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In diesem Ver­anstal­tungs­for­mat soll an Schrift­stel­lerIn­nen und Per­sön­lichkeit­en des Geis­teslebens erin­nert wer­den, die in Vergessen­heit ger­at­en sind, zu Unrecht aus dem lit­er­arischen Kanon her­aus­ge­fall­en sind oder in ihrer Bedeu­tung auch heute noch aktuell sind. Sie wer­den im Rah­men von Vorträ­gen oder Essays von Wis­senschaft­lerIn­nen oder anderen Schrift­stel­lerIn­nen vorgestellt. Dazu sind jew­eilige Lesun­gen aus Tex­ten der Vorgestell­ten geplant.

Nahaufnahme: Ein Abend für Elfriede Gerstl

Rossbacher, Bettina_Gürtler, Christa

Ort: Literaturhaus

Moderation: Christa Gürtler

Lesung: Bettina Rossbacher

Leben und Werk von Elfriede Gerstl (1932 – 2009) werden an diesem Abend vorgestellt. Dabei wird ein Bogen von den Anfängen bis zu Texten gespannt, die kurz vor ihrem Tod entstanden sind. Als einzige Frau im Umkreis der Autoren der Wiener Gruppe verbrachte sie die bewegten 1960er-Jahre in Berlin und Wien, 1972 zog sie wieder nach Wien, wo sie sich konsequent außerhalb des Literaturbetriebs positionierte. Für ihre Gedichte, Essays und Prosa, die in verschiedenen Kleinverlagen erschienen, erhielt sie erst spät literarische Auszeichnungen, seit 2017 liegt die fünfbändige Werkausgabe im Droschl Verlag vor.

    Nahaufnahme: Franz Michael Felder

    Thaler, Jürgen_Geiger, Arno

    Ort: Literaturhaus

    Vortrag: Jürgen Thaler
    Lesung: Arno Geiger

    Franz Michael Felder (1839 bis 1869), den Bauer aus Schoppernau im Bregenzerwald, kannte man zu seiner Zeit als rebellischen, vielfach angefeindeten Volksaufklärer. Als seine Frau überraschend starb und ihn mit fünf Kindern zurückließ, begann er, sein Leben aufzuschreiben. Entstanden ist Aus meinem Leben (Jung und Jung Verlag 2019) ein Meisterwerk der autobiografischen Literatur. Zum Buch spricht der Herausgeber Jürgen Thaler, es liest Arno Geiger, der ein Vorwort zum Band verfasst hat.

      Hertha Kräftner 1928 bis 1951

      Ort: Literaturhaus

      Moderation: Dine Petrik

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      Ein Gedenkabend mit Dine Petrik

      Dine Petrik, Burgenländerin und Lyrikerin wie Kräftner, begibt sich in ihren Büchern Die Hügel nach der Flut. Was geschah wirklich mit Hertha K. (1997) und Die verfehlte Wirklichkeit (2011) auf die Spuren einer Dichterin, die lange Jahre in Vergessenheit geraten war. Zu ihren Lebzeiten stand sie am Beginn einer literarischen Laufbahn, die vielversprechend begann, aber mit dem Selbstmord der 23-jährigen Dichterin jäh endete. Das Werk, das sie hinterließ, ist schmal – Lyrik, Prosaskizzen und -fragmente, Tagebücher und Briefe. Heute gilt Kräftner als bedeutende österreichische Lyrikerin der Nachkriegszeit.

        Itzik Manger – ein europäischer Dichter

        Ort: Literaturhaus am Inn

        Moderation: Efrat Gal-Ed

        Ihre umfassende Aufarbeitung der Lebensgeschichte von Itzik Manger verschränkt Efrat Gal-Ed mit einer lebendigen Schilderung der jiddisch-säkularen Kultur Osteuropas zwischen den Weltkriegen. Dazu passend orientiert sich die Texteinrichtung durch die Autorin an der Seitengestaltung des Talmud: mit erzählendem Haupttext, Abbildungen und erläuternden Seitentexten.

          Ibn Arabi: Der Übersetzer der Sehnsüchte

          Ort: Literaturhaus am Inn

          Moderation: Stefan Weidner

          Mit Einspielung von Vertonungen einzelner Gedichte.

          Bekannt für seine Übersetzungen arabischer Poesie, zeigt er mit seiner Übertragung, wie modern und freizügig diese Gedichte sind.

          Am Abend wird er in das Leben und die Vorstellungswelten von Ibn Arabi einführen, zeitgeschichtliche Hintergründe beleuchten sowie ausgewählte Gedichte auf Deutsch und Arabisch vortragen. Ebenso werden Vertonungen einzelner Gedichte durch die Ensembles Ibn Arabi und Ibn Baja eingespielt.

