Waltraud Mittich

Ort: Literaturhaus

Eine geglückte Sozialisation im zweisprachigen und im trinationalen Kontext, das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, möchte man meinen, wird aber im immer wieder aufgeladenen politischen Klima um Südtirol als Ausnahme verhandelt, als etwas beinah Subversives, wenn man es zur literarischen Triebfeder macht wie Waltraud Mittich. Im vorliegenden zweisprachigen Essay bilden die Schauplätze Berlin, Wien, Rom und Palermo Verortungen, um dem Leben und Schreiben in parallelen Welten nachzuspüren. Die Erzählerin rührt mit ihren Reflexionen jedoch nicht nur an reale und fiktive Orte, sondern wird auch getragen von anderen Wan­derern zwischen den Welten: Ingeborg Bachmann, E.T.A. Hoffmann, Giuseppe Tomasi di Lampedusa oder Marisa Fenoglio.

Waltraud Mittich: Topographien. Topografie. Ein Essay. Zweisprachige Ausgabe. Ins Italienische übersetzt von Giancarlo Mariani. (Raetia 2009)

    Mittich, Waltraud

    wurde 1946 in Bad Ischl geboren, 1952 Über­sied­lung nach Südtirol. Sie studierte Lingue e let­ter­a­ture straniere e mod­erne an der Uni­ver­sität Pad­ua. Zahlre­iche Pub­lika­tio­nen in Lit­er­aturzeitschriften, u.a. Dis­tel, Sturzflüge und Manuskripte sowie seit 2002 kon­tinuier­liche Veröf­fentlichung von Roma­nen. Zulet­zt erschienen Abschied von der Serenis­si­ma (2014), Micòl (2016), San­pietri­ni (2019), Ein Russe aus Kiew, 2022 alle in der edi­tion laurin).

    Wal­traud Mittich