[Montagsfrühstück]

Über­all wer­den notwendi­ge Freiräume des Denkens klein­er, weil sich – auch in der Wis­senschaft und der Kun­st – die Spi­rale ein­er Logik des Ver­w­ert- und Verkauf­baren immer schneller dreht und die poli­tis­chen Ver­hält­nisse zu ein­er Engführung des Denkens führen. Das [Mon­tags­früh­stück] span­nt seit 2010 einen solchen Freiraum auf und schafft ein Forum, das sich der Reflex­ion grund­sät­zlich­er Fra­gen und Prob­leme des Zusam­men­hangs von Literatur/Kunst, Wis­senschaft und Gesellschaft wid­met. Bis Ende 2018 in Koop­er­a­tion mit der Abteilung für Ver­gle­ichende Lit­er­atur­wis­senschaft der Uni­ver­sität Inns­bruck, hat das Lit­er­aturhaus am Inn seit Jan­u­ar 2019 einen neuen Part­ner: den Arbeit­skreis für Wis­senschaft und Ver­ant­wortlichkeit an der Uni­ver­sität Inns­bruck.

 

Montagsfrühstück: Der künstliche Autor? Künstliche Intelligenz und literarisches Schreiben – ein Widerspruch?!

Unterthurner, Barbara_Navarro, Fabian_Sexl, Martin_Wild, Gabriele

Ort: Literaturhaus am Inn

Moderation: Barbara Unterthurner

Fabian Navarro & Martin Sexl im Gespräch

Big-Data-KI-Programme verhelfen Menschen beim Verfassen von Texten tagtäglich zu korrekter Schreibweise, Grammatik (Stichwort Autokorrektur) sowie zu Fragen der Formulierung. Die von Elon Musk und Microsoft finanzierte Software GPT-3 allerdings kann „menschenähnliche“ Texte so generieren, dass sie sich von einem „menschengemachten“ Text nicht mehr unterscheiden lassen. Kann eine solche Künstliche Intelligenz auch zu kreativem Schaffen fähig sein? Kann sie ähnlich berühren und faszinieren wie der literarischer Text eines Autors/einer Autorin aus Fleisch und Blut und kann sie (in Zukunft) Autor*innen gar gänzlich ersetzen?

Martin Sexl, Universitätsprofessor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck.

In Kooperation mit dem Verein Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit.

    Montagsfrühstück: Freiheit – ein dehnbarer Begriff?

    Ort: Literaturhaus am Inn

    Moderation: Gabriele Wild

    Iryna Herasimovich & Andreas Oberprantacher im Gespräch

    Nicht nur der aktuelle russische Angriffskrieg in der Ukraine und der öffentliche Diskurs darüber, sondern auch schon die vergangenen Jahre der Corona-Pandemie zeigen deutlich, dass der Begriff „Freiheit“ unterschiedlich ausgelegt wird. Welche „Einschränkungen“ von Freiheit sind in einer Demokratie zulässig (oder gar notwendig), und wie viel ist ein Mensch – in Kriegszeiten oder in einem autoritär regierten Land – bereit zu tun, um „seine“ Freiheit oder jene einer Gruppe, der er sich zugehörig fühlt, oder eines Landes zu verteidigen, und welche Konzepte von Freiheit sind in diesem Zusammenhang auszumachen?

    In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit.

      Montagsfrühstück: Lesen auf eigene Gefahr! Triggerwarnungen – Marketing-Trend oder notweniger Hinweis?

      Wild, Gabriele_Baar, Anna_Metschl, Ulrich_Schaller, Katharina

      Ort: Literaturhaus am Inn

      Moderation: Gabriele Wild

      Anna Baar & Ulrich Metschl & Katharina Schaller im Gespräch


      Triggerwarnungen sollen vor möglichen Reizen warnen, die eine Retraumatisierung hervorrufen könnten. Mittlerweile sind sie auch in der Kunst und Literatur angekommen. Was bedeuten derartige „präventive Maßnahmen“ für die Künste? In diesem Montagsfrühstück sollen einerseits die Hintergründe von Trigger-Warnungen unter soziologischen Aspekten beleuchtet und andererseits die Gründe derartiger Hinweise in der Literatur dargelegt und hinterfragt werden.