            In Memoriam Gerhard Kofler (1949–2005)

            Ort: Literaturhaus am Inn

            Federico Italiano und Erika Wimmer lesen aus Meeressammlungen / Collezioni marine

            Gerhard Kofler zählt bis heute zu den wichtigsten Südtiroler Lyrikern. Seine Verse zeugen von Weitsicht, sein poetischer Blick auf die Welt ist einfühlsam und humorvoll. Die doppelte Ausdrucksform – alle seine Gedichte sind in deutscher und italienischer Fassung entstanden – ist bis heute einzigartig. Wie kaum einem anderen gelang es ihm, Poesie und Alltag miteinander zu verschmelzen, dem Unscheinbaren ebenso wie tiefen Erkenntnissen einen Platz in der Erinnerung zu sichern.

              Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy

              Ort: Literaturhaus am Inn

              Moderation: Bernhard Fetz und Antonio Fian

              Eine Annäherung in Gesprächen und Lesungen an den Schauspieler, Sänger, Dramatiker und Wiener Vorstadttheater-Autor

              Jeder Zeit ihr Nestroy – Es hat ihn ja auch jede Zeit bitter nötig, nicht zuletzt unsere, in der sich unter dem Druck einer durchökonomisierten Gesellschaft der Mensch in seiner ganzen Niedertracht und Dummheit präsentiert. Dass sich mit dem, was man Fortschritt nennt, vieles ändert, aber eben nicht der Mensch, zeigt sich auch darin, dass Nestroy Stücke nichts an Aktualität, Brisanz und Treffsicherheit eingebüßt haben. Freiheit in Krähwinkel, Der Schützling, Der Talisman, Der Unbedeutende – Antonio Fian, seinen Zeitgenossen selbst ein Nestroy mit modernen Mitteln, hat vier Stücke ausgewählt, Klassiker und weniger bekannte, eine Art Quintessenz. Und er hat sie ergänzt, durch eine Auswahl von Briefen, in denen wir Johann Nestroy (1801 – 1862), den Klassiker, den „Fixstern am Weltliteraturhimmel“, in die alltäglichsten Angelegenheiten verstrickt sehen – als erstaunlichen Menschen.

                2015 ist Bierbaum-Jahr

                Ort: Literaturhaus am Inn

                Wolfgang Bunzel, Michael Pilz und Thomas Wegmann im Gespräch

                Falls Sie es noch nicht wussten: 2015 ist Bierbaum-Jahr. Wer aber erinnert sich heute noch an den 1865 im niederschlesischen Grünberg geborenen und 1910 in Dresden verstorbenen Schriftsteller, Publizisten und Herausgeber Otto Julius Bierbaum? Als Autor dickleibiger satirischer Zeitromane wie Stilpe (1897) oder Prinz Kuckuck (1906) wird er heute ebenso wenig mehr gelesen wie als deutscher Bearbeiter von Carlo Collodis Kinderbuchklassiker Pinocchio (1905 u.d.T. -Zäpfel Kerns Abenteuer) oder gar als Lyriker und Singspieldichter. Dabei hat Bierbaum vor allem als Zeitschriftengründer, -redakteur und Anthologist sowie als unermüdlicher Promotor der Buchkunstbewegung nachhaltige Spuren in der Literatur- wie auch in der Kunst-geschichte des frühen 20. Jahrhunderts hinterlassen. Am ehesten dürfte Bierbaum wohl noch als Verfasser des Buches Eine empfindsame Reise im Automobil von 1903 im Gedächtnis geblieben sein: Auf Goethes Spuren hatte er in einem 8PS starken Einzylinder-Wagen der Marke „Adler“ von Berlin kommend den Brenner überquert. Mit der Literarisierung dieser Italienfahrt schuf Bierbaum das erste Autoreisebuch der deutschen Literaturgeschichte überhaupt, das bereits unter dem bezeichnenden Motto stand: Lerne Reisen ohne zu rasen.

                  W. G. Sebald

                  Ort: Literaturhaus am Inn

                  Moderation: Uwe Schütte

                  „Ich habe einen Horror vor allen billigen Formen der Fiktionalisierung. Mein Medium ist die Prosa, nicht der Roman.“ (W. G. Sebald)

                  W. G. Sebald ist einer der anerkanntesten und zugleich umstrittensten Schriftsteller der deutschsprachigen Literatur des späten 20. Jahrhunderts. Sein vielgerühmtes literarisches Werk ruht auf einem Fundament, das weitenteils kaum bekannt ist, nämlich die im Verlauf von rund 30 Jahren entstandenen kritischen Schriften. Uwe Schüttes umfangreiche Studie Interventionen bietet daher einen Überblick der literaturkritischen Arbeiten Sebalds, unter Einbezug zuvor unveröffentlichter Archivdokumente. Die Studie legt anschaulich dar, wie sich Sebalds eigenwillige Literaturkritik – von der Magisterarbeit über Carl Sternheim bis zum polemischen Essay über Luftkrieg und Literatur – entwickelt hat. Zugleich skizziert Schütte mit seinem Buch die intellektuelle Biografie des vom Allgäu in die Provinz East Anglias entlaufenen Germanisten. Vor allem aber zeichnet Interventionen nach, wie Sebald im kritischen Widerspruch zu Germanistik und deutscher Nachkriegsliteratur selbst zum Schriftsteller wurde.

