[Montagsfrühstück]

Über­all wer­den notwendi­ge Freiräume des Denkens klein­er, weil sich – auch in der Wis­senschaft und der Kun­st – die Spi­rale ein­er Logik des Ver­w­ert- und Verkauf­baren immer schneller dreht und die poli­tis­chen Ver­hält­nisse zu ein­er Engführung des Denkens führen. Das [Mon­tags­früh­stück] span­nt seit 2010 einen solchen Freiraum auf und schafft ein Forum, das sich der Reflex­ion grund­sät­zlich­er Fra­gen und Prob­leme des Zusam­men­hangs von Literatur/Kunst, Wis­senschaft und Gesellschaft wid­met. Bis Ende 2018 in Koop­er­a­tion mit der Abteilung für Ver­gle­ichende Lit­er­atur­wis­senschaft der Uni­ver­sität Inns­bruck, hat das Lit­er­aturhaus am Inn seit Jan­u­ar 2019 einen neuen Part­ner: den Arbeit­skreis für Wis­senschaft und Ver­ant­wortlichkeit an der Uni­ver­sität Inns­bruck.

 

Widerspruch für alle?! Proteste, soziale Bewegungen und Solidarität 

mf_Wimmer, Erika_Kaufmann, Sina Kamala_Welz, Frank

Ort: Literaturhaus

Moderation: Erika Wimmer Mazohl

[Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

Sina Kamala Kaufmann & Frank Welz im Gespräch

Fridays for Future, Omas gegen Rechts, Extinction Rebellion (Rebellion gegen das Massensterben von Tieren und Pflanzen) – Proteste und Demonstrationsplattformen sind allgegenwärtig, aber der Charakter von Kritik und Widerspruch scheint sich verändert zu haben. Immer häufiger verlangen die BürgerInnen Begründung und Veränderung. Ist die immer wieder eingeforderte Solidarität heute tatsächlich selbstverständlicher geworden? 

In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit an der Universität Innsbruck.

    Migration – Mobilität – Perspektiven

    Belachew Gebrewold & Irena Brezna

    Ort: Literaturhaus

    Moderation: Anna Rottensteiner

    [Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

    Irena Brežná und Belachew Gebrewold im Gespräch

    Die Mobilität steigt global an, so auch verstärkt auf dem afrikanischen Kontinent. 82 Prozent der Migration spielen sich dabei innerhalb des Kontinents ab, nur 12 Prozent betreffen Europa. Bei diesem Montagsfrühstück soll es um ein Zurechtrücken der Wahrnehmung von Migrationsbewegungen gehen und um eine Stärkung im gegenseitigen Verständnis unterschiedlicher Positionen. Ein Blick in die Zukunft soll Perspektiven, Möglichkeiten und das Gefahrenpotential zur Sprache bringen.

    In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit an der Universität Innsbruck.

      Das Wahre und das Schöne: Deutungshoheiten in Kunst und Wissenschaft

      Psenner, Roland_Metschl, Ulrich_Peters, Maria

      Ort: Literaturhaus

      Moderation: Roland Psenner

      Ulrich Metschl und Maria Peters im Gespräch

      Die jüngere Kunstgeschichte ist geprägt vom Versuch, Defini­tionen, Grenzziehungen und Autoritäten zu hinterfragen und herauszufordern. Nicht selten führt das zu Verunsicherung: Und das soll Kunst sein? Leichter scheint es in der Wissenschaft, kann man da doch auf so genannte objektive Kriterien zurückgreifen. Dennoch finden in und zwischen Disziplinen Ab- und Ausgren­zung statt, dominante Diskurse und Paradigmen bestimmen, was als relevant, seriös und wahr anerkannt wird. Wer beansprucht Deutungshoheit, wie funktioniert sie? Wie können wir Offenheit schaffen, ohne dabei Maßstäbe aufzugeben?

      In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit an der Universität Innsbruck.

        Was heißt mehrsprachig schreiben – mehrsprachig lesen?

        Eibl, Doris_Wajsbrot, Cecile_Dembeck, Till_Rottensteiner, Anna

        Ort: Literaturhaus

        Moderation: Doris Eibl

        Till Dembeck und Cécile Wajsbrot im Gespräch

        Mehrsprachigkeitsmai 2019

        Was heißt Mehrsprachigkeit für das Schreiben und Lesen literarischer Texte? Wie denken Autor*innen über die Sprache(n) ihrer Texte nach, welche Relevanz haben ihre Sprachenkenntnisse für ihr Schreiben? Wie wirkt Mehrsprachigkeit auf Leser*innen – eröffnet sie neue Bedeutungsräume oder verschließt sie den Zugang zum Text? Worauf achten Literaturwissenschaftler*innen beim Lesen mehrsprachiger Texte, was interessiert sie daran? Diese und weitere Fragen diskutieren, moderiert von der Romanistin Doris Eibl, die Schriftstellerin Cécile Wajsbrot und der Literaturwissenschaftler Till Dembeck.