        [Montagsfrühstück] Infodemie: Wissen, Glauben, Denken, Schreiben

        Ort: Literaturhaus am Inn

        Moderation: Barbara Unterthurner (Kulturredakteurin)

        Andrea Winkler & Leonhard Dobusch im Gespräch

        Die Corona-Pandemie macht einmal mehr deutlich, dass unsere Gesellschaft tief in einer so genannten „Infodemie“ steckt.

        Aufgrund einer Flut an Falschinformationen und Fake-News, die sich vor allem in den sozialen Medien rasant verbreiten, verlieren komplexe und wissenschaftlich belegte Fakten an Glaubwürdigkeit. Was ist objektiv, was ist subjektiv? Was Wissen, was Glauben? In diesem Montagsfrühstück sollen unter anderem Wege und Mittel diskutiert werden, wie das Vertrauen in die Wissenschaften zurückgewonnen werden kann, aber auch, wel- che Konsequenzen dies für Autorschaft und für das literarische Schreiben hat.

          Montagsfrühstück: Urlaub machen, wo andere leben

          Porträt Mahlknecht und Hechenblaikner

          Ort: Literaturhaus am Inn

          Moderation: Martin Sexl

          [Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]
          Lois Hechenblaikner und Selma Mahlknecht im Gespräch

          In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit an der Universität Innsbruck.

          Reisesehnsucht, Gastlichkeit und ökonomische Notwendigkeit auf der einen, die unabwendbaren Folgen für Mensch und Umwelt auf der anderen Seite: Die gegensätzlichen Facetten des Tourismus waren noch nie so deutlich sichtbar wie in den letzten beiden Jahren. Umso mehr gilt es, das Thema weiterzudenken: Wie transformiert Tourismus unsere Natur- und Kulturlandschaft, unsere Erwartungen und Denkkonzepte? Welche Modelle gibt es abseits von Kommerz, Ausbeutung und Industrialisierung der alpinen Landschaft?

            Montagsfrühstück: Stadt — Land — Dorf

            Porträts von Peschka und Andexlinger

            Ort: Literaturhaus am Inn

            Moderation: Arno Ritter

            [Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit] 
            Wolfgang Andexlinger & Karin Peschka im Gespräch

            In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit an der Universität Innsbruck.

            Das pulsierende Leben der Stadt gegen dörfliche Einöde, ländliche Idylle gegen Lärm, Schmutz, und urbanes Elend: Immer wieder werden Stadt und Land als zwei völlig unterschiedliche Lebens- und Kulturräume gegenübergestellt – Kulturräume, die uns und die wir prägen. Unsere wandelnden Bedürfnisse und Vorstellungen führen zu mannigfachen Transformationsprozessen, die Siedlungsraum und Landschaft verändern:

              Montagsfrühstück — Korrektiv Kunst und Kultur: kreative Entwicklungsperspektiven im digitalen Zeitalter

              Porträts: Stocker und Missomelius

              Ort: BEI IHNEN ZU HAUSE

              Moderation: Renate Giacomuzzi

              [Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit] 
              Petra Missomelius (Institut für Medien, Gesellschaft und Kommunikation) & Gerfried Stocker (Künstlerischer Leiter von Ars Electronica, Linz) im Gespräch

               

              hier geht's zur Veranstaltung ZOOM 

              Hinweise zur Online-Veranstaltung

                Widerspruch für alle?! Proteste, soziale Bewegungen und Solidarität 

                mf_Wimmer, Erika_Kaufmann, Sina Kamala_Welz, Frank

                Ort: Literaturhaus

                Moderation: Erika Wimmer Mazohl

                [Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

                Sina Kamala Kaufmann & Frank Welz im Gespräch

                Fridays for Future, Omas gegen Rechts, Extinction Rebellion (Rebellion gegen das Massensterben von Tieren und Pflanzen) – Proteste und Demonstrationsplattformen sind allgegenwärtig, aber der Charakter von Kritik und Widerspruch scheint sich verändert zu haben. Immer häufiger verlangen die BürgerInnen Begründung und Veränderung. Ist die immer wieder eingeforderte Solidarität heute tatsächlich selbstverständlicher geworden? 