                    Hugo Bettauer

                    Ort: Literaturhaus am Inn

                    Moderation: Ekkehard Hey-Ehrl

                    Am 10. März 1925 streckte der Zahntechniker Otto Rothstock den Schriftsteller, Journalisten und Verleger Hugo Bettauer durch mehrere Schüsse nieder. Dieser erlag am 25. März seinen schweren Verletzungen. Der heute längst in Vergessenheit geratene Autor war zu seiner Zeit ein zwar umstrittener aber höchst erfolgreicher. Allein sein Roman Stadt ohne Juden erreichte eine Auflage von 250.000 Stück. Zentrales Thema des Romans ist der grassierende Antisemitismus in der Ersten Republik. Insgesamt verfasste Hugo Bettauer neben seiner journalistischen und verlegerischen Arbeit 20 Romane. Großer Beliebtheit erfreuten sich seine Kriminalgeschichten, die neben einem spannenden Plot immer auch eine gute Portion Sozialkritik enthielten. Karl Kraus, ehemaliger Mitschüler von Bettauer, urteilte über ihn: „Von Bettauer weiß ich nur, daß er immerhin ein besserer Schriftsteller war als jene, die seine Wunden mit Steinen beworfen haben“. (Kraus, Die Fackel)

                      William Shakespeare: Der Mann und sein Mythos

                      Ort: Literaturhaus

                      Moderation: Andrew Milne-Skinner, Sandra Milne-Skinner und Heinrich Payr

                      Vortrag und Lesung in deutscher und englischer Sprache

                      William Shakespeare (1564–1616) war ein Theatermensch: Dramatiker, Schauspieler – aber auch Dichter. Vor 450 Jahren wurde er in Stratford-upon-Avon getauft. Wer war dieser „Shakespeare“ aber wirklich? Wo verbrachte er die „verlorenen Jahre“? Und später, nachdem er als führendes Mitglied der Theatertruppe The Lord Chamberlain’s Men aufgetreten war – was wurde da aus diesem Schauspieler? Seit Shakespeares Tod ranken sich zahllose Überlieferungen und Legenden um seine Person, sehr verlässlich sind sie aber nicht. Sicher ist bloß: Er war einer der erfolgreichsten englischen Schriftsteller seiner Zeit, des Elisabethanischen Zeitalters. Die Stücke Shakespeares wurden veröffentlicht, indem sie aufgeführt wurden. Doch brachten sie nicht bloß Unterhaltung der Spitzenklasse, sondern behandelten ebenso brennende moralische und philosophische Fragen jener Zeit.

                        Dunkle Lieben: Georg und Margarethe Trakl

                        Ort: Literaturhaus

                        Moderation: Erika Wimmer

                        Lesung und Gespräch mit Hilde Schmölzer

                        Die Geschwisterbeziehung von Georg und Margarethe Trakl gibt nach wie vor Rätsel auf: Gab es einen realen Geschwisterinzest oder handelt es sich dabei lediglich um inzestuöse Phantasien des berühmten Dichters? Tatsache bleibt, dass die Schwester für ihn der wichtigste Mensch gewesen ist, dass er sie in seinen Gedichten an die 60 Mal anruft, beschwört, verklärt, dämonisiert, die „Jünglingin“, „Fremdlingin“, „Mönchin“. Die reale Gestalt Margarethes hingegen versinkt im Dunkel der Geschichte, sie wurde von ZeitgenossInnen ebenso wie von der Nachwelt verzerrt und verfälscht. Nicht einmal ihr Grab ist bekannt.

                          Versteckte Lesarten: Oskar Pastior

                          Ort: Literaturhaus

                          Moderation: Ursula Schneider

                          Vortrag mit Lucia Gorgoi, Verena Stross, Ursula Wittstock

                          Der rumäniendeutsche Lyriker und Übersetzer Oskar Pastior (1927, Hermannstadt / Sibiu – 2006 Frankfurt a. M.) stand im Zentrum des Buches Atemschaukel von Herta Müller (2009). Das Buch hat die aus ethnischen Gründen erfolgte Deportation des jungen rumäniendeutschen Protagoni-nisten in ein russisches Lager zum Inhalt, ebenso die Homosexualität des Protagonisten und seine Angst vor gesellschaftlichen Repressalien.

