[Montagsfrühstück]

Nach acht erfolg­rei­chen Jah­ren des For­mats „Mon­tags­früh­stück. Forum für stra­te­gi­sche Lang­sam­keit“ wer­den wir die Ver­an­stal­tungs­rei­he in Form eines the­ma­ti­schen Zyklus gestal­ten: Aus­ge­hend von den Über­le­gun­gen, wie sich ZUKUNFT in wesent­li­chen Berei­chen des mensch­li­chen Lebens heu­te schon den­ken lässt und wel­che UTOPIEN damit ver­bun­den sein kön­nen, wer­den acht Ter­mi­ne der zu diver­sen The­men­be­rei­chen statt­fin­den.

Über­the­ma: Zukunft/Utopie: Robo­tik, Arbeit, Geld­we­sen, Fort­pflan­zung, Kli­ma­wan­del, Poli­tik, Geschlech­ter, Uto­pi­en rel­oa­ded (von Pla­ton bis Marx; his­to­ri­sche Zukunfts­for­schung)

Uni­ver­si­tät – von Bil­dung zu Kom­pe­tenz?!

Ort: Literaturhaus

Moderation: Martin Sexl

Hanno Millesi und Nadja Köffler im Gespräch


Sind Universitäten (insbesondere die Geisteswissenschaften) in der Gesellschaft, die sie trägt (und finanziert), verankert und helfen sie dabei, (gesellschaftliche) Probleme zu lösen? Sollen sie das überhaupt tun? Sollen Universitäten bilden oder ausbilden? Sind sie noch ein Ort der Bildung und der Freiheit von Forschung und Lehre? Waren sie es jemals? Wofür stehen Universitäten heute und wohin bewegen sie sich?

Nadja Köffler, Post-Doc am Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung, verfasst Beiträge für den Wissenschaftsblog soziologieblog.hypotheses.org.

Hanno Millesi, geboren 1966, studierte Kunstgeschichte in Wien und Graz und an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, lehrt momentan am Institut für Sprachkunst

Mythos 1968 – was bleibt von der Pro­test­be­we­gung?

Ort: Literaturhaus

Moderation: Gabriele Wild

Marcel Amoser & Peter Henisch im Gespräch


Peter Henisch, der heuer seinen 75. Geburtstag feierte, hat sich längst in die österreichische Gegenwartsliteratur eingeschrieben. Henisch versteht sich als „Autor mit politischem Anspruch“ und als solcher begleitet er seit über 40 Jahren kritisch und stets mit Ironie die österreichische Zeitgeschichte.
Im Diskussionsforum Montagsfrühstück im Literaturhaus am Inn wird Peter Henisch zum Thema „Mythos 1968 – was bleibt von der Protestbewegung?“ mit dem Historiker Marcel Amoser ins Gespräch kommen und u.a. danach fragen, inwiefern die Ideen und Ideale der 1968er Bewegung für die nachfolgenden Generationen noch von Bedeutung sind.

Marcel Amoser wurde 1988 in Innsbruck geboren. Er studierte Geschichte, Soziologie und Gender, Kultur und sozialer Wandel an der Universität Innsbruck. 
Derzeit promoviert er am Institut für Zeitgeschichte zu sozialen Bewegungen der 1970er und 1980er Jahre in Innsbruck.

Am Abend präsentiert Peter Henisch in der Wagner´schen Buchhandlung (19:30 Uhr) seinen aktuellen Roman Siebeneinhalb Leben (Deuticke), eine politische und geistreiche Auseinandersetzung mit der Gegenwart, in der sich Peter Henisch einmal mehr als ganz großen Erzähler präsentiert.

In Kooperation mit der Wagner‘schen Buchhandlung

Poli­ti­sche Betei­li­gung vom Sofa aus? Digi­ta­le Par­ti­zi­pa­ti­on und Demo­kra­tie

Ort: Literaturhaus

Moderation: Gabriele Wild

Martin Fritz und Natascha Zeitel-Bank im Gespräch

Das Internet und soziale Medien (wie Facebook oder Google) werden von vielen als Chance für die Demokratie gesehen, weil sie eine lebendige und vielfältige Partizipation vieler Menschen erlaubt, etwa in Form von Unterschriftenlisten oder Diskussionsforen. Andere wiederum warnen vor den Gefahren, wie Datenmissbrauch, Kommerzialisierung, Populismus oder Fake News. Im Montagsfrühstück diskutieren wir Chancen und Risiken digitaler Partizipation.

Zukunft/Utopie: Ima­gi­na­ti­on

Ort: Literaturhaus

Moderation: David Winkler-Ebner

Andrea Winkler & Daniel Grummt

Im letzten Montagsfrühstück des Zyklus ‚Zukunft/Utopie‘ soll die Frage nach der Produktivkraft von Imagination im Mittelpunkt stehen. Können imaginatives Denken und imaginatives Kommunizieren zu Entwürfen von Zukunftsvisionen und Gesellschaftsutopien beitragen? Inwieweit kann die (künstlerische) Inszenierung der Möglichkeiten von Zukunft Denkprozesse und Veränderungen anstoßen? Wie können die in unserer Gesellschaft verschwindenden Räume utopischen Denkens erneut eröffnet werden? Welche Sprengkraft könnte Imagination dadurch innehaben?

