Shit­s­torm und Click­ti­vism: Kom­mu­ni­ka­ti­on im Netz

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: David Winkler-Ebner

Gespräch mit Theo Hug und Markus Koschuh.

Zweifelsohne hat das Internet die zwischenmenschliche Kommunikation revolutioniert: Im Netz erfolgen der Austausch von Wissen und die Pflege sozialer Kontakte weltweit, in Sekundenschnelle und – das eigentlich Entscheidende –: Jeder und jede kann, zumindest in der Theorie, eine beliebig große Zahl an Adressatinnen und Adressaten erreichen. Welchen Einfluss hat dies auf das Kommunikationsverhalten im Netz? Welche Auswirkungen hat es, dass wir im Internet oft unsichtbar, anonym und ohne klare Vorstellungen von unserem Gegenüber agieren? Und wie lässt sich erklären, dass verbale Gewalt in sozialen Netzwerken wie Facebook häufig aber doch unter Angabe des Klarnamens passiert?

Das Montagsfrühstück will den sich daraus ergebenden neuartigen Phänomenen nachgehen wie der zunehmenden sprachlichen Enthemmung, die sich in Hasspostings und Shitstorms niederschlägt, oder dem „Clicktivism“, der die zunehmende Verlagerung des politischen Aktivismus ins Netz beschreibt.

Theo Hug

Theo Hug, gebo­ren 1960, Pro­fes­sor für Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten mit Schwer­punkt Medi­en­päd­ago­gik und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur sowie Spre­cher des Inter­fa­kul­tä­ren Forums Inns­bruck Media Studies.