                            Albert Camus, Glückssucher zwischen Algerien und Frankreich

                            Ort: Literaturhaus

                            Vortrag von Julia Pröll
                            Mit einer Lesung von Florian Eisner

                            Der 100. Geburtstag des französischen Schriftstellers und Philosophen Albert Camus im vergangenen Jahr war der Anlass für zahlreiche Publikationen zu seinem Leben und Werk, aber auch, um sich erneut mit den Gedanken des Denkers auseinanderzusetzen. Der 1913 in Algerien geborene Albert Camus suchte in seinen Werken nach moralischen Grundsätzen und Positionen, die mehr denn je auch unsere Gegenwart betreffen – sowohl in seinen literarischen als auch in seinen philosophischen Werken.

                              Michail Bulgakow

                              Ort: Literaturhaus

                              Mit Alexander Nitzberg

                              Riesige Kater auf den Hinterpfoten, Papierschnipsel, die zu Geld werden, splitternackte Frauen über dem Kreml, Köpfe, die rollen und Schweine, die fliegen – das alles bildet nur eine winzige Schicht dieses verzwickten und subversiven Stadtlabyrinths. Meister und Margarita von Michail Bulgakow (1891–1940), einem Schriftsteller und Arzt, zählt zu den Grundbüchern der Weltliteratur und gilt als der wichtigste russische Roman des 20. Jahrhunderts. Als solcher inspirierte er zahllose Künstler, wie die Rolling Stones, Andrzej Wajda und Patti Smith. In der Neuübersetzung von Alexander Nitzberg bekommt das Werk im Deutschen eine neue Dimension – die poetische.

                                Anita Pichler: „Ich wollte fahren, um nicht zu verliegen“

                                Ort: Literaturhaus

                                Eine Annäherung von Barbara Siller und Erika Wimmer

                                Anita Pichler, 1948 in Schenna / Südtirol geboren, 1997 in Bozen gestorben, hat ein sehr vielfältiges und spannendes Werk hinterlassen. Es überrascht immer wieder in seiner Rätselhaftigkeit und Subversivität: Aufbrüche, Reisen, die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Begegnungen sowie ein fortwährendes Fremdheitsgefühl sind einige der Schlüsselthemen. Formal ragt die Autorin aufgrund ihrer originellen, assoziativen und motivorientierten Schreibweise heraus. Anita Pichler zog mit 17 Jahren nach Triest. Sie studierte in Venedig und Prag Moderne Sprachen und Literatur. In Venedig arbeitete die Autorin als Übersetzerin, Dolmetscherin, Verlagsredakteurin sowie als Universitätslektorin. 1986 erschien ihre erste Erzählung Die Zaunreiterin im Suhrkamp Verlag, mit der sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teilnahm. In der Folge veröffentlichte sie die Erzählungen und Texte Wie die Monate das Jahr (1989, Suhrkamp), Die Frauen aus Fanis (1992, Haymon), Beider Augen Blick. Neun Variationen über das Sehen (1995, Haymon).

                                  Judith Hermann und Manuela Reichart

                                  Ort: Literaturhaus

                                  Judith Hermann und Manuela Reichart sind begeisterte Munro-Leserinnen. Sie führen durch Werk und Leben der kanadischen Autorin, die auch im vergangenen Jahr wieder einmal nicht den Literaturnobelpreis bekommen hat, obwohl sie seit Jahren auf der Liste der Anwärterinnen steht. Angeblich spricht gegen ihre Wahl, dass sie immer nur das Gleiche schriebe – so ein renommierter deutscher Literaturkritiker. Dass das Gleiche jedoch eine große Qualität und stets anders ist – wie das Leben selbst, auch darum wird es an diesem Abend gehen: eine Hommage an die  große Erzählerin Alice Munro.

                                    Veza Canetti — Hommage zum 50. Todestag

                                    Ort: Literaturhaus

                                    Moderation: Petra Ganglbauer

                                    Veza Canetti wurde 1897 in Wien geboren. 1938 flüchtete die Dichterin der Moderne gemeinsam mit ihrem Mann Elias Canetti ins Londoner Exil, wo sie 1963 starb. Veza Canetti schrieb unter mehreren Pseudonymen und konnte die Veröffentlichung ihrer Werke, bis auf wenige Beiträge u.a. in der Arbeiter-Zeitung und ihre Übersetzungen, nicht miterleben. Ihr Leben war gekennzeichnet von zahlreichen Zäsuren; Teile ihres Werkes gelten bis heute als verschollen; inwieweit Elias Canetti ihre Arbeit als Schriftstellerin gefördert oder behindert hat, ist umstritten.  An diesem Abend werden verschiedene Themen ihrer sozial-und sprachkritischen Werke beleuchtet, wie beispielsweise die Kluft zwischen Arm und Reich, die Unterdrückung von und Gewalt gegenüber Frauen, die Verfolgung durch die Nationalsozialisten.