                In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit an der Universität Innsbruck.

                  Migration – Mobilität – Perspektiven

                  Belachew Gebrewold & Irena Brezna

                  Ort: Literaturhaus

                  Moderation: Anna Rottensteiner

                  [Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

                  Irena Brežná und Belachew Gebrewold im Gespräch

                  Die Mobilität steigt global an, so auch verstärkt auf dem afrikanischen Kontinent. 82 Prozent der Migration spielen sich dabei innerhalb des Kontinents ab, nur 12 Prozent betreffen Europa. Bei diesem Montagsfrühstück soll es um ein Zurechtrücken der Wahrnehmung von Migrationsbewegungen gehen und um eine Stärkung im gegenseitigen Verständnis unterschiedlicher Positionen. Ein Blick in die Zukunft soll Perspektiven, Möglichkeiten und das Gefahrenpotential zur Sprache bringen.

                  In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit an der Universität Innsbruck.

                    Das Wahre und das Schöne: Deutungshoheiten in Kunst und Wissenschaft

                    Psenner, Roland_Metschl, Ulrich_Peters, Maria

                    Ort: Literaturhaus

                    Moderation: Roland Psenner

                    Ulrich Metschl und Maria Peters im Gespräch

                    Die jüngere Kunstgeschichte ist geprägt vom Versuch, Defini­tionen, Grenzziehungen und Autoritäten zu hinterfragen und herauszufordern. Nicht selten führt das zu Verunsicherung: Und das soll Kunst sein? Leichter scheint es in der Wissenschaft, kann man da doch auf so genannte objektive Kriterien zurückgreifen. Dennoch finden in und zwischen Disziplinen Ab- und Ausgren­zung statt, dominante Diskurse und Paradigmen bestimmen, was als relevant, seriös und wahr anerkannt wird. Wer beansprucht Deutungshoheit, wie funktioniert sie? Wie können wir Offenheit schaffen, ohne dabei Maßstäbe aufzugeben?

                    In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit an der Universität Innsbruck.

                      Was heißt mehrsprachig schreiben – mehrsprachig lesen?

                      Eibl, Doris_Wajsbrot, Cecile_Dembeck, Till_Rottensteiner, Anna

                      Ort: Literaturhaus

                      Moderation: Doris Eibl

                      Till Dembeck und Cécile Wajsbrot im Gespräch

                      Mehrsprachigkeitsmai 2019

                      Was heißt Mehrsprachigkeit für das Schreiben und Lesen literarischer Texte? Wie denken Autor*innen über die Sprache(n) ihrer Texte nach, welche Relevanz haben ihre Sprachenkenntnisse für ihr Schreiben? Wie wirkt Mehrsprachigkeit auf Leser*innen – eröffnet sie neue Bedeutungsräume oder verschließt sie den Zugang zum Text? Worauf achten Literaturwissenschaftler*innen beim Lesen mehrsprachiger Texte, was interessiert sie daran? Diese und weitere Fragen diskutieren, moderiert von der Romanistin Doris Eibl, die Schriftstellerin Cécile Wajsbrot und der Literaturwissenschaftler Till Dembeck.

