Subversive sex sale? Literarische Aneignungen des Obszönen

Ort: Literaturhaus

Moderation: Julia Prager

Mieze Medusa und Waltraud Mittich im Gespräch.

Läuft der Sex der Erotik in der Literatur den Rang ab? Sind „schmutzige Worte“ oder eine „Ästhetik des Hässlichen“ ein Indiz für eine emanzipatorische Bewegung der Aneignung eines „weiblichen“ Begehrens in der Schrift, möglicherweise sogar ein Instrument der Subversion, während gefühlsbetonte erotische Darstellungen in die Trivialität abdriften – und sozusagen zum Verworfenen des Kanons werden? Oder verkommt der literarische Sex gerade dann zur Ware, wenn er als omnipräsente Behauptung von Authentizität daherkommt? Zum Frühlingsbeginn lässt das Montagsfrühstück die Hüllen fallen und lädt zu einer heißen Diskussion zwischen den Autorinnen Waltraud Mittich und Mieze Medusa.

    Medusa, Mieze

    geboren 1975, öster­re­ichis­che Autorin, Slam­merin, Rap­perin und Her­aus­ge­berin. Sie lebte in Inns­bruck, Linz, Lon­don und Wien und zählt zu den fix­en Größen der öster­re­ichis­chen Hip-Hop- und Poet­ry-Slam-Szene, organ­isiert den monatlichen Poet­ry Slam textstrom und ist als Her­aus­ge­berin von Slam-Antholo­gien tätig. 2008 erschien ihr erster Roman Freis­chnorcheln, 2009 Dop­pel­ter Text­pres­so gemein­sam mit Markus Köh­le (bei­de: Milena).

    www.miezemedusa.com/

    Mittich, Waltraud

    ist geboren 1946 in Bad Ischl, aufgewach­sen in Toblach, lebt heute in Bru­neck. Studi­um an der Uni­ver­sität Pad­ua. Zahlre­iche lit­er­arische Veröf­fentlichun­gen in den Lit­er­aturzeitschriften Dis­tel, Sturzflüge und Manuskripte; 2002 erschien ihre Prosa-Samm­lung Manns­bilder bei Skarabæus .