                                      Alissa Walser über Sylvia Plath

                                      Ort: Literaturhaus

                                      Sylvia Plath, 1932 in Jamaica Plain bei Boston geboren, gestorben 1963 im einunddreißigsten Lebensjahr in London, übersetzte ihre Erfahrung in symbolische Bilder und hochkonzentriert erzählende Tableaus. Nun, fünfzig Jahre nach ihrem Freitod, ist es möglich, ihre letzten Gedichte, die Ariel-Gedichte, und den prägnantesten ihrer Prosatexte, Die Glasglocke, mit ihren Tagebuch-Texten zu konfrontieren, ihren nicht im Willen zum literarischen Text aufgehobenen Ambitionen, Träumen, Ängsten und Hoffnungen zu folgen.

                                        Widerständige Windsbräute in surrealistischen Hexenküchen: Leonora Carrington und Remedios Varo

                                        Ort: Literaturhaus

                                        Moderation: Doris Eibl

                                        Es liest Verena Mayr

                                        Der historischen Avantgarde war es eigen zu schockieren, Menschen aufzuregen, sich an die Grenzen des Denkbaren, des Sagbaren, des Darstellbaren heranzuarbeiten, sie bisweilen zu verschieben und neue Denkräume zu erschließen. Der französische Philosoph Jean-François Lyotard sagte über die Avantgarde, sie hätte auf künstlerischer und literarischer Ebene eine Reihe von Fragen vorweggenommen, die ab den 1960er Jahren auf theoretisch-philosophisch-wissenschaftlicher Ebene einen Paradigmenwechsel einleiteten.

                                        Die surrealistischen Künstlerinnen und Schriftstellerinnen Leonora Carrington (1917–2011) und Remedios Varo (1908–1963) inszenierten in ihren Werken Maskeraden, untergruben Geschlechterrollen, zelebrierten Hybridität und Métissage in einer eigenwilligen Prononciertheit, die dem Zwischen den Sprachen, dem Zwischen den Bilderwelten, dem Zwischen den Mythen und den Kulturen im weitesten Sinne geschuldet war, wobei sie sich in ihren Text- und Bildzwischenräumen als mögliche Identitäten unentwegt neu und anmaßend entwarfen.

                                        Doris Eibl, Vertragsassistentin am Institut für Romanistik, arbeitet in ihrer Habilitation zur surrealistischen Literatur von Frauen in der Romania.

                                          Jakob Wassermann im Porträt

                                          Ort: Literaturhaus

                                          Vortrag, Lesung und Film von Thomas Kraft 

                                          Jakob Wassermann (1873–1934), Sohn eines jüdischen Spielwarenfabrikanten aus Fürth, zählt zu den Meistern der psychologisch-realistischen Darstellung und war einer der meistgelesenen Autoren in der Weimarer Republik. Viele seiner Romane wurden zu internationalen Bestsellern, wie Caspar Hauser oder Der Fall Maurizius. Anlässlich seines 75. Todestages erschien die erste klassische Biografie Wassermanns (dtv 2008), herausgegeben von Thomas Kraft. Im Rahmen der Buchpräsentation wird nach dem Vortrag von Thomas Kraft ein Film zu Jakob Wassermann zu sehen sein, der mit vielen Originalfotos die Lebensstationen des Autors dokumentiert.

                                          Thomas Kraft, geboren 1959 in Bamberg, promovierter Germanist, war Programmleiter des Literaturhauses München und arbeitet heute als freier Literaturkritiker und Organisator kultureller Veranstaltungen.

                                            Die böhmische Freundin. Rainer Maria Rilkes Briefwechsel mit Sídonie Nádherný von Borutin in der Konstellation mit Karl Kraus

                                            Ort: Literaturhaus

                                            Moderation: Joachim W. Storck

                                            Mit einer Vitrinenausstellung zu Sídonie Nádherný aus den Beständen des Brenner-Archivs

