gen: Die Spur des Bib­lio­thekars (2003), Chlor (2006).

    www.johannesgelich.com

     

    Bärfuss, Lukas

    geboren 1971 in Thun/Schweiz, lebt in Zürich. Er zählt zu den erfol­gre­ich­sten Dra­matik­ern der let­zten Jahre. Hun­dert Tage ist sein erster Roman.