                      In Kooperation mit dem Institut für Romanistik und der Abteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft

                        #frauenzählen #frauenzahlen

                        Ort: Literaturhaus

                        Moderation: Gabriele Wild

                        Anne Goldmann und Veronika Schuchter im Gespräch

                        Neu: In Kooperation mit dem Arbeitskreis Wissenschaft und Verantwortlichkeit

                        #frauenzählen ist eine – von der Autorin Nina George initiierte – großangelegte Studie in der die Sichtbarkeit und Präsenz von Frauen in den Medien und im Literaturbetrieb dargestellt werden soll. Im Montagsfrühstück diskutieren wir über die bis dato erhobenen Zahlen,  fragen nach den Ursachen der Unterrepräsentation von Frauen sowie den Mechanismen, mit denen Frauen in der Unsichtbarkeit gehalten oder wieder dorthin befördert werden? Welche Strategien gibt es, um dem entgegenzuwirken? Darüber diskutieren die Literaturwissenschaftlerin Veronika Schuchter (Innsbrucker Zeitungsarchiv), die sich in einer wissenschaftlichen Erhebung mit Geschlechterverhältnissen in der Literaturkritik auseinandergesetzt hat und die Krimi-Autorin Anne Goldmann. Sie ist Mitglied der Plattform für feministischen Realismus in der Kriminalliteratur herlandnews.com und publiziert im traditionsreichen Ariadne Verlag.

                          Universität – von Bildung zu Kompetenz?!

                          Ort: Literaturhaus

                          Moderation: Martin Sexl

                          Hanno Millesi und Nadja Köffler im Gespräch


                          Sind Universitäten (insbesondere die Geisteswissenschaften) in der Gesellschaft, die sie trägt (und finanziert), verankert und helfen sie dabei, (gesellschaftliche) Probleme zu lösen? Sollen sie das überhaupt tun? Sollen Universitäten bilden oder ausbilden? Sind sie noch ein Ort der Bildung und der Freiheit von Forschung und Lehre? Waren sie es jemals? Wofür stehen Universitäten heute und wohin bewegen sie sich?

                            Mythos 1968 – was bleibt von der Protestbewegung?

                            Ort: Literaturhaus

                            Moderation: Gabriele Wild

                            Marcel Amoser & Peter Henisch im Gespräch


                            Peter Henisch, der heuer seinen 75. Geburtstag feierte, hat sich längst in die österreichische Gegenwartsliteratur eingeschrieben. Henisch versteht sich als „Autor mit politischem Anspruch“ und als solcher begleitet er seit über 40 Jahren kritisch und stets mit Ironie die österreichische Zeitgeschichte.
                            Im Diskussionsforum Montagsfrühstück im Literaturhaus am Inn wird Peter Henisch zum Thema „Mythos 1968 – was bleibt von der Protestbewegung?“ mit dem Historiker Marcel Amoser ins Gespräch kommen und u.a. danach fragen, inwiefern die Ideen und Ideale der 1968er Bewegung für die nachfolgenden Generationen noch von Bedeutung sind.


                            In Kooperation mit der Wagner‘schen Buchhandlung

                              Politische Beteiligung vom Sofa aus? Digitale Partizipation und Demokratie

                              Ort: Literaturhaus

                              Moderation: Gabriele Wild

                              Martin Fritz und Natascha Zeitel-Bank im Gespräch

                              Das Internet und soziale Medien (wie Facebook oder Google) werden von vielen als Chance für die Demokratie gesehen, weil sie eine lebendige und vielfältige Partizipation vieler Menschen erlaubt, etwa in Form von Unterschriftenlisten oder Diskussionsforen. Andere wiederum warnen vor den Gefahren, wie Datenmissbrauch, Kommerzialisierung, Populismus oder Fake News. Im Montagsfrühstück diskutieren wir Chancen und Risiken digitaler Partizipation.

                                Zukunft/Utopie: Imagination

                                Ort: Literaturhaus

                                Moderation: David Winkler-Ebner

                                Andrea Winkler & Daniel Grummt

                                Im letzten Montagsfrühstück des Zyklus ‚Zukunft/Utopie‘ soll die Frage nach der Produktivkraft von Imagination im Mittelpunkt stehen. Können imaginatives Denken und imaginatives Kommunizieren zu Entwürfen von Zukunftsvisionen und Gesellschaftsutopien beitragen? Inwieweit kann die (künstlerische) Inszenierung der Möglichkeiten von Zukunft Denkprozesse und Veränderungen anstoßen? Wie können die in unserer Gesellschaft verschwindenden Räume utopischen Denkens erneut eröffnet werden? Welche Sprengkraft könnte Imagination dadurch innehaben?

