Marica Bodrožic´, Ann Cotten, Uljana Wolf

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Federico Italiano und Sieglinde Klettenhammer

Poesiegespräche und Lesung

Lyrik – das Modell einer „neuen Weltliteratur“? Marica Bodrožic´, Ann Cotten und Uljana Wolf setzen Gedichte in Bewegung. Ihre Texte versperren sich nationalphilologischen Zuordnungen und brechen das monolithische Konzept der „Kulturnation“ durch die Erfahrung des Kosmopolitismus auf, zu der die Begegnung mit Sprachen und Literaturen gehört. Das hat Konsequenzen für die Sprache des Gedichts: Ungewöhnliche Sprachklangkompositionen, neue Metaphern und Bilder entstehen aus überraschenden Sprach-Begegnungen, Begriffe, feste Sinnzusammenhänge kommen ins Fließen. Die Autorinnen bewegen sich in unterschiedlichen Sprachwelten und lassen sie ironisch-witzig ungewöhnliche Verbindungen eingehen, ohne dabei die Wirklichkeit, die sich allerdings stets als Sprach-Wirklichkeit zu erkennen gibt, auszublenden. Marica Bodrožic, Ann Cotten und Uljana Wolf lesen und diskutieren einen Abend lang Gedichte sowie eine transkulturelle Schreibweise.

Im Rahmen des vom Forschungszentrum Kulturen in Kontakt veranstalteten internationalen Symposions LYRIK TRANSKULTURELL 21.–24. Januar 2015

www.uibk.ac.at/kik

    Wolf, Uljana

    geboren 1979 in Berlin, lebt als Lyrik­erin und Über­set­zerin in Berlin und New York. Zahlre­iche Ausze­ich­nun­gen, u. a. Wolf­gang-Weyrauch-Förder­preis (2013). Pub­lika­tio­nen zulet­zt: Falsche Fre­unde (2009), Sonne from Ort (2012), Meine schön­ste Lengevitch (2013, alle: Kookbooks).

    Bodrožić, Marica

    geboren 1973 in Svib/Dalmatien, heutiges Kroa­t­ien, lebt seit 1983 in Deutsch­land. Sie studierte Kul­tur­an­thro­polo­gie, Psy­cho­analyse und Slaw­is­tik in Frank­furt am Main. Mar­i­ca Bodrožić schreibt Gedichte, Erzäh­lun­gen, Romane und Essays und lebt als freie Schrift­stel­lerin in Berlin. Sie erhielt zahlre­iche Preise und Stipendien.