Zukunft/Utopie: Poli­tik

Ort: Literaturhaus

Moderation: David Winkler-Ebner

Kathrin Stainer-Hämmerle & Lydia Mischkulnig

Die Politik ist auch in (vermeintlich) stabilen Demokratien in der Krise, vom amerikanischen Präsidentenamt über neoautoritäre Systeme in Polen oder Ungarn bis zu separatistischen Bewegungen (Brexit, Katalonien). Sind Wahlsysteme in der Krise? Braucht es eine Stärkung der direkten Demokratie (Referenden, Bürgerversammlungen etc.)? Ist eine solche gefährlich (Populismus, Aushebeln nicht mehrheitsfähiger Lösungen etc.)? Soll man anstelle von BürgerInnen das Los entscheiden lassen?

Zukunft/Utopie: Fort­pflan­zung

Ort: Literaturhaus

Moderation: Doris Eibl

Bernhard Kathan & Gabriele Werner-Felmayer

Fortpflanzung ohne Sex, In-vitro-Fertilisation, Klonen, Leihmutterschaft, gentechnisch optimierter Nachwuchs, Fortpflanzung ohne Eltern etc. Sieht so die Zukunft aus? Oder sind diese Entwicklungen gar schon Realität? Und wollen wir diese überhaupt? Was bedeutet dies alles für unser Menschenbild? Und wie regeln wir den Zugang zu diesen Technologien? Diesen und weiteren Fragen wollen wir beim Montagsfrühstück im April nachgehen.

Zukunft/Utopie: Geld

Ort: Literaturhaus

Moderation: David Winkler-Ebner

Stephan Schulmeister

Thema des Montagsfrühstücks im März ist das Geld, wobei die Veranstaltung den Fokus auf zukünftige Entwicklungen im Finanzsystem legt. Ausgehend von damit verbundenen Problemstellungen, etwa den zum Alltag gewordenen spekulativen Blasen an den Finanz- und Immobilienmärkten und dem daraus resultierendem Kontrollverlust der Zentralbanken über den Prozess der Geldschöpfung, sollen Lösungsvorschläge diskutiert werden – wie etwa der des Vollgeldes, mittels dessen das Repertoire der Zentralbanken an geldpolitischen Maßnahmen erweitert werden soll

hier geht es zum Beitrag von Florian Gasser aus DIE ZEIT vom 19. September 2016 zu Stephan Schulmeister.

Zukunft / Uto­pie: Migra­ti­on

Ort: Literaturhaus

Moderation: Doris Eibl

Habib Tengour & Andreas Oberprantacher

Kein „Thema“ hat in den letzten Jahren die Politik und auch die Gesellschaft dermaßen gespalten wie Migration. Im Montagsfrühstück soll es aber nicht um tagespolitische Geschehnisse und aktuelle Entwicklungen gehen; vielmehr soll das Nachdenken über Migration sowohl die historische Dimension als auch den Zukunftsaspekt mitberücksichtigen, auch angesichts der globalen Entwicklungen (die auch in den letzten beiden Montagsfrühstücken Thema waren) wie z.B. Klimawandel, die tiefgreifenden Veränderungen in den Arbeitsprozessen, aber auch die Dynamiken von Krieg und Verfolgung. In der Geschichte der Menschheit stellt Migration ein zentrales Element dar. Denn war das „Wandern“ nicht schon immer ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung der Menschheit?

Zukunft / Uto­pie: Arbeit

Ort: Literaturhaus

Moderation: David Winkler-Ebner

[Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

Kathrin Röggla & Sascha Liebermann

Im dritten Teil der Reihe zum Thema Zukunft/Utopie wird sich das Montagsfrühstück dem Bereich der Arbeit widmen. Wie wird Arbeit in zukünftigen Gesellschaften organisiert sein? Können dabei alternative Modelle zur kapitalistisch organisierten Erwerbsarbeit funktionieren? Wie geht man mit zunehmender Automatisierung um und ist diese als Gefahr oder Chance zu begreifen? Können Ideen wie die des Bedingungslosen Grundeinkommens manche der möglichen Probleme der Zukunft lösen? Diese und weitere Fragen wollen wir beim Montagsfrühstück diskutieren.

Sascha Liebermann zum Modell des Bedingungslosen Grundeinkommens.

Zukunft/Utopie: Kli­ma

Ort: Literaturhaus

Moderation: Doris Eibl

[Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

Georg Kaser & Mirko Bonné

Der weltweit messbare und zu einem überwiegenden Teil durch menschliches Handeln hervorgerufene Temperaturanstieg ist eine  inzwischen wissenschaftlich belegte Tatsache. Und doch scheint die Gesellschaft diese – wie gelähmt durch „alternative Fakten", durch politische Krisen und durch eine schrankenlose kapitalistische Ökonomisierung der Welt – konsequent zu verdrängen. Beim Montagsfrühstück wollen wir weniger über Tatsachen debattieren als uns vielmehr die Frage stellen, wie unser zukünftiges Handeln angesichts des Unbestreitbaren aussehen könnte.