                                  Zukunft/Utopie: Politik

                                  Ort: Literaturhaus

                                  Moderation: David Winkler-Ebner

                                  Kathrin Stainer-Hämmerle & Lydia Mischkulnig

                                  Die Politik ist auch in (vermeintlich) stabilen Demokratien in der Krise, vom amerikanischen Präsidentenamt über neoautoritäre Systeme in Polen oder Ungarn bis zu separatistischen Bewegungen (Brexit, Katalonien). Sind Wahlsysteme in der Krise? Braucht es eine Stärkung der direkten Demokratie (Referenden, Bürgerversammlungen etc.)? Ist eine solche gefährlich (Populismus, Aushebeln nicht mehrheitsfähiger Lösungen etc.)? Soll man anstelle von BürgerInnen das Los entscheiden lassen?

                                    Zukunft/Utopie: Fortpflanzung

                                    Ort: Literaturhaus

                                    Moderation: Doris Eibl

                                    Bernhard Kathan & Gabriele Werner-Felmayer

                                    Fortpflanzung ohne Sex, In-vitro-Fertilisation, Klonen, Leihmutterschaft, gentechnisch optimierter Nachwuchs, Fortpflanzung ohne Eltern etc. Sieht so die Zukunft aus? Oder sind diese Entwicklungen gar schon Realität? Und wollen wir diese überhaupt? Was bedeutet dies alles für unser Menschenbild? Und wie regeln wir den Zugang zu diesen Technologien? Diesen und weiteren Fragen wollen wir beim Montagsfrühstück im April nachgehen.

                                      Zukunft/Utopie: Geld

                                      Ort: Literaturhaus

                                      Moderation: David Winkler-Ebner

                                      Stephan Schulmeister

                                      Thema des Montagsfrühstücks im März ist das Geld, wobei die Veranstaltung den Fokus auf zukünftige Entwicklungen im Finanzsystem legt. Ausgehend von damit verbundenen Problemstellungen, etwa den zum Alltag gewordenen spekulativen Blasen an den Finanz- und Immobilienmärkten und dem daraus resultierendem Kontrollverlust der Zentralbanken über den Prozess der Geldschöpfung, sollen Lösungsvorschläge diskutiert werden – wie etwa der des Vollgeldes, mittels dessen das Repertoire der Zentralbanken an geldpolitischen Maßnahmen erweitert werden soll

                                      hier geht es zum Beitrag von Florian Gasser aus DIE ZEIT vom 19. September 2016 zu Stephan Schulmeister.

                                        Zukunft / Utopie: Migration

                                        Ort: Literaturhaus

                                        Moderation: Doris Eibl

                                        Habib Tengour & Andreas Oberprantacher

                                        Kein „Thema“ hat in den letzten Jahren die Politik und auch die Gesellschaft dermaßen gespalten wie Migration. Im Montagsfrühstück soll es aber nicht um tagespolitische Geschehnisse und aktuelle Entwicklungen gehen; vielmehr soll das Nachdenken über Migration sowohl die historische Dimension als auch den Zukunftsaspekt mitberücksichtigen, auch angesichts der globalen Entwicklungen (die auch in den letzten beiden Montagsfrühstücken Thema waren) wie z.B. Klimawandel, die tiefgreifenden Veränderungen in den Arbeitsprozessen, aber auch die Dynamiken von Krieg und Verfolgung. In der Geschichte der Menschheit stellt Migration ein zentrales Element dar. Denn war das „Wandern“ nicht schon immer ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung der Menschheit?