                                            Die Freundschaftskorrespondenz des aus Prag stammenden Dichters mit der zehn Jahre jüngeren tschechischen Baronesse währte von 1906 bis zu Rilkes frühem Tod 1926. Ein Vorzug dieser Ausgabe ist die erstmalige Veröffentlichung jener Briefe der Korrespondenzpartnerin, die sich aus dem Zeitraum 1914 bis 1926 erhalten haben. Sie erlauben Einblicke in das Innenleben dieser Frau, deren Freundschaft für zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts von außerordentlicher Bedeutung gewesen ist. Nicht zuletzt das Fehlen ihrer Antwortbriefe in der opulenten Ausgabe der an sie gerichteten Briefe von Karl Kraus aus den Jahren 1913 bis 1936 gibt den von ihr erhaltenen Briefen an Rilke ein besonderes Gewicht. Desgleichen gewinnen auch Rilkes Antworten durch die Konfrontation mit ihren Gegenbriefen an Lebendigkeit. Vor allem aus der Zeit des Ersten Weltkriegs spiegeln sie das gesellschaftliche und zeitgeschichtliche Umfeld ihrer Entstehung. Die Lesung ausgewählter Briefe und der erläuternde Vortrag, der auch Sidonie Nádhernýs weiteres Leben und Schicksal abrisshaft verfolgt, sollen der Vermittlung dieser Eindrücke dienen.

                                            Joachim W. Storck, geboren 1922 in Karlsruhe, war in den Jahren 1971 – 1988 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Literaturarchiv Marbach a. N., unterrichtete zwanzig Jahre an der Universität Mannheim; seit 1991 ebendort Honorarprofessor; einer der bedeutendsten Rilke-Forscher. Spezialgebiete: Lyrik von Hölderlin bis Celan; österreichische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts (Stifter, Hofmannsthal, Rilke, Aichinger); Exil-Literatur.

                                              Maria Hofer, eine facettenreiche Frau.

                                              Ort: Literaturhaus

                                              Mit Milena Meller und Hugo Bonatti. In Kooperation mit dem PEN-Club Tirol und dem Turmbund

                                              Organistin, Pianistin, Kapellmeisterin, Komponistin, Turnierreiterin, Chauffeuse ... eine vielseitige Frau war Maria Hofer. Sie führte ein aufregendes, vielversprechendes Künstlerleben, war mit der Elite der Kunstwelt bekannt, arbeitete für die renommierte Universal-Edition, gab Konzerte, lebte im Haus des Ehepaars Hertzka, ehe sie 1939 nach Kitzbühel ging. Hier war sie als Organistin tätig, fand kurzfristig auch wieder Anschluss an die Musikszene, doch dann vereinsamte und verarmte sie zusehends und starb 1977 mittellos, krank und verbittert. Ein Teil ihres musikalischen Nachlasses wurde 2006 von Bernhard Sieberer auf CD eingespielt. Obwohl wichtige Teile ihres Werks verschwunden sind bzw. vernichtet wurden, ihre musikalischen Werke ungewöhnlich große Qualitätsunterschiede aufweisen, ihre Biographie lückenhaft und ihre Selbstaussagen mit Vorsicht zu behandeln sind, strahlte und strahlt Maria Hofer eine Faszination aus, der man sich nur schwer entziehen kann.
                                              Milena Meller hat Hofers Nachlass bearbeitet und wird ausgehend vom in den späten 60er Jahren verfassten "Curriculum Vitae"das Leben der außergewöhnlichen Frau nachzeichnen. Hugo Bonatti, der Maria Hofer als Schüler und Freund persönlich gekannt, etliche Texte über sie verfasst hat und schließlich ihr Nachlassverwalter wurde, setzt einen Kontrapunkt zu den wissenschaftlichen Nachforschungen, indem er von Begegnungen und Erfahrungen berichtet. Hörproben runden den Abend ab.

                                                Hans Lebert

                                                Ort: Literaturhaus

                                                Moderation: Michael Klein

                                                Die Wolfshaut

                                                Spät, erst 1960, Hans Lebert war damals bereits 41 Jahre alt, ist sein erster und wichtigster Roman Die Wolfshaut erschienen, nicht in Österreich, wo der Autor keinen Verleger für ihn gefunden hatte, sondern bei Claassen in Hamburg. Das Buch schlug in die österreichische Nachkriegsliteratur wie eine Bombe ein: von den einen in höchstem Maße als verstörend empfunden, wegen seiner Thematik, der Auseinandersetzung mit der Nazivergangenheit in unserem Land, von den anderen gerade deshalb bewundert und hoch gelobt als einer der wenigen Versuche, auch die heimische Mitschuld an den Verbrechen dieser Jahre anzusprechen – jenseits aller großkoalitionären Harmonisierungsbemühungen der fünfziger Jahre. Obwohl heute unstrittig zum Kanon gehörend, sind sowohl der Autor wie auch der Roman heute weitgehend vergessen oder zumeist nur noch dem Namen nach bekannt. Michael Klein hat das Buch aus dem Abstand von fast 50 Jahren wieder gelesen und versucht eine kritische Neueinschätzung sowohl des Autors als auch seines bedeutenden Romans.