        In Kooperation mit dem Institut für Romanistik und der Abteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft

          #frauenzählen #frauenzahlen

          Ort: Literaturhaus

          Moderation: Gabriele Wild

          Anne Goldmann und Veronika Schuchter im Gespräch

          Neu: In Kooperation mit dem Arbeitskreis Wissenschaft und Verantwortlichkeit

          #frauenzählen ist eine – von der Autorin Nina George initiierte – großangelegte Studie in der die Sichtbarkeit und Präsenz von Frauen in den Medien und im Literaturbetrieb dargestellt werden soll. Im Montagsfrühstück diskutieren wir über die bis dato erhobenen Zahlen,  fragen nach den Ursachen der Unterrepräsentation von Frauen sowie den Mechanismen, mit denen Frauen in der Unsichtbarkeit gehalten oder wieder dorthin befördert werden? Welche Strategien gibt es, um dem entgegenzuwirken? Darüber diskutieren die Literaturwissenschaftlerin Veronika Schuchter (Innsbrucker Zeitungsarchiv), die sich in einer wissenschaftlichen Erhebung mit Geschlechterverhältnissen in der Literaturkritik auseinandergesetzt hat und die Krimi-Autorin Anne Goldmann. Sie ist Mitglied der Plattform für feministischen Realismus in der Kriminalliteratur herlandnews.com und publiziert im traditionsreichen Ariadne Verlag.

            Universität – von Bildung zu Kompetenz?!

            Ort: Literaturhaus

            Moderation: Martin Sexl

            Hanno Millesi und Nadja Köffler im Gespräch


            Sind Universitäten (insbesondere die Geisteswissenschaften) in der Gesellschaft, die sie trägt (und finanziert), verankert und helfen sie dabei, (gesellschaftliche) Probleme zu lösen? Sollen sie das überhaupt tun? Sollen Universitäten bilden oder ausbilden? Sind sie noch ein Ort der Bildung und der Freiheit von Forschung und Lehre? Waren sie es jemals? Wofür stehen Universitäten heute und wohin bewegen sie sich?

              Mythos 1968 – was bleibt von der Protestbewegung?

              Ort: Literaturhaus

              Moderation: Gabriele Wild

              Marcel Amoser & Peter Henisch im Gespräch


              Peter Henisch, der heuer seinen 75. Geburtstag feierte, hat sich längst in die österreichische Gegenwartsliteratur eingeschrieben. Henisch versteht sich als „Autor mit politischem Anspruch“ und als solcher begleitet er seit über 40 Jahren kritisch und stets mit Ironie die österreichische Zeitgeschichte.
              Im Diskussionsforum Montagsfrühstück im Literaturhaus am Inn wird Peter Henisch zum Thema „Mythos 1968 – was bleibt von der Protestbewegung?“ mit dem Historiker Marcel Amoser ins Gespräch kommen und u.a. danach fragen, inwiefern die Ideen und Ideale der 1968er Bewegung für die nachfolgenden Generationen noch von Bedeutung sind.


              In Kooperation mit der Wagner‘schen Buchhandlung

                Politische Beteiligung vom Sofa aus? Digitale Partizipation und Demokratie

                Ort: Literaturhaus

                Moderation: Gabriele Wild

                Martin Fritz und Natascha Zeitel-Bank im Gespräch

                Das Internet und soziale Medien (wie Facebook oder Google) werden von vielen als Chance für die Demokratie gesehen, weil sie eine lebendige und vielfältige Partizipation vieler Menschen erlaubt, etwa in Form von Unterschriftenlisten oder Diskussionsforen. Andere wiederum warnen vor den Gefahren, wie Datenmissbrauch, Kommerzialisierung, Populismus oder Fake News. Im Montagsfrühstück diskutieren wir Chancen und Risiken digitaler Partizipation.

                  Zukunft/Utopie: Imagination

                  Ort: Literaturhaus

                  Moderation: David Winkler-Ebner

                  Andrea Winkler & Daniel Grummt

                  Im letzten Montagsfrühstück des Zyklus ‚Zukunft/Utopie‘ soll die Frage nach der Produktivkraft von Imagination im Mittelpunkt stehen. Können imaginatives Denken und imaginatives Kommunizieren zu Entwürfen von Zukunftsvisionen und Gesellschaftsutopien beitragen? Inwieweit kann die (künstlerische) Inszenierung der Möglichkeiten von Zukunft Denkprozesse und Veränderungen anstoßen? Wie können die in unserer Gesellschaft verschwindenden Räume utopischen Denkens erneut eröffnet werden? Welche Sprengkraft könnte Imagination dadurch innehaben?