Maria Stepanova

Ort: Literaturhaus

Moderation: Andrea Zink (Institut für Slawistik)

Zeitmesserinnen II

Maria Stepanova: Nach dem Gedächtnis. Roman (Suhrkamp 2018)

Übersetzung: Mascha Dabić
Lesung auf Deutsch: Gabriele Wild

Mit Maria Stepanovas Roman Nach dem Gedächtnis (Suhrkamp 2018) ist ein neues Genre erfunden: der „Metaroman“. Liebesgeschichten und Reiseberichte, Reflexionen über Fotografie, Erinnerung und Trauma verschmilzt die Stimme der Autorin zu einer spannungsvollen essayistischen Erzählung. Im Zentrum steht eine weitverzweigte jüdisch-russisch-europäische Familie von Ärzten, Architekten, Bibliothekaren, Buchhaltern und Ingenieuren, die in unzivilisierten, gewaltgeprägten Zeiten ein stilles, unspektakuläres Leben führen wollten. Maria Stepanova durchmisst einen Gedächtnisraum, in dem die Linien des privaten Lebens haarscharf an den Abbruchkanten der Epochenlandschaft entlangführen.

In Kooperation mit dem Institut für Slawistik

    Stepanova, Maria

    geboren 1972 in Moskau, ist Lyrik­erin, Essay­istin und Jour­nal­istin und eine der markan­testen Gestal­ten des gegen­wär­ti­gen lit­er­arischen Lebens in Rus­s­land. Chefredak­teurin der Inter­net­zeitschrift colta.ru.