Wirtschaft am Wendepunkt

Ort: Literaturhaus

Moderation: Herbert Salzmann

Unter der Gesprächsleitung von Herbert Salzmann (Unternehmens- und Organisationsberater sowie Literaturwissenschaftler) diskutieren der Schriftsteller und Unternehmer Ernst-Wilhelm Händler und der Wirtschaftswissenschaftler Ekkehard Kappler (Leiter des Instituts für Organisation und Lernen der Universität Innsbruck, Abteilungsleiter für Controlling und Organisationskultur).  

Bei diesem Montagsfrühstück soll die Art und Weise, wie wir Wirtschaft betreiben, diskutiert und die Frage aufgeworfen werden, welchen Stellenwert die vorherrschende Form des kapitalistischen Wirtschaftens in unserem Handeln und auch Denken einnimmt und ob diese Form langfristig überhaupt (noch) Sinn macht. Diese Form scheint so selbstverständlich geworden zu sein, dass wir nur selten die Frage stellen, ob sie noch gesamtgesellschaftlich vertretbar ist bzw. ob sie es je war. Im Montagsfrühstück sollen zum einen alternative Formen des Wirtschaftens thematisiert werden, die – jenseits von sozialromantischen Vorstellungen – denkbar sind; zum anderen könnten auch Möglichkeiten ins Spiel gebracht werden, wie tief sitzende Überzeugungen von Menschen und kaum steuerbar erscheinende Strukturen gesellschaftlichen (ökonomischen, politischen) Seins und Agierens hinterfragt oder gar verändert werden können. Dass Kunst und Literatur bei der Reflexion und Veränderung von solchen Überzeugungen eine Rolle spielen oder spielen könnten, scheint uns evident.


    Händler, Ernst-Wilhlem

    geboren 1953, lebt in Regens­burg, Ver­fass­er zahlre­ich­er Romane und darüber hin­aus Essays über ökonomis­che und kün­st­lerische The­men. Zahlre­iche Ausze­ich­nun­gen und Preise, zulet­zt Hans-Erich-Nos­sack-Preis. Pub­lika­tio­nen (Auswahl): Welt aus Glas. Roman (2009, Frank­furter Ver­lagsanstalt), Der Über­lebende. Roman (2013), Ver­such über den Roman als Erken­nt­nisin­stru­ment. (2014, bei­de: S. Fischer).