Zdenka Becker

Ort: Literaturhaus

Moderation: Teresa Krug, Lisa Astl

„Schreib einmal etwas über einen echten Kriminalfall. Ich werde dir dabei helfen“, meint Oberleutnant Mudroch zu seiner Tochter. Die Schriftstellerin kümmert sich jeden Samstag um ihren 90-jährigen, an den Rollstuhl gefesselten Vater, der ihr Woche um Woche ein bisschen mehr von seinem größten Fall erzählt. Als junges Mädchen fand Lara bereits die Akten ihres Vaters zum grausamen Mordfall, doch damals erschlossen sich ihr die Hintergründe zum Verbrechen nicht in ihrer Gesamtheit. Erst jetzt, da ihr die Geschichte aus erster Hand erzählt wird, wird sie wieder in den Sog der vergangenen Ereignisse hineingezogen und entdeckt dabei Parallelen zu ihrem eigenen Leben. „Dieses subtile Ringen einer Tochter um ihren Vater, und umgekehrt, gehört zum Packendsten, was ich bisher von Zdenka Becker gelesen habe.“ (Margit Schreiner)

Zdenka Becker: Der größte Fall meines Vaters. Roman. Deuticke 2013

 

    Becker, Zdenka

    geboren 1951 in Eger (Tschechien), aufgewach­sen in Bratisla­va (Slowakei), wan­dert im Alter von 24 Jahren nach Öster­re­ich aus. 2011 erhielt sie das Ehren­ze­ichen der Stadt St. Pöl­ten, wo sie bis jet­zt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt. Über­set­zungstätigkeit aus dem Slowakischen, Tschechis­chen und Rus­sis­chen ins Deutsche sowie aus dem Deutschen ins Slowakische. Zulet­zt erschienen u. a. Die Töchter der Róza Bukovská. Roman (2006, Res­i­denz) und Tauben­flug. Roman (2009, Picus).