Zwischen Dienstleistung und Autonomieanspruch: Wovon die Kunst leben soll

Ort: Literaturhaus

Moderation: Nina Fuchs

Cornelia Travnicek, Frank Klötgen und Martin Fritz im Gespräch.

Nur sehr wenige SchrifstellerInnen können allein von ihren Buchverkäufen leben. Literarisches Schreiben geht also fast immer mit der prekären Lage zwischen Hoffen auf Preise und Stipendien, privatem Mäzenatentum, Einkünften durch Lesungen oder literaturfernen Nebentätigkeiten einher. Welche und wessen Kriterien leiten dabei die jeweiligen eigenen künstlerischen Erzeugnisse? Und, gesellschaftspolitisch gefragt, welchen Ansprüchen sollte Literatur genügen? Hängen ästhetische Fragestellungen mit konkreten Arbeits- und Lebensbedingungen zusammen? Wenn man als SchriftstellerIn am freien Markt nicht überleben kann, soll dann die Allgemeinheit dafür bezahlen – und falls ja, welche Art der Literatur soll dadurch gefördert werden? Und wer soll darüber entscheiden und wie?

    Klötgen, Frank

    geboren 1968 in Essen, Slam-Poet und Net­zlit­er­at, Sänger und Tex­ter bei „Marilyn’s Army“. Studierte Kom­mu­nika­tion­swis­senschaften, war 10 Jahre lang als New Media Man­ag­er bei Uni­ver­sal Music tätig, kündigte um den Roman Der Fall Schelling (2010, Buch und CD) zu schreiben. Gewin­ner zahlre­ich­er Poet­ry Slams, im Sep­tem­ber 2010 Pre­miere seines ersten Solo­pro­gramms. Pub­lika­tio­nen zulet­zt: Spätwin­ter­hitze (2004 ‚CD-ROM), Will Kacheln (2007, Buch und CD). Lebt in Berlin.

    www.hirnpoma.de/

    Travnicek, Cornelia

    geboren 1987, Stu­dentin an der Uni­ver­sität Wien, derzeit im Mas­ter­studi­um Sinolo­gie. Hat­tinger Förder­preis für junge Lit­er­atur 2004. 2008 erschien Die Asche mein­er Schwest­er. Erzäh­lung in drei Teilen (Lit­er­a­tured­i­tion Niederöster­re­ich), 2009 Füt­ter mich. Prosa (Skarabaeus).

    www.corneliatravnicek.com/

    Fritz, Martin

    wurde 1982 in Rum bei Inns­bruck geboren, wo er Ver­gle­ichende Lit­er­atur­wis­senschaft und Deutsche Philolo­gie studierte. Er ist Mit­glied der 1. Inns­bruck­er Lese­bühne „Text ohne Reit­er“ und „FHK5K“; neben zahlre­ichen anderen Preisen und Stipen­di­en erhielt er zulet­zt das Hilde-Zach-Förder­stipendi­um Lit­er­atur 2017 sowie den Lit­er­atur­preis der Uni­ver­sität Inns­bruck 2018.

    Blog: assotsiationsklimbim.twoday.net