Rudolf Hab­rin­ger

Ort: Literaturhaus

Moderation: Johann Holzner

Anlässlich des legendären Finales der Schach-Weltmeisterschaft zwischen Boris Spasski und Bobby Fischer fährt der junge Österreicher Richard Behrend 1972 zum ersten Mal nach Island. Durch Zufall stößt er dort auf die Spuren des Musikers Karl Wallek, der 1938 mit seiner Familie aus Graz fliehen musste und in Island ein Zuhause und berufliche Anerkennung fand. Walleks Geschichte lässt Behrend von da an nicht mehr los, und er begibt sich auf Spurensuche in Island und Österreich. Dabei erlebt er, wie das Schicksal des Exilanten Wallek – eine Geschichte der Flucht, der Einsamkeit und des Neuanfangs – zum Spiegel seines eigenen Lebens wird, denn auch er wird schließlich Bekanntes hinter sich lassen und auf Island einen neuen Beginn wagen. Habringer erzählt in seinem großen Entwicklungsroman nicht nur von leidenschaftlichen Gefühlen und ihren möglichen Auswirkungen auf das Leben eines jungen Menschen, sondern auch von nicht bewältigter Vergangenheit, deren Konsequenzen bis in die Gegenwart reichen.

Rudolf Habringer, geboren 1960 in Desselbrunn (Oberösterreich).
Schreibt Romane, Erzählungen, Satiren, Kabarett und Theaterstücke. Lebt als freier Schriftsteller bei Linz. Zuletzt erschienen: Alles wird gut. Liebesgeschichten (Picus 2007).

Rudolf Habringer: Island-Passion. Roman. Picus 2008