                                                  Christine Busta

                                                  Ort: Literaturhaus

                                                  "ich singe dir Gras ...". Zum 20. Todestag von Christine Busta am 3. Dezember. Mit Margit Jautz, Anton Gruber, Wolfgang Wiesmüller, Ursula Schneider, Annette Steinsiek

                                                  Ein Werk von Christine Busta kennen die meisten aus ihrer Kindheit: Die Sternenmühle. Gedichte für Kinder und ihre Freunde(1959) lag und liegt in vielen Kinderzimmern zerlesen herum. Hauptsächlich schrieb sie jedoch für Erwachsene: Lampe und Delphin (1955), Salzgärten (1975) oder Wenn du das Wappen der Liebe malst (1981) heißen drei ihrer sieben Gedichtbände. Christine Busta, geboren 1915 in Wien, gestorben 1987 in Wien, wird neben Ingeborg Bachmann und Christine Lavant zu den wichtigsten österreichischen Lyrikerinnen der Nachkriegszeit gezählt.

                                                  Ihr Nachlass, der im Februar 2007 als Schenkung der Familie an das Brenner-Archiv gelangte, ist von großem literatur- und auch kulturhistorischem Interesse: Er beleuchtet die österreichische Kulturgeschichte der 1950er bis 1970er Jahre und wird es möglich machen, die poetische Arbeitsweise der Dichterin zu erforschen und bisher unbekannte Aspekte für die Öffentlichkeit und die Forschung zu erschließen.

                                                  Aus dem Nachlass werden einzelne Stücke in einer Ausstellung erstmals vorgestellt. Margit Jautz liest bekannte und noch unveröffentlichte Gedichte zum Wieder-hören und Kennen-lernen. Anton Gruber und Wolfgang Wiesmüller zeigen Wege zum Werk Christine Bustas. Ursula Schneider und Annette Steinsiek sprechen zu Nachlass und Ausstellung.

                                                  Margit Jautz, Schauspielerin und Sprecherin. Schauspielerin als Gast am Schauspielhaus Graz bis 2005, von 1965 – 2000 Lehrbeauftragte an der Kunstuniversität Graz, 40 Jahre lang Sprecherin im ORF Landesstudio Steiermark. 2005 Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

                                                    Peter Handke in einem Porträt

                                                    Ort: Literaturhaus

                                                    Moderation: Peter Hamm, Erika Wimmer

                                                    Filmporträt Der schwermütige Spieler und Buchvorstellung Es leben die Illusionen. Gespräche in Chaville und anderswo (Wallstein).

                                                    Die Voraussetzungen für ein Gespräch zwischen Peter Handke und Peter Hamm sind geradezu ideal: Sie kennen einander über vierzig Jahre, sind seit langem eng befreundet. Hier treffen nicht einfach Autor und Kritiker (oder Literaturwissenschaftler) aufeinander, sondern beide Gesprächspartner sind Autoren, die in den 60er Jahren ihren Weg in die Literatur begannen und den Schaffensprozess von beiden Seiten kennen. Außerordentlich genau reflektieren sie in ihrer Arbeit die Bedingungen des Schreibens mit; Handke über das eigene Schreiben hinaus auch als Übersetzer und im Schreiben über andere Schriftsteller, Hamm wie kaum ein anderer als einfühlsamer und kenntnisreicher Journalist. Wenn Peter Hamm nach Prägungen in der Kindheit fragt, nach der Mutter, den Jahren im Internat und an der Universität, nach den schriftstellerischen Anfängen, nach Kafka, Wim Wenders und Thomas Bernhard, nach Jugoslawien und Deutschland, nach dem Verhältnis von Spiel und Gebet in der Dichtung, so ist sofort spürbar, dass er das Werk des anderen in allen Verästelungen kennt. Er öffnet einen Gesprächsraum, den Peter Handke bereitwillig, mit äußerster und ungekannter Offenheit ausschreitet, dankbar für das "Auf-die-Sprünge-Helfen" und widersprechend, tastend, suchend nach der richtigen Formulierung, frozzelnd. Nicht zuletzt über sich selbst. Anlass für diese Gespräche war der von Hamm gedrehte Film über Handke Der schwermütige Spieler. Dass sie sich über einen längeren Zeitraum erstreckten, in einer fast unwirklichen Ruhe geführt wurden, gibt ihnen selbst einen literarischen Rhythmus, der sichtbar werden lässt, was Literatur heute sein kann.