                                          Zukunft / Utopie: Arbeit

                                          Ort: Literaturhaus

                                          Moderation: David Winkler-Ebner

                                          [Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

                                          Kathrin Röggla & Sascha Liebermann

                                          Im dritten Teil der Reihe zum Thema Zukunft/Utopie wird sich das Montagsfrühstück dem Bereich der Arbeit widmen. Wie wird Arbeit in zukünftigen Gesellschaften organisiert sein? Können dabei alternative Modelle zur kapitalistisch organisierten Erwerbsarbeit funktionieren? Wie geht man mit zunehmender Automatisierung um und ist diese als Gefahr oder Chance zu begreifen? Können Ideen wie die des Bedingungslosen Grundeinkommens manche der möglichen Probleme der Zukunft lösen? Diese und weitere Fragen wollen wir beim Montagsfrühstück diskutieren.

                                          Sascha Liebermann zum Modell des Bedingungslosen Grundeinkommens.

                                            Zukunft/Utopie: Klima

                                            Ort: Literaturhaus

                                            Moderation: Doris Eibl

                                            [Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

                                            Georg Kaser & Mirko Bonné

                                            Der weltweit messbare und zu einem überwiegenden Teil durch menschliches Handeln hervorgerufene Temperaturanstieg ist eine  inzwischen wissenschaftlich belegte Tatsache. Und doch scheint die Gesellschaft diese – wie gelähmt durch „alternative Fakten", durch politische Krisen und durch eine schrankenlose kapitalistische Ökonomisierung der Welt – konsequent zu verdrängen. Beim Montagsfrühstück wollen wir weniger über Tatsachen debattieren als uns vielmehr die Frage stellen, wie unser zukünftiges Handeln angesichts des Unbestreitbaren aussehen könnte.

                                              Zukunft / Utopie: Robotik

                                              Ort: Literaturhaus

                                              Moderation: Doris Eibl

                                              Mit Isabella Feimer und Michael Decker

                                              Das Montagsfrühstück wird sich ab Oktober in mehreren Einheiten den Themen Zukunft und Utopie widmen, ausgehend von den Überlegungen, wie sich Zukunft in wesentlichen Bereichen des menschlichen Lebens heute schon denken lässt und welche Utopien damit verbunden sein können. Die erste ist der Robotik gewidmet: Wie verändern Roboter unsere Arbeitswelt, welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Welche Folgen hat es, dass Roboter immer menschenähnlicher werden? Wie verändert sich dadurch die Beziehung Roboter-Mensch? Sind Roboter stets das Eigentum von jemandem oder können sie freie Rechtssubjekte sein? Macht der Begriff ‚Freiheit‘ Sinn, wenn wir über Roboter sprechen? Was bedeutet das alles für das ‚Mensch-Sein‘?

                                                Wahrnehmungshelferin Poesie?

                                                Ort: Literaturhaus

                                                Moderation: Anna Rottensteiner

                                                Aloisia Wörgetter & Stefan Weidner

                                                Die Wahrnehmung des ‚orientalischen Raums‘ schwankt seit jeher zwischen Idealisierung und Dämonisierung. Heute gerät der Orient als Sehnsuchtsort  immer stärker in Konflikt mit den gegenwärtigen Bildern aus der arabischen Welt, die mit Islamismus und revolutionären bis kriegerischen Auseinandersetzungen verknüpft sind. Könnte ein Blick auf die Literatur dazu beitragen, der medialen Ver- und Entfremdung ein tieferes Verständnis entgegenzusetzen? Wie sehr dringen die durch eine lange Geschichte aufgeladenen Orientalismus-Diskurse in die realpolitischen Debatten ein?

                                                  Zwischen Selbst­ver­wirklichung und Existenzkampf

                                                  Winkler-Ebner, Claudia Globisch, Friederike Gösweiner und David Prieth

                                                  Ort: Die Bäckerei - Kulturbackstube

                                                  Moderation: David Winkler-Ebner

                                                  Friederike Gösweiner, Claudia Globisch und David Prieth im Gespräch.

                                                  Gemeinsam mit der heurigen Innsbruck-Liest-Autorin Friederike Gösweiner und ausgehend von deren Roman „Traurige Freiheit“ spürt das Montagsfrühstück im Mai mit dem Lebensgefühl und der Lebenssituation junger Menschen heute und fragt auch nach einem diesbezüglichen Wandel innerhalb der letzten Jahre und Jahrzehnte.