                                                      H.C. Artmann in einem Porträt

                                                      Ort: Literaturhaus

                                                      Moderation: Raoul Schrott

                                                      Den Alltag in Poesie zu verwandeln, ist Programm genug, eine stille und nie je abgeschlossene Revolution. [...] Ein Handwerker der Worte, nichts anderes ist ein Poet, schon von seiner altgriechischen Ethymologie her; allein er vermag uns aus allem Vorgefundenen eine Welt zu bauen. [...] Die Art, wie Artmann zugange geht, war mir selbst von Anfang an die liebste, kein anderer Zauber kam dem gleich, nichts inspirierte so wie diese Demiurgie (als erhabenste Industrie), die fingerschnippend eins um das andere um einen herum verwandelt. Sie arbeitete nicht mit der Sprache, sondern in ihr, aus ihr; sie schuf 'imaginäre paysagen, landschaften, die die worte selbst schaffen oder die durch die worte neu erstellt werden' - weil diese Art von Dichtern ihnen keine Szenographie aufdrückte, sondern der Sprache die Regie überließ."
                                                      So Raoul Schrott über H.C. Artmann in seinem Nachwort der Neuausgabe von Artmanns fleiß und industrie (Jung und Jung 2000). Schrott und Artmann verband über poetologische Affinitäten hinaus eine gegenseitige Wertschätzung und Freundschaft.

                                                      H.C. Artmann (1921-2000) war eine zentrale Figur der österreichischen Literatur nach 1945. Sein Werk hat bis heute nichts von seiner Faszination und Ausstrahlungskraft verloren.

                                                        Hugo von Hofmannsthal

                                                        Ort: Literaturhaus

                                                        Moderation: Alfred Doppler

                                                        Hugo von Hofmannsthal beschreibt in seinen Dichtungen das Lebensklima der zu Ende gehenden österreichisch-ungarischen Monarchie. In seinen Gedichten lebt noch einmal der Klangzauber der Romantik auf, zugleich aber auch die Skepsis gegenüber den Mitteilungsmöglichkeiten der Sprache. Diese Sprachskepsis lenkte Hofmannsthals Aufmerksamkeit auf Ausdrucksmöglichkeiten, die der Sprache nicht bedürfen, wie wortloses Handeln, Pantomime, Tanz und Musik. In seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Richard Strauss war es ihm ein Anliegen, eine innige Verbindung von Sprache und Musik zu verwirklichen. Es soll gezeigt werden, wie literarische Tradition in der Gegenwart weiterwirkt und alte ungelöste Fragen des menschlichen Zusammenlebens an die Zukunft weiterreicht.
                                                        Alfred Doppler, geboren 1921, war u.a. von 1971-1991 als Professor für österreichische Literatur an der Universität Innsbruck tätig. Bücher: u.a. Die Lyrik Georg Trakls (2001); Geschichte im Spiegel der Literatur (1992); Der Abgrund des Ichs (1985); Herausgeber der Historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe Adalbert Stifters.

                                                          Robert Walser

                                                          Ort: Literaturhaus

                                                          Moderation: Michael Klein

                                                          Es spricht und liest: Bernhard Echte (Leiter des Robert-Walser-Archivs)

                                                          Robert Walser gehört zu den rätselhaftesten Schriftstellern seiner Zeit. Geboren 1878 in Biel. Seine ersten Gedichte, die 1898 erschienen, verschafften ihm den Zugang zu literarischen Kreisen. Nach Erscheinen seines ersten Buches, Fritz Kochers Aufsätze, rasch folgten nun seine drei Romane Geschwister Tanner (1907), Der Gehülfe (1908) und Jakob von Gunten (1909). Trotz eines Achtungserfolgs bei der Kritik konnte sich Walser im literarischen Leben der deutschen Hauptstadt Berlin, wo er seit 1905 lebte, jedoch nicht durchsetzen. Im Gefühl, gescheitert zu sein, kehrte Walser 1913 in seine Heimatstadt Biel zurück. Er mietete sich eine Dachkammer und schuf dort unter äußerst ärmlichen Bedingungen eine große Zahl von Kurzprosatexten, die zum Teil auch in Buchform erschienen. Als Hauptwerk dieser Zeit gilt die umfangreiche Erzählung Der Spaziergang (1918). Ab Anfang der zwanziger Jahre lebte er in Bern.
                                                          Infolge einer psychischen Krise geriet Walser Anfang 1929 gegen seinen Willen in die Psychiatrie, deren Rahmen er nie mehr verlassen konnte. 1933 von der Berner Klinik Waldau nach Herisau verlegt, gab er das Schreiben vollständig auf und lebte dort noch 24 Jahre als vergessener anonymer Patient. Er starb am Weihnachtstag 1956 auf einem einsamen Spaziergang im Schnee.
                                                          Bernhard Echte ist Leiter des Robert-Walser-Archivs in Z
                                                          Bernhard Echte beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Walsers Werk. Er ist Herausgeber zahlreicher Bücher Walsers. Er wird am Abend ein Portrait des Autors gestalten und aus dessen Texten lesen.