                                                    Das gezähmte Kinderbuch

                                                    Ort: Literaturhaus

                                                    Moderation: Antonia Erhart

                                                    Hubert Flattinger & Ingrid Tomkowiak im Gespräch.

                                                    Special Guest Stefan Hayn Überlegungen zum Kinderfilm (Arbeitstitel)
                                                    Fellowship-Vorhaben im Künstlerhaus Büchsenhausen 2016/17

                                                    Kinderbücher müssen sich immer mehr Vorgaben beugen, sollten pädagogisch wertvoll sein und Vorbildfunktion haben. Ist es heute denkbar, die kleinen Held_innen ohne Schutzhelm Fahrrad fahren zu lassen, während Pippi Langstrumpf ohne Sicherheitsvorkehrungen Pferde ritt und mit zu Ballons umgebauten Betten um die Welt flog? Können heute noch Bücher mit Protagonist_innen, die Grenzen verletzen, geschrieben werden? Wie pädagogisch korrekt Kinderliteratur muss bzw. soll Kinderliteratur wirklich sein?

                                                      Suche nach dem ewigen Leben

                                                      Ort: Literaturhaus

                                                      Moderation: David Winkler-Ebner

                                                      Pidder Jansen-Dürr & Anne Siegetsleitner im Gespräch.

                                                      Bereits Gilgamesch, Held des gleichnamigen, jahrtausendealten Epos, zog in die Welt, um Unsterblichkeit zu erlangen; auch heute noch begeben sich Menschen auf die Suche nach dem ewigen Leben. Die Fortschritte der modernen Wissenschaft scheinen dieses in eine noch nie zuvor erreichte Nähe gerückt zu haben.

                                                      Doch woher stammt die Sehnsucht nach fortwährender Existenz und welche Probleme – soziale, ökonomische oder moralische – birgt die zunehmende Überalterung der Gesellschaft?

                                                        Zukunft der Demokratie

                                                        Ort: Literaturhaus am Inn

                                                        Moderation: Martin Sexl

                                                        Robert Misik & Marie-Luisa Frick im Gespräch.

                                                        Das Aufkommen neo-autoritärer Staatenlenker wie Donald Trump, Wladimir Putin und Recep Erdoğan. Die Infragestellung oder gar Zurücknahme von demokratischen Errungenschaften wie Presse- und Redefreiheit. Die Rückkehr der Religion in die Politik. – Die Liste von Phänomenen, die in jüngster Vergangenheit vermehrt Diskussionen um die Zukunft der Demokratie entfachte, ist lang. Das Montagsfrühtstück versucht eine Annäherung.

                                                         

                                                          Grenzen der Satire?

                                                          Ort: Literaturhaus am Inn

                                                          Moderation: Erika Wimmer

                                                          Gespräch mit Sigurd Paul Scheichl und Tim Wolff.

                                                          Die Kunstgattung der Satire hat eine lange Tradition. Schon der griechische Komödiendichter Aristophanes kritisierte in seinem Stück Lysistrata auf humorvolle Weise die Kriegstreiberei der Männer im Peloponnesischen Krieg und der römische Dichter Horaz prangerte in seinen Sermones die Laster seines gesellschaftlichen Umfelds an. Eine Kritik der Zeit, die übertreibt, parodiert und gern auch einmal ins Lächerliche zieht – als solche lässt sich die Satire verstehen. Doch wie weit darf Satire gehen? Gibt es Grenzen des guten Geschmacks, die auch die Satire nicht überschreiten darf? Der Anschlag auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo im Jänner 2015 sowie die Debatte um Jan Böhmermanns Schmähgedicht auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdo˘an im heurigen Frühjahr werfen diese Fragen neu auf. Beim Montagsfrühstück stellen wir sie dem Satiriker Tim Wolff und dem Literaturwissenschafter Sigurd Paul Scheichl.